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NBA: Philadelphia 76ers überstehen Overtime gegen New York Knicks - Lakers sind ohne LeBron chancenlos gegen Suns

Von SPOX
Julius Randle vergab zwei Gamewinner gegen die Philadelphia 76ers.
© getty
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Jaylen Brown versenkt gegen Orlando 10 Dreier. Brooklyn trifft auf viel Widerstand der Wizards in Blake Griffins Nets-Debüt, kann jedoch auf seine Superstars vertrauen. Die Raptors kommen wegen Collin Sexton auch gegen Cleveland nicht aus der Krise.

Boston Celtics (21-21) - Orlando Magic (14-28) 112:96 (BOXSCORE)

  • Durchatmen in Boston, die nach drei Niederlagen Orlando letztlich deutlich schlugen. Trotzdem bleibt diese Truppe rätselhaft, denn es gab wieder eine Phase, in der die Partie zu kippen drohte. Die Celtics konnten sich jedoch auf Jaylen Brown verlassen, der nicht nur 34 Punkte erzielte, sondern mit 10 verwandelten Dreiern auch einen neuen Karrierebestwert aufstellte. Dieser lag zuvor bei 7. "Ich fühlte mich heute wie Stephen Curry" schrieb Brown nach dem Spiel mit einem lachenden Smiley versehen auf Twitter.
  • Und im vierten Viertel waren auch zwei wichtige dabei, nachdem die Magic mit einem 18:5-Lauf plötzlich wieder auf 8 Zähler dran waren und das Momentum auf ihrer Seite hatte. Doch bevor Brown wieder heiß lief, war es der ebenfalls starke Daniel Theis, der aus der Mitteldistanz den Lauf der Gäste beendete. Der deutsche Nationalspieler verbuchte mit 13 Punkten (6/11 FG) und 11 Rebounds sein drittes Double-Double der Saison.
  • Die Magic führten noch nach einem Viertel (27:31), profitierten aber auch von einigen wilden verwandelten Würfen. Danach spielten nur noch die Gastgeber, die mit bis zu 23 Punkten vorne waren. Vornehmlich gelang dies durch 23 Dreier, was jedoch knapp kein Franchiserekord war. Jayson Tatum (23) traf immerhin auch 5 Triples, stand an diesem Nachmittag aber klar im Schatten von Brown.
  • Bei Orlando war All-Star Nikola Vucevic mit 22 Punkten (9/20 FG) und 13 Rebounds der beste Scorer, der Center war aber bei Theis gut aufgehoben. James Ennis steuerte 18 Zähler von der Bank bei, Evan Fournier kam auf 16 Punkte (6/21 FG). Aaron Gordon (12, 3/13 FG) war dagegen schwach.

Brooklyn Nets (29-14) - Washington Wizards (15-26) 113:106 (BOXSCORE)

  • Die Wizards lieferten den Nets über 48 Minuten einen harten Kampf, mussten sich letztlich jedoch der individuellen Klasse von Kyrie Irving geschlagen geben. Irving war per eigenem Treffer oder Assist für die letzten zehn Punkte seines Teams verantwortlich.
  • Zweimal steckte er zu Nic Claxton für einen Dunk plus Bonusfreiwurf durch, zudem versenkte er vier Freiwürfe und brackte den Sieg damit in trockene Tücher. Mit 28 Punkten (10/25 FG, 1/6 3P) war Irving auch der beste Punktesammler der Nets und fügte 7 Rebounds, 6 Assists und 3 Steals hinzu. Claxton stand deutlich mehr als Starter DeAndre Jordan (12, 6/6 FG, 3 Offensivrebounds) auf dem Parkett und war hinter Irving und James Harden (26, 10/23 FG, 8 Assists) der drittbeste Spieler der Gastgeber.
  • Russell Westbrook wehrte sich mit seinem nächsten Triple-Double von 29 Punkten (10/20 FG), 13 Rebounds und 13 Assists, Bradley Beal erlebte jedoch einen frustrierenden Abend (17, 6/15 FG, 5 Assists). Drei seiner sechs Turnover kamen per Offensivfoul in der ersten Hälfte. Rui Hachimura (9/11 FG, 10 Rebounds) und Alex Len (8/12, 9 Rebounds) überzeugten mit jeweils 20 Zählern, Isaac Bonga (2) foulte dreimal in seinen ersten vier Minuten. Moritz Wagner kam nicht zum Einsatz.
  • Blake Griffin brauchte in seinem Debüt für Brooklyn keine Minute, um mit einem Block gegen Bradley Beal für sein erstes Highlight in einem Nets-Trikot zu sorgen - und das sogar in der Defense. Griffin hatte vor dem Spiel verraten, dass er aus Vorfreude kaum schlafen konnte, wurde jedoch noch mit einem Minutenlimit eingesetzt. Im vierten Viertel folgte auch sein erster Dunk für Brooklyn - der Erste seit Dezember 2019! Es waren in 15 Minuten seine einzigen Punkte.

Cleveland Cavaliers (16-26) - Toronto Raptors (17-25) 116:105 (BOXSCORE)

  • Die Raptors verloren trotz voller Stärke ihr achtes Spiel in Folge und stehen damit auf dem elften Platz der Eastern Conference und nur noch einen Sieg vor den Cavaliers, die von Collin Sexton zum Sieg geführt wurden. Der "Young Bull" versenkte sechs seiner neun Dreier auf dem Weg zu 36 Punkten (13/24 FG) und 6 Assists.
  • Unterstützung erhielt er dabei von Jarrett Allen, der den meist kleinen Lineups der Raptors Probleme bereitete und seinen Arbeitstag mit 17 Punkten (9/11 FT) und 15 Rebounds beendete. Darius Garland (15) spielte 6 Assists bei 6 Turnover, Dean Wade (16) traf 4/7 Dreier.
  • Zum Ende der ersten Halbzeit waren Sexton und Norman Powell aneinandergeraten und hatten vermutlich etwas mehr als Liebesbekundungen ausgetauscht, besonders motiviert aus der Pause schienen aber nur die Cavs zu kommen. Cleveland gewann das dritte Viertel mit 32:18. "Sie haben mich schon früh im Spiel provoziert, also habe ich ein paar Sachen geantwortet, weil ich nie zurückschrecke", erklärte Sexton nach dem Spiel: "Coach [J.B. Bickerstaff, Anm. d. Red] sagte mir, dass ich die Raptors aufgeweckt habe, und was ich dagegen machen würde"
  • Raptors-Topscorer Fred VanVleet stand mit seinen Wurfquoten (23, 8/24 FG, 5/15 3P) jedoch sinnbildlich für die schläfrige Offense Torontos, die nur 38,9 Prozent aus dem Feld traf und nur durch die 27 Turnover der Cavs (50,6 Prozent FG) nicht schon früher aus dem Spiel war. Norman Powell und Kyle Lowry steuerten jeweils 18 Punkte bei, O.G. Anunoby kam auf 17 Zähler. Von ihren Bankspielern erhielten die Raptors insgesamt nur 20 Punkte.