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NFL

Third and Long: Diese Teams brauchen einen neuen Quarterback

SPOX-Redakteur Adrian Franke beantwortet an jedem Dienstag eure Fragen zum Spieltag.
© imago images/Jason Pohuski

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Higgens64: Welches der neuen Trainerteams macht bis jetzt den besten Job - und welcher Head Coach hat die Chance, nach einem Jahr schon wieder entlassen zu werden?

In einem ersten Zwischenfazit würde ich die neuen Head Coaches so einsortieren:

  1. Cleveland Browns - Kevin Stefanski: Bei Baker Mayfield bleiben Fragen, auch nach dem Feuerwerk gegen Cincinnati. Bei Stefanski dagegen bin ich deutlich optimistischer, weil das Team schon jetzt eine klare offensive Identität hat. Stefanski hat es damit in der für neue Head Coaches schwierigsten Offseason vielleicht aller Zeiten geschafft, einem Team, das komplett ohne Richtung war, eine klare Struktur zu geben.
  2. Carolina Panthers - Matt Rhule: Rhule kam mit dem Ruf eines "Program-Builders" in die NFL. Die Defense hat bislang ihre Hochs und Tiefs, angesichts des drastischen Umbruchs auf dieser Seite des Balls in Kombination mit mehreren Verletzungen ist das aber auch im Rahmen des Erwartbaren. Offensiv sieht Robby Anderson wie einer der Steals der vergangenen Free Agency aus. Die Panthers stehen noch ganz am Anfang ihres Umbruchs, die ersten Tendenzen aber lassen die Hoffnung zu, dass Rhules Ruf berechtigt war.
  3. Washington Football Team - Ron Rivera: Extrem schwierige Voraussetzungen. Der Umgang mit Dwayne Haskins wirkt zumindest von außen betrachtet sehr drastisch - wie stark will Rivera sich generell in die Offense einmischen? In jedem Fall kann man nicht sagen, dass das Team nicht hart spielen würde. Gerade im Vergleich zu seinem neuen Division-Rivalen in Dallas ist das bereits ein massives Plus.
  4. New York Giants - Joe Judge: So richtig erkennt man noch keine neue Identität bei den G-Men. Die neue, von Disziplin geprägte Kultur, für die Judge vermeintlich stehen sollte, wurde zuletzt von Saquon Barkley und Daniel Jones abseits des Platzes ad absurdum geführt, die Offense ist eindimensional und das Special Team ließ gegen die Eagles eine große Chance ungenutzt, in einer Szene, die nahelegte, dass das Special Team nicht ideal vorbereitet war. Judge dürfte dennoch nur dann ein One-and-Done-Kandidat sein, wenn es bei den Giants von oben zu einem klaren Cut kommt.
  5. Dallas Cowboys - Mike McCarthy: Was gerade wohl in Jerry Jones vorgeht? Der Cowboys-Besitzer war in der Offseason letztlich sehr schnell von Mike McCarthy überzeugt - doch selbst wenn man das ganze Verletzungspech berücksichtigt, steht in Dallas aktuell ein Team auf dem Feld, das schlecht vorbereitet und insgesamt schlecht gecoacht wirkt. Trotz allem scheint es schwer vorstellbar, dass Jones wirklich nach einem Jahr schon die Reißleine zieht. Aber geht die Saison so weiter, dann ist in Dallas alles möglich.

CTG: Du bist GM der Texans - wie lautet dein Plan? Du hast deinen Quarterback langfristig gebunden, deine Offense ist zu gut für einen Rebuild, die Defense aber eine Katastrophe. Watt, einen der Receiver und Running Backs traden? Kompletter Umbruch in der Defense?

Ein softer Rebuild ist die simple Antwort in meinen Augen. Houston, ohne Erst- und Zweitrunden-Pick im kommenden Jahr sowie mit minimalem Cap Space, muss 2021 als Übergangsjahr betrachten. Gleichzeitig aber sollte sich ein totaler Rebuild verbieten, solange man Deshaun Watson hat.

Wie könnte so ein Mittelweg aussehen? Wertvolle Assets aufgeben, die mittel- und langfristig rapide eine kleinere Rolle einnehmen und einen Wertverlust erfahren werden, um so die Weichen für die Zukunft zu stellen.

J.J. Watt wäre da der Anfang, und diese Personalie sollte Houston eigentlich jetzt vor der Deadline noch angehen. Watt könnte ohne Dead Cap für 2021 getradet werden, was Cap-Einsparungen in Höhe von 17,5 Millionen Dollar einbringen könnte. Und Watt wäre auch am ehesten der Trade-Kandidat, der noch reelles Draft-Kapital einbringen könnte.

Whitney Mercilus könnte ein weiterer Kandidat, David Johnson weiter zu traden sollte auf dem Tisch sein, Benardrick McKinney ist verletzungsbedingt in diesem Jahr kein Thema mehr, sollte aber nach der Saison ein Trade-Kandidat sein.

Houston sollte seine Ressourcen ganz klar auf die Offense fokussieren und um Deshaun Watson herum aufbauen - doch im Moment haben die Texans schlicht kaum Ressourcen.

Simon: Ist mit etwas Glück für die Panthers noch etwas in Richtung Playoffs drin?

Dafür ist die NFC in meinen Augen zu stark. Die NFC West könnte vier legitime Playoff-Anwärter an den Start bringen, zwei weitere haben die Panthers in ihrer eigenen Division, mit den Bucs und Saints. Und dann sind da noch die Chicago Bears, die einfach schon einige Siege gesammelt haben und mit den Packers in der Division Schritt halten.

Aber der generelle Ausblick für Carolina ist überaus positiv, wie bereits bei der oberen Frage angesprochen. Die NFC ist schlicht brutal breit in der Spitze, und letztlich werden vermutlich noch ein bis zwei Teams die Playoffs verpassen, die eine noch bessere Saison spielen als die Panthers selbst.

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