Fussball

Nani sichert Feners Last-Minute-Sieg

Von SPOX
Nani rettete Fenerbahce vor einem Punktverlust gegen die Hauptstädter
© Seskimphoto

Vier Tore in 15 Minuten - mit einem späten Offensivspektakel bei Gaziantepspor hat sich Besiktas nach der Pleite im Topspiel gegen Trabzonspor letzte Woche zurückgemeldet. Gala gewinnt bei Konya, Fenerbahce zieht in allerletzter Sekunde dank Nani nach.

Gaziantepspor - Besiktas 0:4 (0:0)

Tore: 0:1 Oguzhan (76.), 0:2 Tosun (83., Foulelfmeter), 0:3 Olcay (87.), 0:4 Frei (90.)

Die Partie startete aus Besiktas-Sicht verheißungsvoll: Gökhan Töre flankte von rechts in den Gaziantep-Sechzehner, Olcay verlängerte quer vor das Tor, doch Jose Sosa verpasste am langen Pfosten nur knapp (8.). Es sollte lange die einzige echte Torchance bleiben - die Gäste kontrollierten die Partie, ohne aber ausreichend Druck zu entwickeln.

So kamen auch die Hausherren zu ihrer ersten Torannäherung, als Muhammet Demir aus 20 Metern einfach mal abzog, BJK-Schlussmann Tolga hatte mit dem Schuss aber keine Probleme (19.). Der Angreifer kam eine knappe Viertelstunde später erneut zur Gelegenheit, dieses Mal konnte Luiz Rhodolfo gerade noch zur Ecke abfälschen.

Das Spiel im RE-LIVE

Im zweiten Durchgang gab es viel Leerlauf - bis Besiktas in der Schlussviertelstunde zwei Gänge höher schaltete und das Potenzial der Mannschaft zeigte: Schiedsrichter Cüneyt Cakir entschied nach einem Handspiel von Gazianteps Abdülkadir Kayali auf Freistoß direkt an der Sechzehnmeterlinie, Oguzhan Özyakup trat an - und traf mit einem schönen Schlenzer zur Besiktas-Führung (76.). In der 78. Minute wechselte BJK-Trainer Senol Günes Mario Gomez aus - der deutsche Nationalspieler blieb blass.

Dann rannten sich Ognjen Vranjes und Gbenga Arokoyo gegenseitig über den Haufen, Fernando Marcal stieß den nun freistehenden Cenk Tosun einfach um. Eine Slapstick-Einlage der Gaziantep-Abwehr - und ein klarer Elfmeter. Der Gefoulte selbst verwandelte sicher (83.). In der Gaziantep-Hintermannschaft brachen nun alle Dämme: Nach schöner Vorarbeit von Töre erzielte Olcay das 3:0 (87.), ehe der eingewechselte Kerim Frei zum Endstand traf (90.).

Torku Konyaspor - Galatasaray SK 1:4 (1:2)

Tore: 0:1 Burak (9.), 1:1 Meha (37.), 1:2 Kaya (40.), 1:3 Sneijder (89.), 1:4 Sneider (90.+5)

Gelb-Rot: Carole (66., Galatasaray, wiederholtes Foulspiel)

Es gab kein Abtasten zwischen beiden Klubs. Galatasaray legte gleich zu Beginn ein ordentliches Tempo vor und ging durch einen Kopfballtreffer von Burak Yilmaz (9.) in Führung. In der Folge entfachte Gala einen wahren Sturmlauf und kam durch Lukas Podolski (20.) und Aurelien Chedjou (23.) zu guten Möglichkeiten - die ungenutzt blieben. Die Alarmsignale schienen bei Konyaspor zu schrillen, was eine veränderte Herangehensweise mit sich brachte. Man legte den Respekt immer weiter ab und wurde offensiver. Folglich fiel in der 37. Minute der Ausgleich: Alban Meha verwandelte einen direkten Freistoß und sorgte somit für das Highlight des Abends. Die Freude der Heimmannschaft war jedoch nur von kurzer Dauer, da Semih Kaya die erneute Gala-Führung wiederherstellte.

Das Spiel im RE-LIVE

Im zweiten Durchgang agierte Konyaspor von Beginn an engagiert und drängte auf den Ausgleich, konnte allerdings nichts Zählbares aus den Chancen erbeuten. In der 66. Minute dann die Hiobsbotschaft für die Mannschaft von Hamza Hamzaoglu: Nach einem harten Einsteigen flog Lionel Carole mit Gelb-Rot vom Platz (66.). Trotz Unterzahl konnte Gala die Führung halten und war sogar im Stande das dritte und entscheidende Tor nachzulegen: Wesley Sneijder netzte aus 16 Metern unhaltbar ein. In der Nachspielzeit erzielte der Niederländer nach einem Konter sogar einen zweiten Treffer und besorgte damit den Endstand von 4:1.

Fenerbahce - Antalyaspor 2:1 (1:0)

Tore: 1:0 Nani (42.), 1:1 Guilherme (70.), 2:1 Nani (90+7)

Fener bot mit Nani, van Persie und Fernandao drei Neuzugänge in der Offensive auf und blies von der ersten Minute an zum Angriff. Bei Aufsteiger Antalya, der in den ersten zwei Partien für Furore gesorgt hatte, ließ sich Kapitän Samuel Eto'o tief zurückfallen und versuchte, das Spiel anzukurbeln. Doch der Kameruner stach kaum heraus und leistete sich viele Ballverluste.

Auch bei Fener lief es zunächst nicht rund, die große Überlegenheit führte nur selten zu Torchancen. Sinngemäß war die Leistung von Robin van Persie, der an vielen Angriffen beteiligt war, sich im Strafraum aber oft nicht durchsetzen konnte. Seine beste Aktion brachte aber die Führung: Auf links setzte sich der Niederländer durch und flankte auf Nani, der per Kopf aus kurzer Distanz erfolgreich war (42.).

Fener schien gegen defensive Gäste alles im Griff zu haben, bis aus dem Nichts der Ausgleich fiel. Der eingewechselte Michal Kadlec verschätzte sich bei einem Steilpass und servierte Gegenspieler Guilherme den Ball, welcher ihn sehenswert in den Winkel hämmerte (70.).

Der Favorit rannte noch mal an, doch in den meisten Angriffen fehlte die Abstimmung und der letzte Ball kam nicht an. Die beste Chance vergab Diego, der frei zum Flugkopfball kam, den Torwart Fornezzi stark abwehrte (86.). Als alles auf eine Überraschung deutete, kam in der siebten Minute der Nachspielzeit der große Auftritt des Nani: Mit der letzten Aktion des Spiels zirkelte er einen Freistoß aus 20 Metern unhaltbar zum umjubelten Siegtreffer ins Netz.

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