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Golf

Martin Kaymer vor ungewisser Zukunft: "Mal schauen, wie sich das entwickelt"

SID
Martin Kaymer
© getty

Wie die sportliche Zukunft von Martin Kaymer aussieht, ist angesichts der Kluft in der Golfwelt offener denn je.

"Bis nächstes Jahr", sagte Martin Kaymer tapfer zum Abschluss der BMW International Open in München-Eichenried. Doch ganz sicher war sich der 37-Jährige aus Mettmann am Sonntag nicht, ob er auch 2023 bei einem seiner Lieblingsturniere abschlagen wird. Zu groß ist aktuell der Riss in der Golfwelt, Kaymers sportliche Zukunft ungewisser denn je.

"Ich würde unheimlich gerne hier wieder spielen. Es wäre sehr schade, wenn ich kein deutsches Turnier spielen dürfte", sagte der zweimalige Majorsieger. Er hoffe nach wie vor, "dass alle Beteiligten auf das Große und Ganze schauen".

Doch eine Lösung im heftigen Streit um die von Saudi-Arabien mit horrenden Summen finanzierte LIV-Tour ist nicht in Sicht. Kaymer hält trotzdem an seinen Plänen fest. "Ich werde alle LIV-Turniere in diesem Jahr spielen. Dann muss man schauen, wie die Sanktionen ausschauen und sich das entwickelt. Das ist eine offene Geschichte", sagte er.

Martin Kaymer: Erst ausgeschlossen, dann Geldstrafe

Kaymer ist von der DP World Tour wegen seines Starts beim LIV-Event in London für drei Turniere gesperrt worden. Zudem muss er wie die weiteren LIV-"Rebellen", die auch von der US-amerikanischen PGA-Tour ausgeschlossen wurden, 100.000 Pfund Strafe zahlen. Die europäische Tour kündigte bereits weitere Sanktionen an. Für Kaymer nicht hinnehmbar: Er habe eigentlich eine "Lifetime-Membership, ich muss mal schauen, wie die Regularien sind".

Kaymer wird am Dienstag zum LIV-Turnier nach Portland (1. bis 3.7.) fliegen. Insgesamt stehen in diesem Jahr noch sieben Veranstaltungen der neuen Serie auf dem Plan.

Haotong siegt im Stechen - von Dellingshausen starker 5.

Das Turnier in München schloss Kaymer mit neun Schlägen unter Par ab, womit der Sieger von 2008 auf dem 36. Platz landete. Nach einer Pause wegen einer Handgelenksverletzung sei er mit seinem Spiel "im Großen und Ganzen aber zufrieden gewesen", sagte er, "mit dem Ergebnis nicht ganz".

Der Sieg ging an den Chinesen Li Haotong, der Thomas Pieters aus Belgien am ersten Loch des Stechens bezwang. Nach vier Runden hatten sich beide mit 22 Schlägen unter Par die Führung geteilt.

Einen hervorragenden fünften Platz belegte Nicolai von Dellingshausen mit 17 unter Par. Marcel Schneider (-13) belegte den geteilten 15. Rang. Maximilian Kieffer (-11), nach der zweiten Runde noch Sechster, musste sich mit dem 26. Platz begnügen.

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