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NBA

Schröder oder nicht Schröder?

Dennis Schröder hat sich mit seinen Leistungen für einen Starter-Job ins Gespräch gebracht
© getty

Schröder vs. Teague - Muss einer gehen?

Es ist daher kein bisschen verwunderlich, dass Atlanta derzeit schon mal Augen und Ohren offenhält, welche Gegenleistung sie für einen der beiden Spielmacher angeboten bekommen. Die Trade-Deadline am 18. Februar trägt dazu bei, dass die Gerüchteküche brodelt und brodelt.

Die Hawks legen großen Wert darauf, unter dem Salary Cap zu bleiben. Dieser Aspekt spricht für Schröder. Denn während Teague kommende Saison 8 Millionen Dollar verdient - und damit immer noch absolut unterbezahlt ist -, überweist Atlanta Schröder 2016/2017 lediglich 2,7 Millionen. Also Schröder behalten? Und Teague traden? Der Markt wäre auf jeden Fall da.

Drei Teams mit Interesse

So sollen neben den Bucks auch die New York Knicks und die Utah Jazz Interesse an Teague signalisiert haben. Das leuchtet ein bzw. es wäre töricht, hätten sie es nicht getan. Schließlich fehlt ihnen ein starker Point Guard, der sie auf den nächsten spielerischen Level heben würde. Teague wäre dafür der perfekte Kandidat.

Coach Bud hat aus dem Wake-Forest-Absolventen eine Art Mini-Tony-Parker geformt. Wo er früher noch unbeherrscht Drives und Würfe erzwang, penetriert Teague heute mit Bedacht und hat dabei stets den Blick für freiwerdende Mitspieler. Seine Fähigkeiten als Spot-Up-Shooter werden immer besser - auch ein Grund übrigens, warum Budenholzer Teague und Schröder teilweise parallel spielen lässt.

Und dann lange nichts...

Die Free Agency Class von 2016 hat auf der Eins nicht viel zu bieten. Nach Mike Conley und Rajon Rondo, die man sich aktuell nur schwer außerhalb von Memphis bzw. Sacramento vorstellen kann, kommen schon Achilles-Rekonvaleszent Brandon Jennings und Lakers-Combo-Guard Jordan Clarkson. Daher ist es durchaus realistisch, dass eine Franchise noch im Februar einiges auf den Tisch legt, um Teague zu bekommen.

Die Hawks würden mit einem Trade ihres etablierten Spielmachers im umkämpften Osten die Playoffs riskieren, dafür ist Schröder noch zu unerfahren und das Zusammenspiel mit den Teamkollegen noch nicht gut genug. Acht Jahre in Folge war Atlanta in der Postseason vertreten. Aber wäre der langfristige Erfolg das Opfer wert?

Seit dem Abschied von DeMarre Carroll sind die Hawks zwar immer noch ein gutes Team - aber eben nicht mehr spitze. Muss sich Atlanta eingestehen, dass es ohne Superstar einfach nicht reicht? Nein, so weit ist Budenholzer noch nicht. Stattdessen ist er auf der Suche nach punktuellen Verstärkungen, um die Franchise wieder zu einem Contender zu machen. Aber wenn ein gutes Angebot ins Front Office der Hawks flattert, wird auch er ins Grübeln kommen. Zumal er Schröder in der Hinterhand hat.

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