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NFL Week 9 Recaps: Highlights, Ergebnisse und alle Infos zu Woche 9

Von SPOX
Das Debüt von Jordan Love für die Green Bay Packers verlief unglücklich.
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New York Giants (3-6) - Las Vegas Raiders (5-3)

Ergebnis: 23:16 (7:7, 3:6, 7:3, 6:0) BOXSCORE

  • Am Mittwoch war Xavier McKinney noch positiv auf Corona getestet worden. Der Safety der Giants ist nicht geimpft und schien das Spiel sicher zu verpassen - ehe sich herausstellte, dass der Test falschpositiv gewesen war. McKinney konnte spielen - und bedankte sich gleich mit zwei Interceptions - darunter ein Pick zu Beginn des zweiten Viertels als er einen Pass von Derek Carr auf Hunter Renfrow abfing.
  • Dank der starken eigenen Defense genügte den Giants offensiv ein allenfalls solider Auftritt, um als Sieger vom Rasen zu gehen. Daniel Jones kam bei 20 Pässen auf nur 110 Yards und er verlor (einmal mehr) einen Fumble, dank eines Touchdown-Passes auf Evan Engram sowie drei Field Goals von Graham Gano sollte dies jedoch genug sein.
  • Eine Minute vor Schluss schienen die Raiders doch noch Overtime forcieren zu können. Carr, der ein durchwachsenes Spiel machte, führte sein Team in die Red Zone. Dort schlug Quincy Roche Carr jedoch den Ball aus der Hand. Leonard Williams sicherte sich den Fumble - Sieg für die Giants!
  • Die Niederlage von Las Vegas markierte die erste Pleite von Rich Bisaccia, der von Jon Gruden als Head Coach der Raiders überonmmen hatte. Darüber hinaus war es das erste Spiel der Raiders nachdem Wide Receiver Henry Ruggs nach seinem schweren Unfall unter Alkoholeinfluss, bei dem eine junge Frau ums Leben gekommen war, festgenommen wurde.

Carolina Panthers (4-5) - New England Patriots (5-4)

Ergebnis: 6:24 (0:0, 6:14, 0:10, 0:0) BOXSCORE

  • Sam Darnold... Gegen die Patriots sah der Quarterback der Panthers diesmal zwar keine Geister, er machte jedoch sein nächstes richtig schwaches Spiel. Darnold bekam den Ball nicht wirklich bewegt und warf obendrein drei - teilweise erschreckende - Interceptions. Es wäre alles andere als überraschend, wenn Darnold in der kommenden Woche nicht mehr der Starter der Panthers wäre. P.J. Walker ist der Backup in Carolina. Obendrein schlechte Nachrichten: Center Matt Paradis zog sich einen Kreuzbandriss zu und wird den Rest der Saison ausfallen.
  • Christian McCaffrey übernahm in seinem Comeback-Spiel gleich wieder die Rolle des Lead Backs auf Seiten der Panthers. McCaffrey führte sein Team in Rushing Yards (52) und Receiving Yards (54) an, zu vielen Punkten konnte er die Gastgeber allerdings auch nicht führen. Übrigens: Nur ein Wide Receiver auf Seiten der Panthers erhielt mehr als einen Catch: D.J. Moore, der auf drei Catches für 32 Yards kam.
  • Auf Seiten der Patriots konnte Mac Jones sich über weite Strecken des Spiels zurücklehnen - zu dominant war die eigenen Defense. J.C. Jackson fing zwei von Darnolds Pässen ab, darunter ein Pick Six, Jamie Collins kam ebenfalls auf eine Interception. So musste Jones gerade mal 18 Pässe für 139 Yards, einen Touchdown und eine Interception werfen. Den Pick verbuchte Ex-Patriot Stephon Gilmore.
  • Im Backfield der Patriots konnte derweil Rhamondre Stevenson groß aufspielen. Der Rookie führte sein Team - ebenso wie McCaffrey auf der Gegenseite - in Rushing und Receiving Yards an. Bei 10 Runs verbuchte Stevenson 62 Yards, dazu kamen zwei Catches für 44 Yards. Damien Harris kam bei 15 Runs auf 30 Rushing Yards.

Jacksonville Jaguars (2-6) - Buffalo Bills (5-3)

Ergebnis: 9:6 (3:3, 3:3, 0:0, 3:0) BOXSCORE

  • Was für ein Schocker! Die Bills - das vielleicht beste Team in der AFC - unterliegen bei den Jaguars - dem bis dahin womöglich schwächsten Team in der Conference. Die Offense der Gäste fand zu keinem Zeitpunkt der Begegnung ins Spiel. Vor allem Quarterback Josh Allen enttäuschte auf ganzer Linie.
  • Ein herausragendes Spiel zeigte derweil ausgerechnet Allens Namensvetter auf der Gegenseite: Josh Allen, Edge Defender der Jaguars. Allen verbuchte kurz vor der Pause einen Sack gegen Allen - es war der erste in der NFL-Geschichte, in der ein Spieler einen Gegenspieler mit dem gleichen Namen sackt -, wenig später folgte eine Interception und dann auch noch eine Fumble Recovery. Hattrick für Josh Allen von den Jaguars!
  • Josh Allen, der Quarterback der Bills, machte derweil sein wohl schlechtestes Spiel der Saison. Allen kam bei 47 Passversuchen auf nur 264 Yards, blieb ohne Touchdown und warf zwei Interceptions. Darüber hinaus verlor Allen bei einem Scramble den Ball - und hatte kurz vor dem Ende des Spiels bei einem weiteren Fumble Glück, dass die Schiedsrichter entschieden, dass er zuvor schon auf dem Boden gewesen sei.
  • Dabei gelang den Jaguars offensiv auch nur wenig. Trevor Lawrence verletzte sich zwischenzeitlich am Fuß, kehrte aber kurz darauf wieder ins Spiel zurück. Carlos Hyde, der den verletzten James Robinson vertrat, verlor bei einem Carry den Ball, zudem verfehlte Lawrence kurz vor dem Spielende einen weit offenen Marvin Jones, es wäre die Vorentscheidung gewesen. Dank der Dominanz der eigenen Defense konnten die Gastgeber aber auch so den Sieg einfahren.

Baltimore Ravens (6-2) - Minnesota Vikings (3-5)

Ergebnis: 34:31 (3:7, 7.10, 7:7, 14:7, 3:0) BOXSCORE

  • Ravens vs. Vikings - wer hätte da etwas anderes erwartet, als einen Krimi bis zur letzten Sekunde? Baltimore spielte bereits zum dritten Mal in dieser Saison in der Overtime, Minnesota spielte zum fünften Mal in einem Spiel, das in letzter Sekunde entschieden wurde. Am heutigen Abend sorgte ein Field Goal von Justin Tucker 20 Sekunden vor dem Ende der Overtime für den Sieg der Gastgeber: Aus 36 Yards traf der vielleicht größte Kicker aller Zeiten das entscheidende Field Goal.
  • Dabei waren die Ravens alles andere als optimal ins Spiel gestartet. Lamar Jackson stand anfangs völlig neben sich, hatte bei einigen Würfen Glück, dass er nicht intercepted wurde und warf dann tatsächlich noch einen Pick. Baltimore geriet mit 3:17 in Rückstand, durch einen starken Drive kurz vor der Pause verkürzte das Heimteam auf 10:17.
  • Die Vikings sorgten durchaus für jede Menge Big Plays: Bei einem Third-and-Seven fand Kirk Cousins beim ersten Drive der Vikings Justin Jefferson für einen 50-Yard-Touchdown. Direkt nach der Pause trug Kene Nwangwu den Kickoff der Ravens über 97 Yards bis in die gegnerische Endzone zurück. Kurz darauf sorgte Nwangwu bei einem Fake Punt der Gäste auch noch für ein neues First Down - all das sollte letztlich aber nicht reichen.
  • Die Ravens stellten ihre Offense nach der Pause merklich um. Während Baltimore anfangs immer wieder lange Deep Shots suchte, zeigte sich das Team im zweiten Durchgang mehr und mehr mit kurzen Pässen zufrieden. Gegen die Off Coverage der Vikings konnte dabei vor allem Marquise Brown glänzen. Der Wide Receiver kam auf 9 Catches für 116 Yards.

Philadelphia Eagles (3-6) - Los Angeles Chargers (5-3)

Ergebnis: 24:27 (0:7, 10:0, 7:9, 7:11) BOXSCORE

  • Die Chargers haben ihre Pleitenserie nach zwei Spielen dank eines Game-Winning Drives Sekunden vor Schluss beendet. Am Ende war es ein 29-Yard-Field-Goal von Dustin Hopkins, der die Gäste jubeln ließ.

  • Zuvor entwickelte sich in der zweiten Hälfte nach zäher Anfangsphase ein regelrechter Shootout zwischen den Teams. Die Chargers hatten den Pausenrückstand mit einem Field Goal und einem Touchdown im dritten Viertel gedreht. Die Hausherren schlug postwendend zurück und Justin Herbert lief selbst zu Beginn des Schlussviertels zu einem 8-Yard-Touchdown samt anschließender Two-Point-Conversion.

  • Knapp sechs Minuten vor Spielende fand Jalen Hurts dann DeVonta Smith, der nach 28-Yard-Catch per Hechtsprung die Endzone fand und noch einmal für den Ausgleich sorge, ehe Herbert sein Team zum Sieg führte.

  • Den Chargers gelang es kurz vorm Hopkins-Field-Goal zum Sieg noch, die Uhr fast komplett herunter zu spielen. Ein 16-Yard-Run von Austin Ekeler brachte sein Team in Position, anschließend musste Herbert den Ball nur noch mit fünf Sekunden auf der Uhr spiken.

  • Herbert kam insgesamt auf 356 Yards und schaffte damit sein zwölftes 300-Yard-Spiel in der NFL. Das sind zwei mehr als jeder andere QB in seinen ersten zwei Saisons geschafft hat. Dan Marino und Patrick Mahomes hatten jeweils zehn.