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NFL

Mock Draft 4.0: Der finale Mock - Quarterback für die Patriots, Mac Jones fällt

SPOX-Redakteur Adrian Franke präsentiert seinen vierten und letzten Mock Draft für 2021.
© getty/imago

25. JACKSONVILLE JAGUARS (via LAR) - CHRISTIAN BARMORE, DT, ALABAMA

Der neue Jaguars-Coach Urban Meyer hat klargemacht, dass er sein Team über die Offensive und die Defensive Line aufbauen will. Defensiv hat Jacksonville dabei insbesondere in der Interior Line noch jede Menge Luft nach oben, und Barmore ist in einer insgesamt schwach besetzten Klasse auf der Position für viele die klare Nummer 1. Gut möglich, dass die Jaguars in diesem Draft an Tag 2 jede Menge Möglichkeiten sehen, um noch etwas für das offensive Waffenarsenal oder die Secondary zu machen, aber den Drop-Off bei den Defensive Tackles schlicht als zu drastisch einstufen.

26. CLEVELAND BROWNS - JAELAN PHILLIPS, EDGE, MIAMI

Die Browns haben wenige klare Baustellen, für Cleveland geht es darum, weiter Value einzusammeln und den Kader perspektivisch aufzustellen, aber gleichzeitig auch kurzfristig das aktuelle Fenster weiter aufzustoßen. Und in dem Gedankengang springt mich die Edge-Position - selbst mit Clowney, der ja ohnehin nur eine kurzfristige Lösung ist und vielleicht auch verstärkt Inside aufgestellt werden wird - noch immer am stärksten an.

Phillips ist rein vom Talent her für mich der beste Edge-Rusher dieser Klasse. Bei ihm sind es eher medizinische Bedenken, die im Vordergrund stehen: Phillips hatte seine Karriere im College zwischenzeitlich infolge mehrerer Gehirnerschütterungen schon beendet, bevor er zurückkam und die vergangene Saison für Miami spielte. Damit ist er ein Risiko-Pick, den vermutlich nicht viele GMs in Runde 1 tätigen werden; doch Clevelands Kader erlaubt mittlerweile diese Art Pick.

27. BALTIMORE RAVENS - JAYSON OWEH, EDGE, PENN STATE

Mit dem Orlando-Brown-Trade haben sich die Ravens zusätzliche Flexibilität im Draft erkauft und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass sie mit einem der beiden Erstrunden-Picks letztlich nach unten traden, um mehr Kapital für den zweiten Tag des Drafts anzusammeln. Es erlaubt aber natürlich auch den Spielraum, um vielleicht auf einen athletischen Spieler zu zocken, der noch eine gewisse Projection ist, aber enormes Potenzial mitbringt.

Ein solcher ist Jayson Oweh. Die Ravens haben jede Menge Edge-Qualität in der Free Agency verloren, und Oweh mit seiner enormen Athletik könnte der nächste Ravens-Edge-Verteidiger werden, der sich im Laufe seines Rookie-Deals immer weiter ins Rampenlicht spielt, und dann nach vier (oder fünf) Jahren per Trade oder zumindest mit einem stattlichen Compensatory Pick als Abschiedsgeschenk wieder geht. Er müsste in Baltimore nicht den Pass-Rush alleine tragen, sondern hätte Hilfe Inside und durch das Scheme.

28. NEW ORLEANS SAINTS - JEREMIAH OWUSU-KORAMOAH, LB, NOTRE DAME

Ich bin sehr gespannt, wo Owusu-Koramoah im Endeffekt geht und welches Team einen Plan für ihn hat. Er ist unfassbar explosiv, er kann im Slot sogar Receiver übernehmen, hat eine immense Reichweite in Coverage. Aber er ist eben sehr schmal für die Position, er hat bei Notre Dame die "Overhang"-Rolle gespielt, die es so nicht in der NFL gibt. Plant ihn eine NFL-Defense eher als Safety ein? Oder als eine Art Hybrid? Die Saints mit ihrer flexiblen Defense unter Dennis Allen könnten einer der spannendsten Landing Spots für JOK sein.

29. INDIANAPOLIS COLTS (via GB) - SAMUEL COSMI, OT, TEXAS

In diesem Fall entwickelt sich der Draft ideal für die Colts, die den Spieler, den sie vielleicht auch an 21 schon genommen hätten, trotz Downtrade immer noch bekommen. Left Tackle ist nach wie vor eine große Baustelle, Sam Tevi sollte hier maximal die Backup-Lösung sein - gerade mit Carson Wentz jetzt als neuem Quarterback. Cosmi ist ein sehr athletisches Tackle-Prospect, der mit jeder Menge Erfahrung in die NFL kommt und ein exzellenter Pass-Blocker werden könnte.

30. BUFFALO BILLS - AZEEZ OJULARI, EDGE, GEORGIA

Cornerback ist hier denkbar und auch die Gerüchte reißen nicht ab, dass Buffalo einen Running Back früh nehmen könnte. Im Endeffekt vermute ich, dass die Bills aber echten Value abgreifen können und das auch machen: Ojulari ist der beste Speed-Rusher dieser Klasse und eine exzellente Ergänzung zu Jerry Hughes. Eines der größten und konstantesten negativen Themen der vergangenen Bills-Saison war die Tatsache, dass Buffalo nicht mit dem 4-Men-Rush zum Quarterback kommen konnte. Ojulari könnte ein signifikanter Schritt dahingehend sein, das zu ändern.

31. BALTIMORE RAVENS (via KC) - RASHOD BATEMAN, WR, MINNESOTA

Falls die Ravens ihre beiden Erstrunden-Picks tatsächlich auch selbst nutzen und nicht raustraden, könnte ich mir die Kombination Edge plus Wide Receiver sehr gut vorstellen. Bateman ist eine spannende Evaluierung, weil er 2020 deutlich weniger dominant war als 2019, allerdings die 2020er Saison auch infolge einer Corona-Erkrankung im Sommer und zunächst dem Opt-Out gefolgt vom Comeback vielleicht eher weniger gewichtet werden sollte.

An dem Spot würde ich ihn nicht nur als Value, sondern auch als idealen Fit für die Ravens sehen, die mehr Outside-Präsenz brauchen. Dyami Brown, den mancher Insider als First-Round-Überraschung prognostiziert, könnte ich mir hier ebenfalls vorstellen, genau wie LSU-Receiver Terrace Marshall.

32. TAMPA BAY BUCCANEERS - TREVON MOEHRIG, S, TCU

Bei Tampa Bay habe ich komplett das Gefühl für das verloren, was die Bucs machen wollen. Der zweite Defensive Tackle, ein Edge-Rusher, ein Running Back - ich denke, hier ist einiges möglich. Eine hohe Priorität für Tampa Bay dürfte es sein, einen Spieler zu draften, der einerseits sofort im aktuellen Fenster mit Brady helfen kann - deswegen glaube ich hier auch nicht an den zuletzt von einigen Experten prognostizierten Quarterback -, aber auch perspektivisch ein mittel- und langfristiger Starter ist. Moehrig würde in dieses Profil passen, die flexible, aggressive Defense von Todd Bowles würde mit dem sehr kompletten Moehrig noch eine zusätzliche Dimension bekommen.

Draft Tag 2: Was machen Seahawks, Rams und Texans?

Seattle Seahawks (Pick #56, 2. Runde)

Pick: Tyson Campbell, CB, Georgia (Pick #60 bei GTM)

Seattle hat genau einen Pick in der Top 100 - diesen hier an 56 - und insgesamt zwei Picks in der 250. Das ist sehr überschaubar, und bei drei Picks insgesamt im Draft vermute ich stark, dass Seattle versuchen wird, runter zu traden. So oder so, Cornerback und Center dürften auf der internen Prio-Liste weit oben liegen und Campbell mit seinem Speed und mit seiner Reichweite passt in Seattles Beuteschema. Falls Seattle hier keinen Corner nimmt, wäre Minnesotas Benjamin St. Juste ein logischer Kandidat für einen etwas späteren Pick.

Los Angeles Rams (Pick #57, 2. Runde)

Pick: Brevin Jordan, TE, Miami (Pick #75 bei GTM)

Offensive Line könnte ich mir vorstellen, Linebacker ebenfalls, gerade mit dem neuen Defensive Coordinator Raheem Morris, der die Linebacker-Position vielleicht wieder stärker in den Fokus rückt. Jordan ist von den Maßen her sehr ähnlich wie Gerald Everett, welchen die Rams in der Free Agency an die Seahawks verloren haben. Jordan könnte mit seiner Dynamik und seinem Speed schnell die Nummer-2-Option neben Tyler Higbee darstellen, und Sean McVay spielt mittlerweile deutlich mehr 12-Personnel. Jordan wäre damit früh ein Quasi-Starter.

Kansas City Chiefs (Pick #58, 2. Runde, via BAL)

Pick: Joe Tryon, Edge, Washington (Pick #64 bei GTM)

Kansas City hat keinen Erstrunden-Pick mehr, dafür aber die Left-Tackle-Baustelle mit Orlando Brown geschlossen und hat jetzt zwei Picks am Ende der zweiten Runde. Edge, vielleicht ein Corner und auch Wide Receiver, ich denke, etwas aus diesen Positionen geht KC hier an. Tryon ist ein Mauler, ein Power-Rusher, der Upside mitbringt und im Sub-Package auch nach innen rücken könnte.

Houston Texans (Pick #67, 3. Runde)

Pick: Kelvin Joseph, CB, Kentucky (Pick #74 bei GTM)

Houston hat eine Vielzahl an Baustellen und keinen Pick in der Top 65, um diese Baustellen zu adressieren. Umso wichtiger ist es, in dem Bereich des Drafts Upside und auch Positional Value mitzunehmen, und den sehe ich durchaus mit Kelvin Joseph. Könnte sehr schnell Houstons bester Cornerback werden und mit seiner Größe und seiner Explosivität potenziell sogar ein Steal sein.

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