NHL

Ehrhoff bringt Kings auf Siegerstraße

Von SPOX
Christian Ehrhoff erzielte den 1:2-Anschluss für seine Kings
© getty

Christian Ehrhoff bringt seine Kings gegen Columbus zurück ins Spiel. Dallas verspielt fast eine 4:0-Führung und die Erfolgsserie von Patrick Kane hält weiter an. Außerdem: Die Islanders haben das Verlieren verlernt.

New York Islanders (16-8-5, 37 Pts) - Philadelphia Flyers (11-11-6, 28 Pts) 4:3 SO BOXSCORE

Die New York Islanders sind weiter am Rollen, auch wenn die Vorstellung gegen die Flyers sicher nicht als Fabelleistung in die Geschichtsbücher eingehen wird. So hatte Goalie Jaroslav Halak einiges zu tun und musste 43 Saves beitragen, um den Shootout-Sieg über Philly einzutüten.

Dennoch war der Slowake zum Ende des Spiels nicht gänzlich unzufrieden: "Das sind offensichtlich zwei dicke Punkte für uns, aber wir müssen grundsätzlich besser spielen." Den letztendlichen Punch setzte Kyle Okposo, nachdem Frans Nielsen bereits zwei Treffer in der regulären Spielzeit für sein Team aufgelegt hatte.

Die Flyers gingen umso wütender vom Eis, da sie mit 46 Schüssen auf den Kasten der Islanders die zweithöchste Quote der Saison aufgelegt hatten und ihrerseits drei Treffer bis zum Shootout untergebracht hatten: "Wir hätten einen anderen Ausgang verdient gehabt", ärgerte sich Coach Dave Hakstol: "Jeder hat sich bewegt, gekämpft und mit einer großen Intensität gespielt. Das ist eigentlich eine gute Formel."

Für New York ist es nun die erfolgreichste Siegesserie (6-0-2) seit April 2013, als man bei 8-0-3 stand: "Wir haben uns da durchgefightet, wir haben einen Weg für uns gefunden", erklärte Coach Jack Capuano: "Wenn du in solch engen Spielen steckst, musst du immer eine Antwort parat haben. Wir standen auch schon auf der anderen Seite. Das sind schöne zwei Punkte."

Columbus Blue Jackets (11-16-2, 24 Pts) - Los Angeles Kings 2:3 (18-8-1, 37 Pts) OT BOXSCORE

Diesen Abend werden die Blue Jackets sicher so schnell wie möglich vergessen wollen. Warum? Das lässt sich fix zusammenfassen: Goalie weg, Führung weg, Sieg weg! Columbus war bereits mit 2:0 in Front und steuerten 90 Sekunden vor Schluss mit 2:1 immer noch auf einen Sieg zu. Einige Minuten zuvor war jedoch der sensationell aufgelegte Sergei Bobrovsky (34 Saves) mit einer noch unbekannten Verletzung vom Eis gegangen.

"Ich sag Euch gerne, welchen Einfluss Bob [Bobrovsky] hat! Wir haben keine Chance ohne ihn", sprach BJ-Coach John Tortorella nach dem Spiel: "Wir sind ohne ihn nicht mal annähernd an einem Sieg dran. Wir hätten bereits vier oder fünf Tore hinten liegen müssen - aber es gab eben noch Bob!"

Ersatz Curtis McElhinney spielte sicher nicht sein schlechtestes Hockey, konnte aber den Ausgleich zur Verlängerung nicht verhindern. Für die druckvollen Kings nicht unverdient, war man doch die gesamte Partie über das besser Team, konnte aber erst in Person von DEB-Nationalspieler Christian Ehrhoff im zweiten Abschnitt den Puck das erste Mal im Columbus-Tor unterbringen.

In der Verlängerung zeigten sich die Kings abgeklärter, ließen den Puck durch die eigenen Reihen wandern. Dann, 27 Sekunden vor dem Shootout, bediente Dustin Brown Kollege Nick Shore auf der linken Seite, der die Scheibe an Alec Martinez weitergab - der finale Todesstoß für die Blue Jackets. Martinez ärgerte sich trotzdem über den Verlauf: "Wir müssen unseren Chancen einfach besser nutzen. Mensch, wäre ich angefressen gewesen, hätten wir das Spiel nicht gewonnen."

Chicago Blackhawks (15-9-4, 34 Pts) - Nashville Predators (14-9-5, 33 Pts) 4:1 BOXSCORE

Und weiter geht der beeindruckende Lauf von Patrick Kane. Nur musste er sich zum zweiten Mal hintereinander bis zum Ende des Spiels gedulden, bis ihm ein Scorerpunkt gelingen wollte. Es war dann aber auch nicht die schwierigste Übung.

Mit noch 1:36 Minuten auf der Uhr erzielte der 27-Jährige ein Empty-Net-Goal und verlängerte seine Erfolgsserie auf inzwischen 23 Spiele mit einem erfolgreichen Eintrag im Scoresheet.

Dabei feuerte Kane den Puck ins Netz der Predators, als Nashville Pekka Rinne aus dem Kasten nahm. "Ich habe bis zum Ende der Partie nicht wirklich daran gedacht, aber dann hörst Du die Fans, während Du noch mal aufs Eis gehst und merkst, dass die Zuschauer auf etwas warten - schließlich suchst Du natürlich selber nach dem Erfolgserlebnis", freute sich Kane nach dem zweiten Sieg der Blackhawks in Folge.

"Es freut mich, dass er seine Serie ausbauen konnte", erklärte Coach Joel Quenneville: "Aber das war ein durchschnittlicher Abend für ihn, die Nächte zuvor waren deutlich wichtiger. Heute war es einfach 'Buisness as usual'." Abgesehen von Kane stand bei Chicago noch Corey Crawford im Mittelpunkt, der 37 Saves beisteuerte und die engagierte Offensivleistung der Predators im Keim erstickte.

Dallas Stars (21-5-2, 44 Pts) - Carolina Hurricanes (10-14-4, 24 Pts) 6:5 BOXSCORE

Das war einer dieser Abende, der leicht erklärt, warum sich die Stars im Sommer Patrick Sharp vom aktuellen Stanley-Cup-Champion aus Chicago geangelt haben. Mit noch 19 Sekunden auf der Uhr kam der Left Wing auf der rechten Seite im Powerplay an den Puck. Ein kurzer Blick Richtung Hurricanes-Goalie Eddie Lack, ein strammer Schuss - und das Gummi rauschte an Freund und Feind vorbei, mitten ins Glück der Stars.

"Er hat schon so viele Spiele in einen Sieg verwandelt. Gerade in großen Spielen packt Sharp in den letzten Minuten noch mal eine Schippe drauf", zeigte sich Stars-Coach Lindy Ruff begeistert: "Aus irgendeinem Grund, scheinen diese Jungs ein absolutes Selbstverständnis zu besitzen, wenn sie zum Schluss den Puck vor den Schläger bekommen."

Doch die ganze Aufregung hätte eigentlich gar nicht sein müssen. Dallas stand nach dem ersten Durchgang bereits bei einem entspannten 4:0, kontrollierte das Geschehen und zwang Carolina schlussendlich zu einem Goalie-Wechsel. Selbst den kurzfristigen Anschlusstreffer im zweiten Drittel beantworteten die Texaner mit einem weiteren Tor.

Der letzte Abschnitt verkam allerdings zum Sturmlauf der Hurricanes. Innerhalb von 15 Minuten schleuderte der Vier-Mann-Angriff von Carolina einen Puck nach dem anderen in Netz von Kari Lehtonen, der zuvor ein anständige Partie abgeliefert hatte, die letzten Minuten aber aus der Box beobachten musste.

"Lehtonen hat beim letzten Treffer den Puck einfach nicht gesehen, vielleicht war er auch ein bisschen verunsichert, weil zuvor im Powerplay eine Entscheidung gegen ihn gepfiffen wurde. Da hätte ich schon früher reagieren und ihn vielleicht ein Tor früher rausnehmen müssen", entschuldige sich Ruff bei seinem angefressenen Goalie, der sich schließlich trotzdem über einen Sieg freuen konnte.

Calgary Flames (11-14-2, 24 Pts) - San Jose Sharks (14-13-0, 28 Pts) 4:2 BOXSCORE

Washington Capitals (19-5-2, 40 Pts) - Detroit Red Wings (15-8-5, 35 Pts) 3:2 SO BOXSCORE

Toronto Maple Leafs (10-13-5, 25 Pts) - New Jersey Devis (14-10-4, 32 Pts) 3:2 SO BOXSCORE

Florida Panthers (13-11-4, 30 Pts) - Ottawa Senators 2:4 (15-8-5, 35 Pts) BOXSCORE

St. Louis Blues (16-8-4, 36 Pts) - Arizona Coyotes (13-14-1, 27 Pts) 4:1 BOXSCORE

Die NHL im Überblick

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