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NFL

Top 5: Die wichtigsten Erkenntnisse aus Woche 16 in der NFL

SPOX-Redakteur Adrian Franke blickt zurück auf Woche 16 in der NFL.
© getty

5. Quick Hits: Panthers-Karussell und Antonio Brown

Das Panthers-Karussell dreht sich weiter

"Ich denke, dass es zu 1000 Prozent funktioniert. Ich weiß, niemand kann es sehen, und dafür entschuldige ich mich. Ich sage es unserem Team andauernd, Jay-Z hat sieben Jahre gebraucht. Er musste seine eigene Agentur gründen, um über Nacht zum Star zu werden. Es braucht Zeit."

Das ist kein Mutmacher oder eine Motivation für das neue Jahr kurz vor Silvester, sondern ein Zitat von Panthers-Coach Matt Rhule nach der Niederlage gegen Tampa Bay. Ein Spiel, in dem er - wie angekündigt - an seinen Quarterback-Wechselspielchen festhielt, jetzt auch wieder mit Sam Darnold zurück in der Rotation.

Und vielleicht tun wir alle Rhule Unrecht. Ich bin mir sogar sicher, dass er irgendeinen Plan hat. Allein - er liegt definitiv richtig damit, dass man davon nichts erkennt, im Gegenteil: Die Art und Weise, wie er die Offense und die Quarterback-Situation in der Offseason und dann auch während dieser Saison gemanagt hat, lässt eher vermuten, dass Kurzschlussreaktionen und Aktionismus das Handeln motivieren.

Und: Ich stimme Rhule zu, dass ein Umbruch Zeit braucht. Doch wenn spätestens im dritten Jahr nicht klare Fortschritte erkennbar sind, läuft diese Zeit in der NFL sehr schnell ab. Ich vermute, dass Rhule diese Offseason noch bekommen wird. Aber dann müssen Ergebnisse her - und das lässt mich umso mehr vermuten, dass die Panthers extrem aggressiv auf Quarterback-Suche sein werden.

Antonio Brown in Tampa: Schwierig, bestenfalls

Bucs-Coach Bruce Arians war ja - wenn man hier zumindest eine positive Sache mitnehmen will - relativ ehrlich. Als er zu Antonio Brown, der seines Zeichens seinen Impfausweis gefälscht hatte (!), und so ungeimpft den Corona-Protokollen der NFL entkommen war, gefragt wurde, sagte er, dass es die beste Entscheidung für das Team sei, dass man sich nicht von Brown trennt.

Die Message war klar: Die Bucs hatten gerade Chris Godwin verletzungsbedingt verloren, Mike Evans ist angeschlagen - die Aussage von Arians bei der Verpflichtung von Brown, wonach Brown ein Musterbürger abseits des Platzes sein müsse, schien in diesem Moment sehr weit weg. Ihm sei es, so Arians letzte Woche, egal, was die Leute dazu sagen.

Und rein sportlich betrachtet ist es schwer, Arians zu widersprechen. 15 (!) Targets sah Brown prompt bei seinem Comeback gegen die Panthers, 101 Yards, zehn Catches. Brady suchte ihn früh und er suchte ihn oft.

Aber als Brown sich nach dem Spiel vor die Reporter stellte und betonte, dass es jede Menge Drama sei, "das ihr Leute kreiert. Viel Drama, das Leute kreieren, die Dinge von mir haben wollen. Das ist Teil des Lebens, Teil davon, in dieser Position zu sein. Ich kann nicht kontrollieren, was die Leute von mir wollen und was sie über mich schreiben", wurde einmal mehr klar, wie sehr jegliche Selbstwahrnehmung bei Brown fehlt.

Der Spieler, der einst bei den Raiders nicht trainieren wollte, weil er einen anderen Helm haben wollte. Derjenige, der einen Impfausweis gefälscht hat. Derjenige, dessen Akte an Verfehlungen so lang ist, dass vermutlich einzig Brady ihn noch in der NFL beschäftigt hält. Auf Nachfrage zu seiner Suspendierung antwortete er: "Ich will darüber nicht sprechen. Euch geht es nur um das Drama. Wir sprechen hier über Carolina, oder ich will gar nicht mit euch sprechen."

Und natürlich ist sportlicher Erfolg die oberste Priorität für diese Coaches und Teams. Und mit der Kritik müssen - und können - sie dann auch leben. Aber ihre moralischen Standards und die Begründung der "Distraction" bei bestimmten anderen Spielern können sie uns dann auch ersparen.

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