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Fussball

Rassistische Beleidigungen nach EM-Finale: Mings wirft Innenministerin Patel Heuchelei vor

Von Jonas Rütten
Der englische Nationalspieler Tyrone Mings hat Innenministerin Priti Patel Heuchelei und inkonsistentes Verhalten beim Thema Rassismus vorgeworfen

Der englische Nationalspieler Tyrone Mings hat Innenministerin Priti Patel nach ihrer Verurteilung der rassistischen Beleidigungen gegen Jadon Sancho, Bukayo Saka und Marcus Rashford nach dem EM-Finale Heuchelei und inkonstantes Verhalten beim Thema Rassismus vorgeworfen.

"Man kann nicht zu Beginn des Turniers das Feuer schüren, in dem man unsere Anti-Rassismus-Botschaft als 'Symbolpolitik' bezeichnet und dann vorgeben, angeekelt zu sein, wenn genau das passiert, wogegen wir uns einsetzen", schrieb Mings in einem Beitrag auf Twitter.

Die konservative Politikerin Patel hatte ebenso wie Premierminister Boris Johnson den Kniefall der englischen Nationalspieler, der sich als Geste der "Black Lives Matter"-Bewegung aus den USA gegen Rassismus auch in Europa verbreitet hatte, als "Symbolpolitik" bezeichnet und gar Verständnis dafür geäußert, wenn Menschen die Kniefälle von Fußballern vor dem Anpfiff von Fußballspielen kritisierten.

Premier Johnson hatte nach erneuten Buhrufen von Zuschauern gegen die Protestaktion der Three Lions vor dem 1:0-Sieg bei der EM-Generalprobe am vergangenen Sonntag in Middlesbrough gegen Rumänien den Spielern bezüglich des Kniefalls sogar die Rückendeckung verweigert.

Sowohl Johnson als auch Patel hatten die schlimmen rassistischen Beschimpfungen im Netz gegen Rashford, Saka und Sancho nach deren Fehlschüssen im Elfmeterschießen nun scharf verurteilt.

Gary Neville attackiert Premierminister Johnson

"Ich bin angewidert, dass englische Nationalspieler, die diesem Land in diesem Sommer so viel gegeben haben, auf solch üble Weise rassistisch beleidigt werden. Das hat in unserem Land keinen Platz und ich unterstütze die Polizei darin, die Verantwortlichen zu fassen", teilte Pattel via Twitter am Montag mit. Ähnliches hatte auch Johnson verlauten lassen. Die Spieler seien Helden und dürften keineswegs Opfer solch übler Beschimpfungen sein.

Auch dem Premierminister wurde diesbezüglich von prominenter Seite Heuchelei vorgeworfen. Ex-Nationalspieler Gary Neville warf Johnson vor, etwaiges rassistisches Verhalten durch seine Verweigerung der Unterstützung für die Nationalspieler beim Kniefall gefördert zu haben.

 

 

 

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