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NFL Starter Serie: Bills, Dolphins, Jets, Patriots - die AFC East

Cam Newton und die New England Patriots wollen nach einem Übergangsjahr wieder angreifen.

Im Vorjahr gelang die erste Winning Season (10-6) seit 2016 und darf als klarer Erfolg für Head Coach Brian Flores angesehen werden. Dass die Playoffs dennoch verpasst wurden, war unglücklich, dürfte jedoch angesichts der auf lange Sicht angelegten Strategie von GM Chris Grier zu verschmerzen sein.

Und dennoch wird 2021 zu einem wichtigen, weil richtungsweisenden Jahr für Miami, denn der Großteil der tollen Ergebnisse 2020 wurde letztlich mit QB Ryan Fitzpatrick eingefahren, nicht etwa mit Hoffnungsträger Tua Tagovailoa, der merkliche Startschwierigkeiten in der NFL hatte. In der kommenden Saison muss der Ex-Star von Alabama nun beweisen, dass er tatsächlich die Zukunft der Dolphins sein kann - andernfalls dürfte es nicht lange dauern, ehe Miami den nächsten QB ins Auge fasst.

Miami Dolphins: Starter-Projection Offense

PositionSpielerPositionSpieler
Quarterback:Tua TagovailoaLeft Tackle:Austin Jackson
Running Back:Myles GaskinLeft Guard:Liam Eichenberg
Wide Receiver:DeVante ParkerCenter:Matt Skura
Wide Receiver:Will Fuller Right Guard:Solomon Kindley
Slot-Receiver:Jaylen WaddleRight Tackle:Robert Hunt
Tight End:Mike Gesicki

Miami Dolphins: Starter-Projection Defense

PositionSpielerPositionSpieler
Edge:Emmanuel OgbahCornerback:Byron Jones
Defensive Tackle:Christian WilkinsCornerback:Xavien Howard
Defensive Tackle:Raekwon DavisSlot-Cornerback:Justin Coleman
Edge:Jaelan PhillipsSafety:Eric Rowe
Linebacker:Jerome BakerSafety:Jevon Holland
Linebacker:Benardrick McKinney

Dolphins-Kader: Stärken, Schwächen und Beobachtungen

  • Alles steht und fällt mit Tua. Fitzmagic setzt seine NFL-Tour in Washington fort und als Backup steht nur noch der grundsolide Jacoby Brissett parat, der allerdings wohl keine Bäume ausreißen wird. Soll der nächste Schritt gelingen, muss Tua die Erwartungen erfüllen.
  • Es ist nicht so, dass die Dolphins ihrem Sophomore-QB nur die besten Wünsche mit auf den Weg geben, um das Team weiter voranzubringen. Vielmehr wurde vieles unternommen, um ihm das Leben leichter zu machen: Das übergeordnete Stichwort ist hier sicherlich Speed. In der Free Agency wurde Deep Threat Will Fuller aus Houston geholt, der, wenn gesund, eine große Bereicherung für jeden QB ist. Im Vorjahr produzierte er bei Pässen in seine Richtung ein Passer Rating von 134,2, was herausragend ist.
  • Damit aber nicht genug, denn im Draft kam dann auch noch Tuas früherer Teamkollege Jaylen Waddle dazu, der wohl im Slot starten wird und ebenfalls unglaublich schnell ist. Nachdem Tagovailoa im Vorjahr noch auf 7,7 Average Intended Air Yards gekommen war, dürfte dieser Wert deutlich hochgehen mit seinen neuen Waffen.
  • Die Tatsache, dass seine Nebenleute mit so viel Speed daherkommen, dürfte auch das Leben für X-Receiver DeVante Parker leichter machen. Der könnte nun deutlich weniger Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ebenfalls profitieren dürfte Tight End Mike Gesicki über die Mitte. Zudem könnte sich Running Back Myles Gaskin häufiger in die Flat stehlen und auch im Passspiel mithelfen - bereits im Vorjahr zeigte er sich produktiv im Passspiel mit 9,5 Yards after Catch pro Reception.
  • Die Offensive Line wiederum wird zu beobachten sein. Diese oben aufgeführte Unit ist das Ergebnis eines im Grunde zweijährigen Castings. Hier wurde viel probiert und schon einiges wieder ausgesiebt. Neu dazu kam von außerhalb Center Matt Skura, der in der Vorsaison in Baltimore eine schwache Saison spielte und nun auf einen besseren Neuanfang hofft. Er ersetzt den nach Foxboro zurückgekehrten Ted Karras.
  • Einige Spots sind auch noch in der Schwebe. Michael Deiter könnte wieder auf Left Guard rücken, nachdem Ereck Flowers nach nur einem Jahr in Florida wieder nach Washington zurückgekehrt ist. Deiter war bereits in seiner Rookie-Saison 2019 Starter, überzeugte aber eher nicht. Im Draft wurde für diese Planstelle allerdings mit Liam Eichenberg in der zweiten Runde auch nachgebessert.
  • Eichenberg ist auch eine Option, um auf Right Tackle zu starten; dann würde Robert Hunt nach innen rücken. Der allerdings hatte eine überzeugende Rookie-Saison, während Eichenberg auch angesichts der limitierten Reichweite womöglich besser innen aufgehoben ist. Hier sind noch mehrere Veränderungen denkbar. Geht Hunt etwa nach innen, könnte Kindley von Right Guard auf Left Guard wechseln.
  • Tua hatte im Schnitt 2,55 Sekunden, um den Ball zu werfen. Und ihm wurde vorgeworfen, zu zögerlich zu sein, während die Pass Protection nicht immer passte. Zum Vergleich: Fitzpatrick wurde den Ball im Schnitt in 2,38 Sekunden los. Will heißen: Tua muss entschlossener werden, zugleich aber muss auch die O-Line länger halten, wenn man den neu gewonnenen Speed im Receiving Corps auch wirklich ausnutzen will.

  • Positiv im Vorjahr war die Gesamtleistung der Defense, die sich in Sachen Passverteidigung klar gesteigert hat und laut Football Outsiders in diesem Bereich auf Rang 6 landete (-4,1 Prozent DVOA). Hauptgrund dafür war die Coverage, die dank Howard und Jones der Front genug Zeit für den Pass-Rush einräumte und Blitzing-Möglichkeiten gewährte.
  • Um das Ganze noch stabiler zu machen, wurde Slot-Spezialist Justin Coleman aus Detroit als Free Agent geholt. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass der letztjährige Erstrundenpick Noah Igbinoghene wieder mehr außen spielen kann und damit der Position mehr Tiefe gibt. Für mehr Erfahrung sorgt zudem Neuzugang Jason McCourty, der aus New England dazu stößt und Flores noch bestens vom gemeinsamen Super-Bowl-Erfolg vor zwei Jahren kennt.
  • Um die zuletzt etwas löchrige Run Defense zu stabilisieren wurde derweil Linebacker Benardrick McKenney aus Houston geholt. Für den Pass-Rush wiederum kam Lokalmatador Jaelan Phillips von "The U". Phillips galt als reifster Edge-Rusher der Klasse. Er kommt aber auch mit ordentlich Gepäck im Rucksack, denn seine zahlreichen Gehirnerschütterungen und weitere schwere Verletzungen machen ihn zu einem klaren Ausfallrisiko.
  • Flores geht in sein drittes Jahr und hat aus den Dolphins schon jetzt mehr rausgeholt als viele erwartet hätten in den ersten zwei Saisons. Nun jedoch nähert sich das Team allmählich dem Bild, dass Grier vor ein paar Jahren vorschwebte. Die Dolphins müssen anhand ihrer bisherigen Entwicklung und dem versammelten Personal so langsam ein Contender werden. Dieses Jahr wird zeigen, wie nah sie diesem Anspruch schon sind.
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