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NBA Finals - Kommentar zum Block von Giannis Antetokounmpo: Der Greek Freak hat jetzt seinen Signature-Moment

Giannis Antetokounmpo gelang in Spiel 4 der NBA Finals ein sensationeller Block gegen Deandre Ayton.
© getty

Die Milwaukee Bucks haben die NBA Finals ausgeglichen. In einer engen Serie und einer dramatischen vierten Partie macht bis dato Giannis Antetokounmpo den Unterschied - und der Greek Freak hakte dabei einen weiteren Punkt auf der Checkliste für den Klub der größten Legenden ab.

Große Spieler brauchen große Momente, das ist eine Art Gesetz, nicht nur in der NBA. Momente, die überdauern, die Basketball-Fans mit so wenigen Buchstaben wie möglich identifizieren können. Birds Steal, Jordans "The Shot", LeBrons "The Block", ShaKobes Alley-Oop, Magics Junior Sky-Hook, Kawhis 4 Bounce-Miracle - diese Kategorie.

Giannis Antetokounmpo hat seit Spiel 4 der Finals ebenfalls einen solchen Signature-Moment. Nachdem er die beiden vorigen Partien durch sein Scoring am Korb dominierte, war es nun ausgerechnet eine defensive Aktion, die von jetzt an als erste genannt werden sollte, wenn jemand über den Greek Freak spricht.

"Freak" - das trifft es ziemlich gut, wie diese Aktion wieder einmal bewiesen hat.

Giannis-Block: "Der beste Block aller Zeiten"

Giannis half im Pick'n'Roll gegen Devin Booker aus, sein rechter Fuß berührte noch die Freiwurflinie, als Booker einen Lob-Pass über Giannis auf die Reise schickte. Das Ziel war Deandre Ayton, der den Ball fing und reindrücken sollte. Es wäre 1:14 Minuten vor dem Ende der Ausgleich gewesen. Doch es war nicht der Ausgleich.

Antetokounmpo zeigte eine Recovery, die so nur er zeigen kann. Er drehte sich blitzschnell, er stieß sich vom linken Knie ab, an dem er sich erst vor zwei Wochen verletzt hatte, streckte jeden seiner (offiziell) 211 Zentimeter Körperlänge und 221 Zentimeter Armspannweite. Er vermied ein Foul und räumte Ayton sauber ab - und selbst seine Teamkollegen konnten nur staunen.

"Es war definitiv ein 'Oh Shit'-Moment'", sagte Bucks-Topscorer Khris Middleton, der selbst einige davon lieferte. "Es war in meinen Augen der beste Block aller Zeiten", ergänzte Pat Connaughton, der im nächsten Satz noch eingestand, dass er womöglich voreingenommen sei und dass LeBrons berühmter Block aus Spiel 7 der 2016er Finals mit in die Konversation gehöre.

Giannis gehört auf den Mount Blockmore

Aufgrund der Umstände wird Giannis' Block dieses "Duell" in den Augen der Allermeisten kaum gewinnen können, aber das spielt auch keine Rolle: Es gibt in der Geschichte der Liga wohl nur eine Handvoll Spieler, für die diese Aktion überhaupt denkbar gewesen wäre. Wird eines Tages ein Mount Blockmore errichtet, hat Giannis seinen Platz sicher.

Es war eine potenziell Karriere-definierende Aktion - und diese diente auch als Sinnbild der bisherigen Serie. Nach vier Spielen hat Milwaukee bisher genau 3 Punkte mehr gesammelt als Phoenix. Obwohl drei von vier Spielen nicht knapp waren, lässt sich mittlerweile festhalten: Beide Teams sind qualitativ sehr nah beieinander.

Über die beiden Heimspiele haben die Bucks durch ihre überragende Defense, die Phoenix aus dem Rhythmus gebracht und reihenweise Turnover fabriziert hat, und ihre physischen Vorteile den Spieß umgedreht. Sie nutzen ihr Tempo und ihre Athletik, in Spiel 4 etwa entschieden sie das Duell bei den Fastbreak-Punkten mit 15:0 für sich.

Giannis Antetokounmpo reißt die NBA Finals an sich

Und sie haben die bisher prägende Figur dieser Finals auf ihrer Seite. Giannis legte zweimal nacheinander über 40 Punkte auf, in Spiel 4 hielten die Suns ihn besser vom Korb weg, dafür verteilte er 8 Assists und ließ in der Schlussphase den brandheißen Middleton kochen. Zudem konzentrierte er sich auf seine defensiven Aufgaben und hatte einen großen Anteil an den Offensiv-Problemen der Suns in der Schlussphase.

All das machte ihn weder zu Batman noch zu Robin, auch wenn Kendrick Perkins das womöglich anders sah. Er ist sein eigener Typ Spieler, passt in keine Kategorie. Und das galt am Ende auch für das größte Play seiner bisherigen Karriere. Der Block ist zwar noch (lange) nicht durch den Titel validiert, allerdings hat Allen Iverson mit seinem Stepover 2001 bewiesen, dass das nicht in jedem Fall ein K.o.-Kriterium sein muss.

Antetokounmpo wird sicherlich trotzdem auf Nummer sicher gehen wollen und alles dafür tun, auch noch zwei weitere Siege gegen die Suns einzutüten. Dennoch: Die Worte "Giannis" und "Block" werden von nun an ausreichen, um eine ganz bestimmte Aktion zu identifizieren.

NBA Finals: Die Serie im Überblick - Stand: 2-2

SpielDatumUhrzeitHeimAuswärtsResultat/TV
17. Juli3 UhrSunsBucks118:105
29. Juli3 UhrSunsBucks118:108
312. Juli2 UhrBucksSuns120:100
415. Juli3 UhrBucksSuns109:103
518. Juli3 UhrSunsBucksDAZN
621. Juli3 UhrBucksSunsDAZN
7*23. Juli3 UhrSunsBucksDAZN

*falls erforderlich

 

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