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NBA - Triangle Offense zum Saisonstart mit FCBB-Star Wade Baldwin: "Es wird ein Blutbad an der East Coast"

Selbst nach einer sehr aktiven Offseason wartet auf die Milwaukee Bucks in der Eastern Conference eine schwere Aufgabe.
© getty

Die Bucks schaffen es erneut nicht in die Finals

Baldwin: Der Osten wird dieses Jahr so anspruchsvoll werden wie noch nie, seit ich am Leben bin. Die Eastern Conference war im Vergleich zum Westen immer schwächer, dieses Jahr ist das anders. Es sind ziemlich viele Stars im Osten. Miami wird ein Team sein, das wieder oben mitspielt. Aber die Bucks sind ebenso stark. Sie haben Jrue Holiday geholt - mein persönlicher Lieblings-Guard in der NBA - und haben immer noch den zweimaligen MVP. Jetzt müssen sie nur noch richtig klicken und den Job erledigen.

Jakob: Ich stimme zu, der Trade für Holiday war trotz der Masse an Picks, die dafür an die Pelicans wanderten, ein Upgrade. Nachdem Giannis wenige Wochen später auch noch seinen Vertrag verlängert hat, werden diese Picks ohnehin in den kommenden fünf Jahren eher gegen Ende der ersten Runde herauskommen. Und dennoch traue ich den Philadelphia 76ers zu, Giannis und Co. in den Playoffs ein Bein zu stellen. Die Schwächen in der Vorsaison waren offensichtlich, Daryl Morey ist zur Tür reingekommen und hat innerhalb von wenigen Wochen alle so gut es ging ausradiert. Die Verträge von Al Horford und Josh Richardson sind weg, dafür deutlich mehr Shooting und ein neuer Head Coach da. Davon werden Ben Simmons und Joel Embiid profitieren - und die Sixers werden zur echten Gefahr im Osten.

Arndt: Es ist schon interessant, wie sich die Stimmung rund um die Sixers gewendet hat. Die Offseason war in der Tat stark, aber diese komprimierte Saison kommt einem Embiid-Team nicht wirklich entgegen, Stichwort: Gesundheit. Ich habe noch immer Fragezeichen, wer außer Simmons wirklich kreieren kann, da nehme ich für den Moment lieber die Bucks, die zwar nicht mehr die Tiefe der vergangenen Jahre haben, dafür aber in Qualität an der Spitze investiert haben. Meine Hoffnung ist, dass Budenholzer jetzt gezwungen ist, seine Starter zu melken. Zumindest in den Playoffs, in der Regular Season wird die etwas schwächer besetzte Bank weiter ausreichen. Mit Holiday haben sie nun auch noch eine weitere Option, die spät für sich selbst kreieren kann, woran Eric Bledsoe drei Jahre in Folge gescheitert ist. Ich habe auch Vertrauen, dass Antetokounmpo einen weiteren Sprung in Sachen Übersicht macht und vielleicht auch seine Freiwurfquote etwas hochschrauben kann. Miami war ein denkbar ungünstiges Matchup, diese Saison wird aber das Jahr der Bucks!

Jakob: Apropos Miami. Ich glaube nicht, dass die Finals-Teilnahme nur ein Ausrutscher begünstigt durch die Bubble-Umstände war. Coach Erik Spoelstra ist einer der besten seines Fachs, Bam Adebayo hat das Potenzial, im Rennen um den Award als Defensive Player of the Year mitzumischen - nicht nur aufgrund seiner eigenen hervorragenden Anlagen, sondern auch, weil die Team-Defense zur Ligaspitze gehören wird -, dazu ist Goran Dragic wieder fit, Tyler Herro kann den nächsten Schritt machen und Jimmy Butler ist Jimmy Butler. Du hast das schlechte Matchup angesprochen, das droht den Bucks in den Playoffs erneut.

Baldwin: Es ist ein enges Rennen zwischen Toronto, Brooklyn, Miami, Boston, den Bucks und vielleicht sogar den Wizards. Diese Teams werden um die Krone kämpfen. Es wird ein Blutbad an der East Coast.

Arndt: Die Wizards sehe ich zwar in dieser Diskussion nicht, aber es hat sich etwas getan im Osten. Da reicht schon folgendes Gedankenspiel: Aus dem Sextett Milwaukee, Miami, Boston, Brooklyn, Toronto und Philadelphia werden zwei Teams nicht die erste Runde überstehen! Das ist schon eine Ansage.

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