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NBA

NBA Power Ranking im Dezember: Kemba war nicht das einzige Problem der Knicks

Die Degradierung von Kemba Walker hatte bei den New York Knicks nicht das gewünschte Resultat.
© getty

Zwei Monate sind in der NBA absolviert, wir stehen kurz vor dem ersten großen Feiertag der Saison. Folglich ist es mal wieder höchste Zeit für ein Power Ranking! NBA-Ressortleiter Ole Frerks blickt auf alle 30 Teams und ordnet sie ein.

Die Statistiken in diesem Artikel kommen von nba.com/stats, Cleaning the Glass und basketball-reference.com. Das "Offensiv-Rating" bezeichnet die Anzahl der erzielten Punkte pro 100 Ballbesitze, "Defensiv-Rating" die Anzahl der kassierten Punkte pro 100 Ballbesitze. "Net-Rating" rechnet beides gegeneinander auf.

Hier geht's zum letzten Ranking.

Von Platz 28 auf 30: Detroit Pistons (4-22)

Net-Rating: -12 (Platz 30)

Cade Cunningham kommt langsam besser in Tritt, das ist die wichtigste Entwicklung in Detroit. Seine Zahlen könnten dabei schon besser aussehen, wenn seine Teamkollegen offene Würfe treffen würden - tun sie aber selten. Kelly Olynyk fehlt! Detroit stellt nicht aus Zufall die schlechteste Offensive der Liga. Vielleicht kommt via Draft ja jemand, der Cades Anspiele verwerten kann. Wird bis dahin noch der eine oder andere Veteran abgegeben? Jerami Grant steht trotz seiner Verletzung angeblich bei etlichen Teams hoch im Kurs.

Von Platz 27 auf 29: Orlando Magic (5-24)

Net-Rating: -11,3 (Platz 29)

Nach dem ordentlichen Saisonstart ist mittlerweile die Realität eingekehrt, von den letzten 18 Spielen wurden bloß zwei gewonnen. Dabei hat die designierte Starting Five immer noch ein Net-Rating von +11,2, die Bank ist jedoch fürchterlich - und mittlerweile fehlt auch noch Jalen Suggs. Immerhin: Cole Anthony bleibt eine der Überraschungen der Saison und Franz Wagner einer der besten Rookies. Der Deutsche durfte zuletzt oft als Playmaker der Second Unit fungieren und zeigt konstant Scoring-Fähigkeiten, mit denen so nicht zu rechnen war.

Von Platz 25 auf 28: OKC Thunder (8-19)

Net-Rating: -10,1 (Platz 28)

Die zwischenzeitliche Siegesserie von vier Spielen ist lange her, seitdem folgten nur noch drei Siege bei 13 Niederlagen. OKC ist offensiv kaum besser als Detroit, hat im Gegensatz zu den Pistons aber eine solide Bilanz in engen Spielen (7-7) und steht deshalb etwas besser da. Für einen Run in Richtung des Play-In-Turniers besteht jedoch auch im schwachen Westen keine Chance (und kein Interesse). Immerhin: Mit Shai Gilgeous-Alexander, Lu Dort und Josh Giddey haben drei Spieler eine potenziell rosige Zukunft.

Von Platz 30 auf 27: New Orleans Pelicans (9-21)

Net-Rating: -7,8 (Platz 27)

Nach dem desolaten 1-12-Start haben sich die Pelicans einigermaßen gefangen. Es gibt seither keine Sieges-, aber auch keine Niederlagenserien mehr, die Offense entwickelt sich in die richtige Richtung. Das ist vor allem Brandon Ingram und Jonas Valanciunas (46,5 Prozent Dreier!) zuzuschreiben, die individuell nichts unversucht lassen. Die schlechten Nachrichten brechen trotzdem nicht ab; mit Kira Lewis wird eins der größeren Talente des Teams die restliche Saison verpassen. Bei Zion Williamson darf man offiziell noch hoffen.

Von Platz 29 auf 26: Houston Rockets (9-19)

Net-Rating: -6,4 (Platz 26)

Selten hat ein Coach so schnell den Sprung vom "Hot Seat" zu "Wir gewinnen zu viele Spiele!" gemeistert wie Stephen Silas. Nach 15 Niederlagen am Stück setzte es sieben Siege und acht aus elf Spielen. Christian Wood blüht als alleiniger Big auf, Kevin Porter macht Fortschritte, Garrison Mathews wird vom Two-Way-Player zum MVP-Kandidaten und Eric Gordon stellt seinen Wert wieder her. Kein Zufall: Jalen Green war nur bei Spiel eins der Siegesserie mit dabei. Silas' schießwütiges Temposystem findet langsam Anklang.

Von Platz 17 auf 25: Portland Trail Blazers (11-18)

Net-Rating: -2,2 (Platz 24)

Zehn der letzten elf Spiele verloren, der GM entlassen, C.J. McCollum verletzt - die Situation in Portland könnte fraglos besser sein. Es ist kein Wunder, dass die Aasgeier längst wieder über Damian Lillard kreisen. Dabei spielt dieser selbst keine gute Saison. Das größere Problem bleibt jedoch die Defense, die Blazers rangieren hier auf Platz 28 und sind nach wie vor nicht in der Lage, irgendjemanden zu stoppen. Mehr als je zuvor stellt sich die Frage, ob der Dame/CJ/Nurkic-Kern das Ende der Fahnenstange erreicht hat.

Von Platz 15 auf 24: New York Knicks (12-16)

Net-Rating: -1,3 (Platz 21)

Es war keine falsche Entscheidung, Kemba Walker aus der Starting Five zu nehmen, allein verantwortlich für die Probleme war der Point Guard aber nicht (Bilanz seither: 2-7); die Knicks haben ihre defensive Identität fast komplett verloren und daran haben auch die beiden bestbezahlten Knicks (Julius Randle und Evan Fournier) einen recht großen Anteil. Leider schaffen es beide nicht, das wenigstens offensiv zu kompensieren. Es bleibt erstaunlich, wie sehr sich die Energie verändert, sobald die Bankspieler übernehmen.

Von Platz 23 auf 23: San Antonio Spurs (10-17)

Net-Rating: -1,1 (Platz 20)

Die gute Defense verschafft den Spurs in den meisten Spielen eine Siegchance, die mäßige Offense trendete zuletzt immerhin in die richtige Richtung und die Spurs haben sechs ihrer letzten neun Spiele gewonnen. Dejounte Murray (18, 8 und 8 im Schnitt) bewegt sich in Richtung All-Star-Konversation. San Antonio hat die niedrigste Dreier- und die zweitniedrigste Freiwurfrate, ein ideales Rezept ist das nicht. Und trotzdem könnten die Spurs in dieser Western Conference vermutlich erneut um die Play-In-Plätze mitspielen.

Von Platz 22 auf 22: Sacramento Kings (12-17)

Net-Rating: -3,3 (Platz 25)

Als einziges Team haben die Kings bereits einen Trainerwechsel hinter sich. Seitdem ist die Bilanz positiv (6-5) und die Offense kommt verbessert daher, die Defense ist dafür nur marginal besser geworden. Es bleibt dabei, dass die Saison für mehrere Leistungsträger enttäuschend verläuft, immerhin zeigt die Formkurve bei De'Aaron Fox langsam nach oben. Positiv ist auch zu erwähnen, dass Alvin Gentry Marvin Bagley III begnadigt hat - der Big gefällt in Ansätzen als Bankspieler. Aufbruchstimmung kommt aber noch nicht auf.

Von Platz 24 auf 21: Indiana Pacers (12-17)

Net-Rating: +2,7 (Platz 10)

Wie schafft man so eine schwache Bilanz mit einem Top-10-Net-Rating? Einfach gesagt: Mit grauenhafter Ausbeute in engen Spielen (4-13)! Die Pacers können Spiele nicht zu Ende bringen, was zu dem Eindruck passt, dass es viele "B"-Optionen und keinen echten Plan A gibt. Nun wird gerüchteweise ein sanfter Rebuild erwogen, was langfristig wohl die richtige Idee sein dürfte. Sowohl Domantas Sabonis als auch Myles Turner hätten es verdient, endlich unangefochten zum Nummer-eins-Big eines Teams zu werden. Will Rick Carlisle den Neuanfang auch?

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