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NFL

NFL Mailbag: Mock Draft? Ein erster Blick auf den Draft 2022

SPOX-Redakteur Adrian Franke beantwortet eure Fragen zu Woche 13 in der NFL.

Wie könnte die Top-10 im kommenden Draft aussehen? Welches Team hat bisher die beste Rookie-Klasse zu bieten? Und könnte Gardner Minshew ein Starter sein?

Außerdem: Wer soll sich den finalen Playoff-Platz in der NFC holen? Und was fehlt den Bengals zum Topteam?

SPOX-Redakteur Adrian Franke beantwortet eure Fragen nach Woche 13, wie gewohnt auch mit einigen zusätzlichen Fragen im Video-Mailbag.

Mailbag: Welches Team hat die beste Rookie-Klasse?

Michael Mertens: Welches Team hat für dich bisher die Rookie-Klasse, die am besten gespielt hat in dieser Saison?

Ich habe es mal auf drei Teams begrenzt, die Grenzen sind hier selbstredend sehr fließend. Aber ein paar Favoriten fallen dann doch auf.

Denver Broncos (wichtigste Picks: CB Patrick Surtain, RB Javonte Williams, OL Quinn Meinerz): Natürlich wird die Quarterback-Thematik immer über dieser Draft-Klasse schweben - zumindest falls Mac Jones' Entwicklung in New England so weitergeht, und erst recht falls Justin Fields Jones sogar noch überholt.

Aber darum soll es hier nicht gehen, und die Spieler, die Denver gedraftet hat, haben bisher kräftig eingeschlagen. Surtain spielt wie ein Nummer-1-Corner und hat bisher bei 65 (!) Targets nur 34 Catches zugelassen, bei vier Picks und sechs Pass-Breakups laut PFF. Williams ist genau der Kontakt-Bulldozer, der er im College war und Quinn Meinerz startet seit drei Wochen in der Line, wobei seine Physis vor allem im Run Game zu sehen war.

In der zweiten und dritten Reihe haben Defense-Rookies wie Baron Browning und vor allem Caden Sterns in limitierter Einsatzzeit einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Denver wird sich vermutlich noch eine Weile mit der Quarterback-Frage aus diesem Draft quälen lassen müssen, aber die Klasse für sich betrachtet sieht sehr gut aus.

Miami Dolphins (Jaylen Waddle, Jaelan Phillips, Jevon Holland): Die Dolphins - die natürlich auch sehr viel Kapital hatten - sind ein heißer Anwärter auf die bislang auffälligste Draft-Klasse. Waddle ist ein echter Difference-Maker, insbesondere mit Blick darauf, wie limitiert die Offenses dieses Jahr ist, ist der Speedster das einzige Element, welches diese Offense halbwegs konkurrenzfähig macht. Waddle hat den Deep-Speed, aber die Dolphins setzen ihn auch sehr gut in der Kurzpass-RPO-Offense ein, wo er Yards nach dem Catch machen kann.

Safety Jevon Holland spielt eine exzellente Saison, er ist einer der besten Defense-Rookies ligaweit in dieser Saison und mit seiner Flexibilität passt er auch ideal in Flores' Defense. Phillips hat eine gewisse Anlaufphase gebraucht, mittlerweile ist er fester Bestandteil des Pass-Rushs und steht bei 36 Quarterback-Pressures, davon 19 in den letzten fünf Spielen. Zweitrunden-O-Liner Liam Eichenberg wackelt so wie die gesamte Line, hatte aber definitiv auch schon einige Ausreißer-Spiele nach oben.

Philadelphia Eagles (DeVonta Smith, Landon Dickerson, Kenneth Gainwell): Smith ist alles, was sich die Eagles - die mit dem Downtrade eine gute Strategie gefahren sind und letztlich für ihre Geduld belohnt wurden - von diesem Pick erhoffen konnten. Ein spektakulärer Route-Runner, führt die Eagles mit weitem Abstand in Targets (80) sowie auch in Catches (50) und Receicing-Yards (701) an.

Dickerson derweil ist fester Bestandteil in der Starting-O-Line und seine Physis macht sich insbesondere im Run Game mehr und mehr bemerkbar. Gainwell gibt den Eagles ein explosives Receiving-Element aus dem Backfield und zuletzt gegen die Jets durfte er diese Explosivität auch im Run Game zeigen.

Dahinter hat Milton Williams als situativer Pass-Rusher seinen Rookie-Platz gefunden, genau wie Tarron Jackson. Die Eagles haben vielleicht am Ende abgesehen von Smith keine echten Difference-Maker in dieser Klasse, aber eine spannende Tiefe und potenziell mehrere Starter auf beiden Seiten des Balls gefunden.

Natürlich gäbe es hier noch weitere Optionen. Die Patriots haben mit Mac Jones den bisherigen Quarterback-Glücksgriff gelandet, Christian Barmore ist fester Bestandteil der D-Line- und Rhamondre Stevenson der Backfield-Rotation. Wäre Positional Value hier berücksichtigt, wäre New England allein durch Jones definitiv mit in der Liste. New England wäre, hätte ich das hier geranked, eine Art "3b".

Kansas City ist auch ein klarer Kandidat, angeführt von den herausragend spielenden Starting-O-Linern Creed Humphrey und Trey Smith wird mit dem bisherigen Impact seiner Rookie-Klasse sehr zufrieden sein. Die Chargers wären vermutlich in dieser Liste, wenn sich Asante Samuel nicht verletzt hätte. Tackle Rashawn Slater ist ein echtes Pfund, Samuel hatte bis zur Verletzung einen sehr guten Start, und mit Sechstrunden-Back Larry Rountree und Receiver Josh Palmer haben die Chargers sofortige Rotationsspieler gefunden.

Die Raiders suchen noch nach der richtigen Rolle für Alex Leatherwood, aber Trevon Moehrig und Nate Hobbs sind klare Stützen einer deutlich verbesserten Defense. Die Giants haben mit Kadarius Toney und Azeez Ojulari zwei perspektivisch klare Starter gelandet, Drittrunden-Corner Aaron Robinson könnte auch bald mehr Spielzeit erhalten.

Video-Mailbag: Hat Gardner Minshew Starter-Qualitäten?

Gardner Minshew lieferte in Vertretung für Jalen Hurts eine gute Partie gegen die Jets ab - könnte er eine Starter-Option sein? Womöglich auch für ein anderes Team?

Haben wir die Miami Dolphins unterschätzt? Müssen wir uns um Lamar Jackson Sorgen machen? Und was verrät uns Shanahans Vorgehensweise über die Quarterback-Situation in San Francisco?

Die Antworten gibt's im Video-Mailbag zu Woche 13.

Matthias: Wie sehr muss man sich - gerade Richtung Playoffs - Sorgen um die Cardinals-Run-Defense machen?

Arizona hat dieses Jahr ganz klar gezeigt, wie gut diese Defense aufeinander abgestimmt ist, wie gut die Kommunikation funktioniert, wie sicher die Defense auftritt - gegen den Pass. Das ist eindrucksvoll, vor allem weil Arizona weder einen Elite-Pass-Rush, noch eine spektakuläre Cornerback-Gruppe hat.

Gegen den Run ziehen sich Probleme durch die gesamte Saison. Das fiel in den meisten Spielen - Minnesota vielleicht am ehesten ausgenommen - nur phasenweise auf, weil Arizonas Offense genug punktete und die Defense den Pass gut stoppte, sodass Gegner nicht konstant beim Run Game bleiben konnten.

Aber wir kommen letztlich auf den Matchup-Faktor zurück, der die Playoffs irgendwo immer prägt. Sagen wir, Arizona bekommt den Nummer-2-Seed und muss in der Wildcard-Runde gegen die Vikings ran. Würde es mich wundern, wenn dieses Matchup den Cardinals größere Probleme bereiten würde als zum Beispiel die Cowboys in der Divisional-Runde? Nein. Auch wenn Dallas auf dem Papier natürlich das stärkere Team hat.

Unter dem Strich würde ich es so sagen: Wenn die Run-Defense Arizonas größtes Problem in den Playoffs sein sollte, sehe ich das Team immer noch in einer guten Ausgangslage, einfach weil die Cardinals dann immer noch Spiele und den Stil eines Spiels mit ihrer eigenen Offense bestimmen können.

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