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Tennis - US-Open-Panel: Zverev? Kerber? "Die einzige deutsche Hoffnung heißt Struff"

Daniil Medvedev hat 2019 die meisten Matches auf der Tour gewonnen.

Die Überraschung der US Open wird...

Stefan Petri: Achtung, ich nominiere eine frühere US-Open-Siegerin: Svetlana Kuznetsova! Die Russin hat in New York 2004 gewonnen und ist mittlerweile 34, schlägt aber einen extrem sauberen Ball und hat es faustdick hinter den Ohren - was sie in Cincinnati lieferte, hat mich schwer beeindruckt: Stephens, Pliskova und Barty schlug sie auf dem Weg ins Finale, wo sie knapp gegen Madison Keys verlor. Die Auslosung hat sie in die obere Hälfte gespült, und zwar mit einem potenziellen Zweitrundenmatch gegen Stephens. Ich lehne mich einfach mal weit aus dem Fenster und sage: Kuznetsova erreicht das Viertelfinale gegen Halep, die Siegerin dieses Duells steht am Samstag im Finale. 15 Jahre nach ihrem Sieg wieder im Endspiel - das wäre schon irgendwie poetisch.

Lukas Zahrer: Die langsamen Bedingungen mit einem hohen Absprung kommen David Goffin entgegen. In Cincinnati erreichte er zum ersten Mal ein Masters-Finale. Auch wenn es etwas billig war (kein Match gegen einen Gesetzten - bis zum Endspiel), dieses Turnier gibt ihm Selbstvertrauen. Er geht unter seinem neuen Coach Thomas Johansson jetzt mehr ans Netz. Das tut seinem Spiel deshalb gut, weil seine Grundlinienschläge solide, aber nicht die schnellsten auf der Tour sind. Er wird diesmal zum Stolperstein von Federer im Achtelfinale. Bei den Damen ist Maria Sharapova mein Dark Horse. Sie nimmt Serena gleich in der ersten Runde raus und sorgt für die Sensation des Turniers.

Felix Götz: Mensch, Lukas - ich bin bei dir! Auch ich habe sofort an Goffin gedacht, als es darum ging, einen Überraschungskandidaten zu finden. Was er in Cincinnati gespielt hat, war einfach grandios. Besonders gegen Gasquet im Halbfinale war es einfach unfassbar, wie er den zweiten Aufschlag des Franzosen attackiert hat. Ich traue Goffin tatsächlich ebenfalls zu, Federer aus dem Turnier zu nehmen. Flo wird uns dafür hassen!

Florian Regelmann: Ich nenne Alex de Minaur. Oder wie man auch sagen könnte: Lleyton Hewitt 2.0. Das Gute für alle australischen Tennisfans ist, dass sie eigentlich gar nicht so traurig sein müssen, falls Nick Kyrgios tatsächlich nie sein wahres Potenzial ausschöpfen wird. Denn Australien hat mit de Minaur einen 20-Jährigen, der zwar nicht Kyrgios' Talent hat, ihm dafür aber in puncto Einstellung, Mentalität und Intensität Lichtjahre voraus ist. De Minaur ist gut drauf (siehe Turniersieg in Atlanta) und er befindet sich in einem Teil des Draws, in dem wirklich alles offen ist. Ich tippe, dass sich hier nicht Kei Nishikori (der in dieser Section am höchsten gesetzte Spieler) durchsetzen wird, ich tippe darauf, dass de Minaur im Viertelfinale auf Federer treffen wird.

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