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NBA Dropping Dimes - die SPOX-Awards für den Monat Februar: Der Absturz des Königs und der okayste Dunk des Jahres

Dropping Dimes ist zurück! Im Februar blickt SPOX in allerbester Magic-Johnson-Manier auf ein unfassbar enges MVP-Rennen um LeBron James, Luka Doncic und Damian Lillard.
© getty

MVP des Monats: Luka Doncic

Das MVP-Rennen in diesem Monat ist unfassbar eng. So eng, dass sich Magic Johnson Mitte Februar gezwungen sah, gleich 14 (!) Spieler, immerhin unterteilt in zwei Kategorien, als MVP-Kandidaten zu benennen. Wer die Twitter-Künste der Lakers-Legende kennt, der weiß, dass Magic wahrscheinlich stark mit sich ringen musste, um sich überhaupt auf 14 Namen zu beschränken.

Zur Erinnerung: Wir schauen an dieser Stelle nur auf die Leistungen im Februar, was davor in der Saison geschah, blenden wir soweit möglich aus. Und das bedeutet, dass Magics Kandidat Nummer eins in seinem ersten Tier, LeBron James, bei uns bis auf Platz fünf fällt. Sein Start in den Monat war sicherlich elitär, doch die Niederlagenserie ohne den verletzten Anthony Davis sowie ein Einbruch bei der Dreierquote (27,0 Prozent im Februar zu 42,9 Prozent im Januar) resultieren in einem "Absturz" des 36-Jährigen.

Die Konkurrenz an der Tabellenspitze, vornehmlich die Jazz, überzeugten derweil mit einer hervorragenden Teamleistung. Ein einzelner MVP ist hier nur schwer auszumachen und für ein MVP-Team im Hawks-Style reicht 12-2 ganz knapp nicht. Die beiden anderen Spitzenteams des Monats, die Phoenix Suns (12-3) und die Brooklyn Nets (9-4), konnten sich auf bärenstarke Duos verlassen, wobei James Harden sicherlich noch einmal besonders hervorstach.

Bärenstarkes Duo lässt sich über die Dallas Mavericks nur bedingt sagen. Kristaps Porzingis verpasste zuletzt einige Partien und war auch zuvor nicht konstant. Luka Doncic legte derweil überragende individuelle Zahlen auf, begeisterte mit Gamewinnern (zum Beispiel gegen die Celtics) und führte Dallas immerhin zu einer 8-4 Bilanz. Damit setzt er sich hauchdünn gegen die starke MVP-Konkurrenz durch.

Ärgster Verfolger war auch im Februar Embiid, der aber immerhin mit Harris sowie dem erstarkten Simmons auf zwei 20-Punkte-Scorer neben sich zurückgreifen konnte. Über die gesamte Saison gesehen ist er zum jetzigen Zeitpunkt dennoch der MVP-Favorit. Zusätzlich bekommen Damian Lillard, der die Blazers im Alleingang zu einer zwischenzeitlichen Sechs-Spiele-Siegesserie führte, Stephen Curry, zweitbester Scorer des Monats bei 5,4 verwandelten Dreiern pro Partie, und Nikola Jokic, der mit den Nuggets trotz Fast-Triple-Double im Schnitt nur bei 6-7 im Februar steht, noch ein wenig Liebe. Aber Schluss jetzt, bevor wir auch bei 14 Namen ankommen.

Runner-Up: Joel Embiid, Luka Doncic, Damian Lillard, LeBron James

MVP-Kandidaten im Februar: Die Stats von Doncic, Embiid, Curry, Lillard und LeBron

NameG / MINPunkteReboundsAssistsFG%3FG%
Luka Doncic12 / 35,930,37,18,348,643,5
Joel Embiid12 / 34,732,311,53,849,242,9
Stephen Curry14 / 34,832,15,46,849,841,9
Damian Lillard13 / 35,430,13,89,143,436,9
LeBron James14 / 36,325,98,68,452,027,0

Rookie des Monats: LaMelo Ball

Im zweiten Saisonmonat übernimmt LaMelo Ball das Zepter als ROTM. Auch Tyrese Haliburton lieferte erneut einen starken Monat ab, auch die Quoten sind im Vergleich zum Hornets-Guard einen Tick besser. Doch mit Balls 34-Punkte-Explosion gegen die Jazz oder seinen sieben Dreiern gegen Houston kann der Kings-Guard nicht mithalten.

LaMelo kommt nach kurzen Anlaufschwierigkeiten mittlerweile richtig gut zurecht. Im Februar legte er im Schnitt 20,1 Punkte (Bestwert unter den Rookies in diesem Monat bei 45,2 Prozent FG und 40,7 Prozent Dreierquote), 6,7 Assists sowie 6,2 Rebounds bei 3,3 Ballverlusten pro Spiel auf. Und das in 13 Partien als Starter.

Bei Ball schwingt zusätzlich das Spektakel mit, vor allem mit Miles Bridges passt die Chemie schon jetzt hervorragend. Selbst Air BnB sprang auf den Hype-Zug auf und schlug den eigenen Unternehmensnamen als Spitznamen für die Alley-Oop-Maschinerie vor. Mehr zur Magie von LaMelo gibt es übrigens hier.

Runner-Up: Tyrese Haliburton, Anthony Edwards, Saddiq Bey

Panne des Monats: Draymond Green

"Das war das klügste dumme Play der Geschichte ... an sich ein sehr kluges Play. Aber es endete halt unfassbar dumm." Treffender hätte Draymond Green die Situation nicht beschreiben können. Etwa acht Sekunden waren im Krimi der Warriors gegen die Spurs noch zu spielen, Ballbesitz Golden State bei -3. Für ein Team, das Stephen Curry seinen Point Guard nennt, klingt das machbar.

Doch die Spurs verhinderten den Einwurf zu Steph, stattdessen landete der Ball in den Händen von Green fast auf Höhe der Mittellinie. Beim 30-Jährigen drehte offensichtlich der innere Curry durch, er drückte sofort ab - klang, nothing but Brett! Rebound Spurs, Freiwürfe Spurs, Sieg Spurs.

Was tatsächlich unfassbar dumm aussah, schien sich durch Greens Hoffnung auf ein Foul zu erklären. In dem Fall wäre die Aktion relativ klug gewesen, dumm nur, dass die Spurs in solchen Situationen so gut wie nie foulen. Derrick White zog rechtzeitig seine Hand weg, Green stand ganz blöd da. Immerhin hat er aus der Sache gelernt: Vor kurzem verweigerte er einen weit offenen Triple und passte stattdessen zu einem eng verteidigten Curry in der Ecke. Der traf natürlich.

Ach ja, eine Sache noch: Hoffentlich ist LeBrons Schauspielerei in Space Jam 2 besser als auf dem Parkett.

Runner-Up: Diallo-Goaltending beim Halfcourt-Buzzer-Beater, Flops, Flops, und noch mehr Flops, Nuggets-Fastbreak des Grauens

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