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NBA Above the Break: Das Jahr, um All-In zu gehen? Warum das Titelrennen offener ist als sonst

Kann Kyle Lowry nach einem möglichen Trade den Unterschied im Titelrennen machen?
© getty

Diese Teams werden daher allem Anschein nach für einen überfüllten Buyout-Markt sorgen und dort auf Verstärkungen hoffen. Echte Impact-Player wechseln auf diesem Weg aber selten das Team. Die Hochkaräter in diesem Jahr dürften vermutlich Andre Drummond, LaMarcus Aldridge und J.J. Redick sein und bei allen drei steht in Frage, ob sie einem Titelanwärter wirklich noch großartig helfen.

Das wäre bei einigen Trade-Kandidaten anders. Kyle Lowry ist hier an erster Stelle zu nennen, dessen Status als potenzielles Zünglein an der Waage war hier schon vor Saisonstart Thema. Auch Norman Powell, Harrison Barnes, Lonzo Ball oder Aaron Gordon hätten das Zeug dazu, in der richtigen Situation einen Unterschied im Titelrennen zu machen. Sollte Indiana Malcolm Brogdon zur Debatte stellen, würde er auf der imaginären Liste ebenfalls ziemlich weit nach oben wandern.

Wie viel riskieren die Sixers und Heat?

Drei Teams sind besonders interessant, weil sie durchaus noch über die Assets verfügen, um einen größeren Trade zu stemmen und damit Boden auf Brooklyn und L.A. gutmachen könnten. An erster Stelle sind hier die Sixers zu nennen, die derzeit auch ohne MVP-Kandidat Joel Embiid den Osten anführen und womöglich nur einen Pick'n'Roll-fähigen Guard (Lowry!) davon entfernt sind, hinsichtlich des Finals-Potenzials auf eine Stufe mit den Nets zu kommen.

Im Werben um Lowry und um die Krone im Osten befinden sich auch die Heat, die an einem interessanten Punkt stehen. Miami hat in der Bubble selbst erlebt, wie schnell man den Schritt von einem guten zu einem echten Top-Team machen kann. Der kurz vor der Deadline akquirierte Jae Crowder spielte dabei eine signifikante Rolle.

Nun ist Crowder in Phoenix und die Heat sind gut, aber derzeit kein Titelkandidat - also stellt sich die Frage, ob sie das durch einen All-In-Move verändern können. Und ob sie dazu bereit sind, das junge Tafelsilber in Person von Tyler Herro oder Precious Achiuwa zu verscherbeln, um kurzfristig das Titelfenster des 31-jährigen Jimmy Butler zu maximieren.

Dem Vernehmen nach haben die Heat diese Entscheidung selbst noch nicht getroffen, aber wie gesagt: Was nach außen kommuniziert wird, ist nicht zwingend zutreffend.

Findet Denver seinen Wing?

Das dritte Team in dieser Runde ist Denver. Bisher konnten die Nuggets in dieser Saison nicht an die überragenden Playoffs anknüpfen und haben eher einen Schritt zurück gemacht, was vor allem an der Defense und dem Verlust von Jerami Grant liegt. So wie Nikola Jokic derzeit auftritt, ist der Weg aber nicht weit, um einen Sprung zu machen - und auch die Nuggets verfügen über die nötigen Assets.

Bei Denver ist es vor allem der Flügel, der Sorge macht, hier fehlt es ohne Grant an Defensivstärke, Länge und Athletik. Gordon, Barnes oder auch der in Golden State wohl auf dem Abstellgleis stehende Kelly Oubre Jr. könnten potenziell Abhilfe schaffen, ohne dass Denver dafür den Nukleus aus Jokic, Jamal Murray oder Michael Porter Jr. aufbrechen müsste.

Es gibt dahinter noch einige Teams aus der zweiten Reihe, darunter die Mavericks, Trail Blazers oder Celtics, die aktiv werden könnten und sollten. Insbesondere Boston ist derzeit aber so weit weg, dass ein Move eher zukunftsgewandt sein müsste. Für Philly, Miami oder Denver hingegen besteht konkret in diesem Jahr eine Chance, einen magischen Run hinzulegen.

Kommt ein neuer Rasheed Wallace?

Es ist im Laufe der Geschichte eher selten passiert, dass ein Midseason-Trade das Titelrennen entscheidend geprägt hat. Das Paradebeispiel ist Rasheed Wallaces Trade zu den Pistons im Jahr 2004, Crowder hatte wie erwähnt 2020 einen gewissen Einfluss, 2019 fügte sich Marc Gasol in kurzer Zeit perfekt bei den Raptors ein. Sowas ist insgesamt aber eher Ausnahme denn Regel.

Doch das muss gerade in dieser Saison keine Rolle spielen. Diese Spielzeit ist unvorhersehbar wie selten - und sie kann Chancen für Teams bieten, die üblicherweise eher in der hinteren Reihe stehen. Die Tür ist offen, jetzt müssen diese Teams nur hindurchschreiten, bevor sie wieder zufällt.

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