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Basketball

EuroBasket 2022: Luka Doncic ist zu stark! Deutsche Serie endet nach Fight gegen Slowenien

Das DBB-Team hat das vierte Spiel der Gruppenphase gegen Slowenien verloren - es ist die erste Niederlage für Deutschland im Turnier. Beim 88:80-Sieg der Gäste ist Luka Doncic nicht zu stoppen und bringt den Europameister in Position, um Gruppe B durch einen weiteren Sieg als Gruppenerster abzuschließen.

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Der Superstar der Dallas Mavericks kam auf 36 Punkte (14/25 FG) und war damit der dominante Akteur auf dem Court, hinzu kamen 10 Rebounds und 4 Assists. Unterstützung erhielt er insbesondere durch Goran Dragic, der 18 Punkte zum Sieg beisteuerte.

Bei der deutschen Mannschaft war Dennis Schröder (19) der beste Punktesammler, Andreas Obst kam auf 14, Maódo Lô auf 13 Zähler. Franz Wagner kam diesmal deutlich schwerer ins Spiel als bei seiner Gala gegen Litauen und beendete die Partie mit 8 Punkten (2/7 FG).

Deutschland begann mit der gewohnten Starting Five, bei den Slowenen starteten Goran Dragic, Jaka Blazic, Doncic, Vlatko Cancar und Mike Tobey. Tobey wurde indes sofort durch Ziga Dimec ersetzt, nachdem er sich beim Sprungball am Knöchel wehgetan hatte.

Deutschland startete offensiv mal wieder mit großen Problemen und kam vor allem kaum zu Abschlüssen in Korbnähe. Slowenien startete mit leichten Vorteilen, wenn auch nicht dominant - Doncic allerdings präsentierte sich schon früh in Spiellaune. Das Viertel endete mit Freiwürfen des Superstars, der bei 8 Zählern stand - 21:14.

Doncic bekam anschließend eine Pause, die Dragic-Brüder und Tobey hielten die Maschine jedoch am Laufen. Der zweite Dreier des Bigs stellte auf 29:17, beim DBB-Team lief kaum etwas zusammen, ehe Schröder zurückkam und selbst endlich zwei Dreier versenkte. Die Deutschen hielten zumindest die Schlagdistanz, nach schönem Floater von Schröder und einer verschenkten Doncic-Possession ging es mit "nur" 36:44 in die Pause.

Luka Doncic dominiert das Geschehen gegen Deutschland

Vor allem Schröder kam im Anschluss mit viel Dampf auf der Kabine, per Eckendreier und per Floater verkürzte er, holte sich jedoch auch ein Technisches Foul ab. Nach einem Wagner-Dreier waren es dennoch nur noch 4 Punkte, die Gäste nahmen eine Auszeit. Es wurde nun etwas hitziger, Doncic erzwang es mehr und nahm die Gäste auf seine Schultern. Doch es war deutlich schwerer als in der ersten Hälfte. Es ging mit 61:55 ins letzte Viertel.

Die ersten Minuten im Schlussviertel gehörten wieder Slowenien, Dragic erhöhte aus der Mitteldistanz wieder auf 10 Punkte Vorsprung. Das DBB-Team gab sich weiterhin nicht geschlagen, Obst verkürzte auf 5, aber Doncic hatte weiter auf alles eine Antwort. 1:09 vor dem Ende stellte Lô auf der Ecke noch einmal auf -5, doch enger wurde es nicht. Schröder flog 10,7 Sekunden vor dem Ende nach einem Gerangel mit Doncic raus, danach brachten es die Slowenen endgültig nach Hause.

Das fünfte und letzte Spiel der Gruppenphase aus deutscher Sicht findet am Mittwoch gegen die bereits ausgeschiedenen Ungarn statt. Für Deutschland geht es noch um die Platzierung und damit den Achtelfinalgegner. Slowenien kann sich zuvor gegen Frankreich den Gruppensieg holen.

Die wichtigsten Statistiken

Deutschland vs. Slowenien 88:80 (BOXSCORE)

  • Der Dreier bleibt eine Schwachstelle im deutschen Spiel. Nur 4/18 Triples fielen in Halbzeit eins, da hatte das DBB-Team Glück, dass die Slowenen auch bloß 4/14 trafen. Nach der Pause stellte sich auch nur bedingt Besserung ein - die Deutschen (12/37) waren vom Triple nur dummerweise etwas abhängiger als die Slowenen (7/27).
  • Ein gravierender Unterschied war im Zweierbereich zu sehen. Die deutsche Mannschaft nahm insgesamt bloß 24 Zweier, die Slowenen hatten 38. Gerade Doncic agierte ein ums andere Mal wie eine Dampframme und kam scheinbar nach Belieben durch zum Korb, beziehungsweise er konnte immer einen sauberen Wurf herausspielen, wenn er zum Korb ging. Eine so verlässliche Option hatte das DBB-Team nicht.
  • Selbst wenn es mit der Zeit etwas besser wurde - bei den Points in the Paint war Slowenien klar stärker, hier stand es am Ende 38:18. In der Regel hielten die Slowenen Deutschland gut vom Korb weg und erlaubten auch keine zweiten Chancen.
  • Slowenien verteidigte sehr aggressiv und übte viel Druck auf den Ballhandler aus, das DBB-Team wirkte phasenweise dadurch sehr gehetzt und unsauber in der Offensive. 7 Ballverluste waren es zur Pause, nur 3 bei den Slowenen. Das Blatt drehte sich jedoch ein wenig in Halbzeit zwei, als es die Deutschen waren, die defensiv noch etwas mehr Druck ausüben konnten. Am Ende 12:10 aus deutscher Sicht.

Deutschland vs. Slowenien: Die Reaktionen

Johannes Voigtmann (bei MagentaSport): "80 Punkte sind eigentlich okay, am Ende war es offensiv zu wenig, um das auszugleichen, was Luka da gemacht hat. Wir haben dran geglaubt, aber wir haben zu viele freie Dinger verworfen. Es war offensiv heute keine Glanzleistung und defensiv haben wir nicht so die Mittel gefunden."

Andreas Obst: "Luka war einfach Weltklasse - da können wir eine Menge draus lernen."

Der Star des Spiels: Luka Doncic

Der Dreier fiel nicht (2/8), aber Doncic ist eben nicht darauf angewiesen. Wann immer er den Weg Richtung Korb suchte, konnte er einen hochprozentigen Wurf für sich selbst oder jemand anderen kreieren. Unglaublich, wie er teilweise mehrere Verteidiger von sich abprallen ließ und mit welcher Ruhe er dabei agierte ... ein klassischer Doncic also.

Der Flop des Spiels: Johannes Voigtmann

Es war nicht das Spiel des Bigs, der zwar vor allem in Halbzeit eins jede Menge Rebounds einsammelte (am Ende 12), aber defensiv mit den slowenischen Stars seine Mühe hatte. Wirkte auch offensiv teilweise etwas zögerlich und traf nur einen seiner fünf Würfe. Auch Wagner war diesmal eher schwach.

Die Szene des Spiels

Im letzten Viertel hatte Doncic fast schon zu viel Spaß damit, gegnerischen Bigs Knoten in die Beine zu spielen. Zweimal nacheinander isolierte er gegen Thiemann und zeigte sein ganzes Können - der zweite Versuch ging daneben, alle Welt schaute jedoch wie paralysiert zu, also konnte Tobey ganz locker den Putback vollenden. Es war eine Show des Superstars.

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