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NBA

NBA Power Ranking im März: Bewegung auf dem Podium - die zwei Gesichter des James H.

Chris Paul, James Harden und LeBron James greifen nach der NBA-Krone!
© SPOX

Kurz vor der Trade Deadline ist es mal wieder Zeit für eine Bestandsaufnahme - wo stehen die 30 Teams? SPOX-NBA-Ressortleiter Ole Frerks blickt in seinem Power Ranking auf die gesamte Liga.

Die Statistiken in diesem Artikel kommen von nba.com/stats, Cleaning the Glass und basketball-reference.com. Das "Offensiv-Rating" bezeichnet die Anzahl der erzielten Punkte pro 100 Ballbesitze, "Defensiv-Rating" die Anzahl der kassierten Punkte pro 100 Ballbesitze. "Net-Rating" rechnet beides gegeneinander auf.

Hier geht's zum letzten Ranking.

Von Platz 23 auf 30: Houston Rockets (11-27)

Net-Rating: -6,1 (Platz 27)

Es gibt nur wenige Regeln, aber diese ist wichtig: Wenn Gefahr besteht, dass ein Team die längste Niederlagenserie aller Zeiten hinlegt, dann bekommt es im Power Ranking den hintersten Platz. Noch sind die Rockets (18) zwar noch weit vom Rekord (26) entfernt und Topscorer Christian Wood ist nun zurück, aber wer weiß? Houston spielt seit Wochen nur noch schaurig, was mit wenigen Ausnahmen auch 1:1 auf Victor Oladipo zutrifft. Immerhin: Kevin Porter Jr. (18 PPG, 8 APG) zeigt für sein neues Team gute Ansätze, Jae'Sean Tate ist ein starker Rookie. P.J. Tucker ist nun weg, wer wird ihm folgen?

Von Platz 29 auf 29: Minnesota Timberwolves (9-31)

Net-Rating: -7,2 (29)

Seit dem letzten Power Ranking haben die Wolves ihren Head Coach Ryan Saunders entlassen und durch Chris Finch ersetzt. Unter ihm sieht zumindest die Offense besser aus - Platz zehn über die vergangenen zwei Wochen! - was unter anderem daran liegt, dass Karl-Anthony Towns nun regelmäßig zur Verfügung steht und dass Anthony Edwards zuletzt mehrere starke Leistungen aneinanderreihte. Defensiv traten die Wolves dabei dennoch weiterhin gruselig auf, aber das sind zumindest mal Faktoren, die ein bisschen Hoffnung machen. Langfristig bleiben die Wolves eine Großbaustelle.

Von Platz 27 auf 28: Detroit Pistons (11-29)

Net-Rating: -3,7 (23)

Die Pistons kassieren im Vergleich zu vielen anderen Teams im Keller etwas weniger Blowouts, was vor allem auf ihre relativ solide Defense (Platz 19) zurückzuführen ist. Dwane Casey hat sein junges Team diszipliniert, das sich daher eher selten abschießen lässt, dazu sind die Pistons immer mal wieder für eine Überraschung gut. Die Rookies gefallen, auch die Reclamation-Projects wie Dennis Smith Jr. und Josh Jackson haben von Zeit zu Zeit ihre Momente, Jerami Grant ohnehin. Der Trade von Rose und der Buyout von Griffin zeigen, dass Detroit sich mit dem vollen Rebuild erstmal wohl fühlt.

Von Platz 28 auf 27: Orlando Magic (13-26)

Net-Rating: -7,1 (28)

Seit Jahren spielten die Magic im Osten um die letzten Playoff-Plätze. Dieses Jahr gibt es dank des Play-In-Turniers theoretisch sogar zehn davon, trotzdem ist Orlando schon jetzt nicht mehr in der Verlosung - dafür gab es schlichtweg zu viele Verletzungen, die Offense hat trotz All-Star Nikola Vucevic nur bedingt NBA-Niveau. Fragt sich nun, wie es weitergeht: Vor der Trade Deadline schreien wenige Teams so sehr nach "Ausverkauf" wie die Magic. Aaron Gordon, Evan Fournier und sogar Vucevic könnten allesamt für den richtigen Preis zu haben sein. Es ist wohl Zeit für einen Neuaufbau.

Von Platz 30 auf 26: Cleveland Cavaliers (15-25)

Net-Rating: -8,4 (30)

Die Cavs sind schon ein Phänomen: Das mit Abstand schwächste Net-Rating der NBA aufgrund der horrenden Offense hält sie nicht davon ab, immer mal wieder Spiele zu gewinnen, über die vergangenen zehn etwa haben sie eine bessere Bilanz (5-5) als Indiana, Toronto oder sogar die Clippers. Zuhause ist ihre Bilanz sogar ausgeglichen, und das, obwohl die meisten Veteranen mittlerweile kaum noch eine Rolle spielen. Immerhin ist Larry Nance, der beste Verteidiger des Teams, nach langer Pause nun zurück. Wenn sie verlieren, dann richtig: Die Cavs haben schon elf Pleiten mit 20+ Punkten kassiert.

Von Platz 25 auf 25: Sacramento Kings (16-24)

Net-Rating: -5,0 (25)

Talentlos sind die Kings nicht; De'Aaron Fox spielt ein All-Star-, Tyrese Haliburton ein ROTY-würdiges Jahr und in Harrison Barnes, Buddy Hield oder Richaun Holmes gibt es fähige Veteranen. Sacramento kann allerdings weiter niemanden verteidigen (NBA-Rekord 118,5 Punkte pro 100 Ballbesitze) und so reicht auch eine überdurchschnittliche Offense nicht. Am Stuhl von Luke Walton wird aber (noch) nicht gerüttelt, primär aus finanziellen Gründen. Mehrere Veteranen könnten die Kings in der kommenden Woche dafür noch verlassen. Das größte Fragezeichen steht vermutlich hinter Marvin Bagley.

Von Platz 25 auf 24: Washington Wizards (14-25)

Net-Rating: -4,9 (24)

Man wartet mittlerweile schon lange darauf, dass es bei den Wizards Klick macht. Ob das noch was wird? Nach einem Zwischenhoch mit sieben Siegen aus acht Spielen gab es vor dem Erfolg über Sacramento nur einen aus sieben Partien. Scott Brooks hat seine Rotation erneut durcheinander gewirbelt, diesmal zu Lasten von Moritz Wagner. Der Lichtblick in Washington heißt Rui Hachimura: Der Zweitjahresprofi ist mittlerweile ein überraschend ordentlicher Verteidiger und kommt im März auf fast 60 Prozent True Shooting. Es riecht trotzdem wieder nach einer verlorenen Saison.

Von Platz 26 auf 23: OKC Thunder (17-23)

Net-Rating: -5,9 (26)

Die Thunder bleiben ein Phänomen: Regelmäßig gewinnen sie Spiele, bei denen im Nachhinein keiner feststellen kann, wie genug Offense zusammengeschustert werden konnte - seit dem letzten Ranking stehen sie bei einer .500-Bilanz! Shai Gilgeous-Alexander ist der Hauptgrund: Als erste Option fühlt sich SGA pudelwohl und verzeichnet pro Spiel mehr Drives als jeder andere Akteur, seine True Shooting Percentage ist gegenüber der Vorsaison um 6 volle Prozentpunkte gestiegen. Rookie Aleksej Pokusevski hat nun zwei Spiele mit jeweils vier und 19 Spiele ohne einen einzigen Freiwurf. Was?

Von Platz 14 auf 22: Indiana Pacers (17-22)

Net-Rating: -0,3 (Platz 18)

Seit dem letzten Ranking haben die Pacers nur zwei von zehn gewonnen, kein Team ist seither so abgestürzt. Es hapert sowohl defensiv als auch offensiv, wobei letzteres angesichts der Ausfälle besser zu erklären ist. Caris LeVert ist nun immerhin zurück, ein dynamisches Element hat Indiana auch dringend gefehlt. Trotzdem stellt sich erneut die Frage, ob das Team mit zwei Fünfern eine Zukunft hat oder ob Myles Turner oder Domantas Sabonis doch noch gehen muss. Strukturelle Probleme, wie wenige Dreier und Freiwürfe, hat das Team genau wie zuvor unter Nate McMillan.

Von Platz 13 auf 21: Toronto Raptors (17-23)

Net-Rating: +0,3 (13)

Die Tampa-Kanadier bewegen sich gewissermaßen im Gleichschritt mit Indiana. Nachdem sie zwischenzeitlich ihren Groove gefunden haben, war die Defense zuletzt erstaunlich schwach und auch Toronto hat acht Pleiten aus zehn Spielen kassiert. COVID hat dabei abermals eine große Rolle gespielt - von den wichtigsten Spielern fielen immer wieder einige aus, was sich nicht kompensieren ließ. Selbst die Minuten von Kyle Lowry wurden zuletzt deutlich verloren (-16,6 über die vergangenen fünf Spiele). Folgt nun ein kleiner Ausverkauf oder wollen die Raptors über das Play-In noch angreifen?

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