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MLB Playoffs 2020: Alles Wichtige zu den League Championship Series der American und National League

Carlos Correa ist rechtzeitig zu den Playoffs wieder in Topform für die Houston Astros.

Die League Championship Series stehen vor der Tür und Tickets zur World Series in Arlington/Texas auf dem Spiel. Während in der American League zwei angeschlagene Riesen aufeinandertreffen, kommen in der National League zwei makellose Teams zusammen. Möglicherweise steht am Ende sogar ein World-Series-Rematch an.

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Die Vorschlussrunde in der MLB Postseason steht vor der Tür und bietet Kontraste. Während in der American League sowohl die Houston Astros als auch die Tampa Bay Rays durchaus größere Mühe hatten mit ihren jeweiligen Gegnern in der ALDS, sah das in der NLDS anders aus.

Die Atlanta Braves und Los Angeles Dodgers marschierten bislang souverän durch die Playoffs und sind beide nach fünf Spielen noch ungeschlagen. Beide sind mit starken Offenses und gutem Pitching auf einem Kollisionskurs auf dem Weg zu einer hochklassigen NLCS.

Die Sieger erreichen die World Series. Dabei sind völlig neue Duelle, aber auch ein Rematch der Serie von 2017 möglich, sollten sich die Astros und Dodgers erneut durchsetzen.

Den kompletten Playoff-Spielplan 2020 samt Modus findet Ihr hier!

MLB: Playoff-Guide zur American League Championship Series

Tampa Bay Rays (#1) vs. Houston Astros (#6)

  • Die ALCS wird ein Vergleich zwischen zwei unterschiedlichen Philosophien. Während die Astros im Prinzip ein klares Konzept, ein etabliertes Lineup und letztlich auch eine klar definierte Rotation ins Rennen schicken, setzen die Rays auf Unberechenbarkeit.
  • Rays-Manager Kevin Cash wird sein Lineup grundsätzlich am gegnerischen Pitcher ausrichten, um Matchup-Vorteile zu kreieren. Das gilt sowohl für die Starter als auch für mögliche Einwechslungen. Bestes Beispiel ist Mike Brosseau, der als Rechtshänder in Spiel 5 gegen die Yankees im Laufe des Spiels kam und schließlich gegen zwei Linkshänder Hits und sogar am Ende den entscheidenden Homerun schaffte.
  • Die Astros wiederum haben ihr klares Lineup - in fünf der sechs Spiele in den Playoffs bislang standen immer dieselben neun Spieler im Lineup. Das Konzept ging auf, denn die Leistungsträger wie George Springer, Carlos Correa oder Jose Altuve fanden alle rechtzeitig zur Form zurück - lediglich Third Baseman Alex Bregman schwächelt noch etwas an der Platte, überzeugt aber defensiv umso mehr.
  • Im Pitching verfügen die Astros im Grunde über eine volle Rotation mit fünf Startern, obgleich nur vier bislang als solche zum Einsatz kamen. In einer Sieben-Spiele-Serie wird es spannend zu sehen, ob Manager Dusty Baker weiterhin an Rookie Cristian Javier als Brücke zwischen Starter und den Top-Relievern festhält. Wenn keiner mit kurzer Pause starten soll, wäre er ansonsten eine Option als Starter in Spiel 4 oder 5. Ansonsten dürfte Baker auf Lance McCullers Jr., Lefty Framber Valdez, Jose Urquidy und Zack Greinke setzen.
  • Die Rays wiederum haben da eine ganz andere Philosophie. Klare Starter findet man hier nicht unbedingt viele. Blake Snell, der Spiel 1 übernimmt, ist neben Tyler Glasnow und Ex-Astro Charlie Morton die große Ausnahme. Doch dahinter dürfte Cash auf seinen Bullpen vertrauen. Leute wie Ryan Thompson oder Shane McClanahan könnten als Opener fungieren und den Weg freimachen für Longmen wie Ryan Yarbrough.
  • Generell dürfte der Rays-Bullpen ein Vorteil sein, denn mit Leuten wie John Curtiss, Pete Fairbanks, Diego Castillo oder Nick Anderson verfügt Tampa über gleich mehrere hart werfende Rechtshänder, die locker mehrere Innings gehen können und wenig zulassen. Bei den Astros wiederum sind neben Swingman Javier vor allem Closer Ryan Pressly und Enoli Paredes zu nennen, die zu den zuverlässigeren Leuten zählen.
  • Mehr Erfahrung bringen die Astros mit, die zum vierten Mal nacheinander in der ALCS stehen und nun zum dritten Mal in vier Jahren die World Series erreichen könnten. Die Rays hingegen stehen erstmals seit 2008 in der ALCS.
  • Prognose: Im Vorjahr setzten sich die Astros in fünf Spielen der ALDS gegen die Rays durch. In diesem Jahr gehen die Rays als leichter Favorit in die Serie, da sie eine deutlich bessere Regular Season gespielt haben. Aber die Astros bewiesen bereits gegen die A's, dass sie Nehmerqualitäten haben, nicht locker lassen und von ihren Stars getragen werden können. Diese Serie könnte über die volle Distanz gehen. Tipp: 4-3 Astros.

Homeruns, Strikeouts und No-Hitter: Baseball-Begriffe erklärt!

MLB: Playoff-Guide zur National League Championship Series

Los Angeles Dodgers (#1) vs. Atlanta Braves (#2)

  • Die Atlanta Braves kommen wie die Dodgers ungeschlagen in die NLCS. Bemerkenswert ist jedoch vor allem, dass sie in ihren fünf bisherigen Spielen vier Shutouts gepitcht haben. Lediglich in Spiel 1 gegen die Marlins ließen sie (5) Runs zu.
  • Die Dodgers wiederum hatten da schon mehr Mühe und gerade der Bullpen schwächelte in Spiel 2 gegen die Padres gewaltig. Closer Kenley Jansen machte es ganz am Ende beim 6:5-Sieg noch mal richtig spannend und musste zugunsten von Joe Kelly raus, der mit Mühe doch noch die Tür zuschlug und ein Kippen der Serie verhinderte.
  • Offensiv haben beide Teams in diesem Jahr über 100 Homeruns in der Regular Season geschlagen und sind gespickt mit Star-Spielern. Bei den Dodgers sind MVP Cody Bellinger und Mookie Betts hervorzuheben, bei den Braves wiederum steht und fällt alles mit MVP-Kandidat Freddie Freeman und Superstar Ronald Acuna Jr. Allerdings sind beide Lineups extrem tief besetzt und bieten Pitchern kaum Zeit zum Verschnaufen.
  • Ein entscheidender Vorteil für die Braves könnte das Pitching werden. Mit Max Fried, Ian Anderson und Kyle Wright verfügt Atlanta über drei formidable Starter, dahinter ist der Bullpen tief besetzt mit diversen zuverlässigen Relievern wie Closer Mark Melancon oder auch Linkshänder Will Smith, die allesamt eine gute Postseason gespielt haben bis hierhin.
  • Was die Dodgers angeht, bringen sie mit Walker Buehler und Clayton Kershaw eindeutig die größere Starpower mit, was Starting Pitcher angeht. Doch dahinter wird es etwas dünn. Dustin May startete Spiel 3 gegen die Padres, fungierte jedoch eher als Reliever zuletzt. Er war der Opener in Spiel 3, ist aber eigentlich Starter. Doch traut ihm Manager Dave Roberts das aktuell auch zu?
  • Generell wird die Taktung der diesjährigen LCS eine Herausforderung, da maximal sieben Tage am Stück gespielt wird, eine Pause gibt es nicht, so dass man eigentlich mindestens vier echte Starter bräuchte, wenn man bereit wäre, seine Topleute in Spiel 5, 6 oder 7 nach verkürzter Pause aufzubieten. Da die Braves drei echte Starter haben, könnte dies in einer langen Serie von Vorteil sein.

  • Der Faktor Erfahrung spricht eindeutig für die Dodgers. Sie standen seit 2017 zweimal in der World Series und gelten generell als Topfavorit nach einer beeindruckenden Regular Season. Sie warten allerdings seit 1988 auf einen Titel.

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  • Die Braves wiederum stehen erstmals seit 2001 wieder in der NLCS und warten auf ihre erste World Series seit 1998 - den letzten Titel gewannen sie 1995.
  • Prognose: Für den neutralen Fan wird diese Serie ein Fest! Beide bringen explosive Offenses mit dynamischen Spielern aufs Feld und haben auch im Pitching sehr viel Qualität. Am Ende werden Kleinigkeiten entscheiden, Fehler werden sofort bestraft. Beide werden sich nichts schenken, doch am Ende setzt sich das Team durch, das in den vergangenen Jahren Blut geleckt hat und nun endlich den großen Wurf schaffen will. Tipp: 4-3 Dodgers.
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