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NFL

Top 5: Die wichtigsten Erkenntnisse aus Woche 14 in der NFL

SPOX-Redakteur Adrian Franke blickt zurück auf Woche 14 in der NFL.
© getty

4. Quick Hits: Bengals, Chargers, Panthers

Die Bengals und die 49ers - ein Sinnbild einer Saison: Das Bengals-Niners-Spiel war ein fantastisches Beispiel dafür, dass man mit Narrativen sehr vorsichtig agieren sollte. Den im Endeffekt sind diese fast immer rein oder zumindest maßgeblich von den Resultaten geprägt - und nicht vom Weg dahin. Jimmy Garoppolo hatte in den Schlusssekunden gegen die Bengals eigentlich das Spiel schon weg geworfen; sein Wurf hätte von Safety Jessie Bates abgefangen und potenziell weit zurückgetragen werden müssen. Stattdessen hatte er Glück, und kurz danach bereitete Kittle mit einem spektakulären Catch den vermeintlichen Game Winner vor.

Doch der Kick von Robbie Gould segelte daneben, sodass Garoppolo in Overtime tatsächlich einen guten Game-Winning-Drive dirigieren konnte. Und irgendwie passte dieses Spiel sehr gut zu beiden Teams: Die 49ers sind so dermaßen im Mittelmaß gefangen, aus dem sie in einzelnen Spielen oder Momenten ausbrechen können; aber es ist alles so schwierig, insbesondere wenn sie darauf angewesen sind, ein Spiel mal an sich zu reißen.

Cincinnati derweil spielt eine wilde Achterbahn von einer Saison, wenn auch ganz anders gestaltet als bei den 49ers. Man sieht das enorme Potenzial in diesem Team immer wieder aufblitzen, und manchmal führt das dann auch zu einzelnen dominanten Spielen. Man hat den Franchise-Quarterback, mit dem man in genau so ein Spiel zurückkommen kann - etwas, das San Francisco auf der anderen Seite fehlt. Aber es ist eben noch keine Konstanz zu erkennen, und das betrifft alle Teile des Teams.

Es betrifft die Qualität, wenn wir etwa von Offensive Line sprechen. Es betrifft die Stars wie Ja'Marr Chase, der in der zweiten Saisonhälfte signifikante Probleme mit Drops hat, auch gegen die 49ers wieder, nur um dann auch mit spektakulären Plays zu glänzen. Es betrifft Fehler, die zu Turnovern führen, ob von Burrow oder auch etwa beim Punt-Return. Und es betrifft Head Coach Zac Taylor, der gegen die Niners in einem engen Spiel mehrfach bei kurzen Fourth Downs lieber den Punt oder den Kick wählte.

Die AFC ist komplett offen, und die Bengals könnten am Ende sehr gut ein Playoff-Ticket in den Händen halten. Aber sie wirken auf mich noch nicht wie ein Team, das "bereit" ist.

Die Chargers und das Downfield Passing Game: Wenn es aktuell einen Quarterback mit mehr Power im Arm gibt als Justin Herbert, dann soll mir jemand diesen zeigen. Herbert hatte gegen die Giants mehrere komplett absurde Würfe, und was vor allem auffiel: Die Chargers gingen erneut vertikal.

Das war bereits die Geschichte des Spiels in der Vorwoche, als Herbert sieben Bälle mit einer Target-Tiefe von mindestens 20 Yards warf, fünf davon kamen für 188 Yards an. Das waren mehr Completions und Yards als er im vertikalen Passspiel in den vier (!) Partien zuvor zusammengerechnet hatte.

Gegen die Giants war es eben auch wieder auffällig, was Chargers-Fans Hoffnung dahingehend machen darf, dass L.A. Richtung Playoff-Run mit einer unberechenbaren und potenziell der explosivsten Offense in der AFC Teams vor ernsthafte Probleme stellen kann.

Die Quarterback-Spielchen der Panthers: Der erste Drive der Panthers sah noch ziemlich gut aus - danach aber stagnierte die Offense. Newton warf einen unschönen Pick Six zum Underneath-Verteidiger, als die Falcons einen Blitz andeuteten und Newton nie registrierte, welcher Verteidiger sich in Coverage fallen lässt und wer als Blitzer kommt. Später im Spiel machte dann Head Coach Matt Rhule auch seine Ankündigung wahr, eine Art Quarterback-Rotation einführen zu wollen: Backup P.J. Walker kam zum Ende der ersten Hälfte und dann auch etwa Mitte des Schlussviertels rein.

Nicht, dass das die Offense irgendwie besser machte oder ihr mehr Optionen gab. Ich habe dann auch überlegt, etwas zur Sinnfrage hinter diesen Entscheidungen zu schreiben - aber ehrlicherweise weiß ich nicht, inwieweit ich etwas erklären kann, von dem die Verantwortlichen allen Anschein erwecken, dass sie selbst nicht wissen, was genau sie eigentlich machen.

Die Panthers wirken auf mich als wären sie absolut an dem Punkt angekommen, an dem sie auf der Quarterback-Position im kompletten Verzweiflungsmodus agieren. Mich würde dabei wirklich interessieren, wie das ideale Team in Matt Rhules Kopf aussieht; meine Vermutung aber ist, dass diese Version der Panthers Carolina nicht den (schnellen) Erfolg einbringen wird, den Teambesitzer David Tepper vielleicht jetzt erwartet.

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