"Darf er nicht ausgewechselt werden?" - Kritik an Gareth Southgate wegen Bayern-Torjäger Harry Kane

Von Falko Blöding
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Der englische Ex-Nationalspieler Gabriel Agbonlahor hat Gareth Southgate dafür kritisiert, dass er Starstürmer Harry Kane während des 1:0-Erfolgs gegen Serbien bei der EM nicht auswechselte.

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Agbonlahor, der einst drei Länderspiele für die Three Lions absolviert und seine Karriere 2018 beendet hatte, sagte in Richtung des englischen Nationaltrainers bei talkSPORT: "Darf Harry Kane nicht ausgewechselt werden? Das Spiel schrie nach jemandem, der tiefe Läufe macht. (Ollie) Watkins oder (Ivan) Toney, besonders Watkins mit seinem Tempo wäre hilfreich gewesen. Er muss auf den Platz."

Agbonlahor mutmaßte auch, dass Southgates Kapitän nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist. "Harry Kane ist nicht zu 100 Prozent fit", so der 37-Jährige. "Er muss nicht jede Minute in jedem Spiel spielen. Diese Wechsel müssen eher passieren."

England untermauerte die Rolle des Mitfavoriten mit einem biederen Auftritt gegen Serbien nicht. Es gelangen nur fünf Torschüsse, einen davon setzte Kane an die Latte unter Mithilfe des serbischen Keepers Predrag Rajkovic an die Latte. Zudem hatte er nur wenige Ballkontakte.

Agbonlahor forderte: "Man schaut das Spiel und mag denken: 'Wir brauchen nicht wechseln, wir liegen ja vorne.' Aber Top-Trainer nehmen diese Auswechslungen vor und warten nicht darauf, dass der Gegner trifft." Auch den enttäuschenden ManCity-Star Phil Foden hätte er an Southgates Stelle runtergenommen und Newcastles Anthony Gordon dafür gebracht.

Kane ist Englands Rekordtorschütze, in 92 Länderspielen markierte der 30-Jährige 63 Treffer. Hinter ihm liegt eine starke Debütsaison beim FC Bayern: 44 Tore gelangen ihm in 45 Partien für den deutschen Rekordmeister.

Am Donnerstag steht für die Engländer das zweite Spiel der Gruppenphase auf dem Programm. Der Gegner in Frankfurt heißt dann Dänemark.