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NBA - 5 Fragen zum Playoff-Aus der Philadelphia 76ers: Die Zeit der Ausreden ist vorbei

Zum vierten Mal in Folge haben es Joel Embiid und die Sixers nicht in die Conference Finals geschafft.

Statt vom Titel zu träumen ist in Philadelphia Resignation angesagt. Erneut haben es die Sixers nicht in die Conference Finals geschafft, die Schuldigen haben die Fans schnell ausgemacht. Doch wie geht es in Philly nun im Sommer weiter?

Wie kam es zum erneuten Sixers-Debakel in den Playoffs?

Als vor etwas weniger als einem Jahr das Bubble-Abenteuer der Sixers mit einem Sweep gegen die Boston Celtics in der ersten Playoff-Runde desaströs endete, leiteten die Bosse in der Stadt der Brüderlichen Liebe einen Umbruch ein. Daryl Morey wurde als neuer starker Mann ins Front Office geholt, Doc Rivers übernahm an der Seitenlinie. Der Kern auf dem Court blieb aber der gleiche. Die Verantwortung, erstmals seit 1983 einen Titel nach Philly zu holen, lag weiterhin bei Joel Embiid und Ben Simmons.

Das Star-Duo schien das Vertrauen in der regulären Saison zurückzugeben. Simmons landete in der Wahl des Defensive Player of the Year auf Platz zwei, Embiid katapultierte sich mit 28,5 Punkten und 10,6 Rebounds im Schnitt ebenfalls auf den zweiten Platz im MVP-Voting. In der Offseason hatte Morey zudem an einzelnen Stellschrauben gedreht, die sich in Person von Seth Curry oder Danny Green bezahlt machten.

Die Belohnung war eine dominante reguläre Saison, der erste Platz in der Eastern Conference sowie ein scheinbar vorgezeichneter Weg in die Conference Finals. Während sich die Brooklyn Nets und Milwaukee Bucks in der zweiten Playoff-Runde im direkten Duell bekriegten, spazierte Philadelphia zunächst in fünf Spielen über die Wizards hinweg, um dann die jungen Hawks um Trae Young auf dem Weg in die Ost-Finals in ihre Schranken zu weisen. So zumindest der Plan.

Nach der Auftaktpleite in der Serie gegen Atlanta rehabilitierte sich Philly zunächst und ging mit 2-1 in Front. Im Anschluss verpassten es die Sixers aber mehrmals und auf verheerende Art und Weise, die Kontrolle über die Serie zu erlangen. In Spiel 4 schenkten Embiid und Co. eine 18-Punkte-Führung her, in Spiel 5 einen 26-Punkte-Vorsprung. Immerhin erzwangen die Sixers noch ein Spiel 7, das ging dann allerdings im heimischen Wells Fargo Center verloren. Statt mit Champagnerduschen endete die Sixers-Saison mit Buh-Rufen der eigenen Fans.

Dass Embiid mit einem Meniskusriss angeschlagen war, half Philadelphia nicht. Ebenso wenig der Ausfall von Green. Doch der Center stellte mehrfach unter Beweis, dass er trotz der Verletzung starke Leistungen abrufen konnte. Das war bei den fitten Teamkollegen und vor allem den Co-Stars Simmons und Tobias Harris nicht der Fall.

Vergangene Saison in der Bubble konnte Philly noch auf das verletzungsbedingte Aus von Simmons verweisen, im Jahr zuvor brauchte es schon einen legendären Buzzer-Beater in Spiel 7 von Kawhi Leonard, um die Sixers zu schlagen. 2018 fehlte in den ersten Playoffs nach dem "Process" die Erfahrung. 2021 habe sich dagegen angefühlt, "als sei das unser Jahr", sagte Embiid. Das war es nicht. Für das peinliche Ende einer so vielversprechenden Saison gibt es nun aber keine Ausreden mehr.

Sixers vs. Hawks: Die Serie im Überblick

SpielDatumHeimAuswärtsErgebnis
16. JuniSixersHawks124:128
29. JuniSixersHawks118:102
312. JuniHawksSixers111:127
415. JuniHawksSixers103:100
517. JuniSixersHawks106:109
619. JuniHawksSixers99:104
721. JuniSixersHawks96:103
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