WM

DFB zieht offenbar wegen Verbot der "One-Love-Binde" vor den CAS

Von Daniel Buse
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© getty

Der Deutsche Fußball-Bund DFB will angeblich gegen den Weltverband FIFA wegen des Verbots der "One Love"-Armbinden für die Kapitäne bei der WM in Katar klagen. Das berichtet die Bild.

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Die rechtlichen Schritte will der DFB dabei beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) einlegen.

"Die FIFA hat uns ein Zeichen für Diversität und Menschenrechte verboten. Sie hat dies mit massiven Androhungen sportlicher Sanktionen verbunden, ohne diese zu konkretisieren. Der DFB prüft, ob dieses Vorgehen der FIFA rechtmäßig war", sagte DFB-Sprecher Steffen Simon der Bild.

Nun soll die Möglichkeit eines Antrags auf vorläufigen Rechtsschutz bei der Ad-Hoc-Abteilung des CAS geprüft werden. Eine Entscheidung wäre innerhalb von 48 Stunden erforderlich.

Dies würde allerdings nicht reichen, um vor dem am Mittwoch um 14 anstehenden ersten Gruppenspiel des deutschen Teams gegen Japan eine Entscheidung zu erhalten. Dem Bericht zufolge will der DFB erreichen, dass Deutschlands Kapitän Manuel Neuer spätestens im zweiten Gruppenspiel gegen Spanien am Sonntag die "One Love"-Binde tragen kann.

Mit den "One Love"-Armbinden wollten die Kapitäne mehrerer WM-Teilnehmer ein Zeichen gegen Diskriminierung aller Art setzen. Am Montag verbot die FIFA den Teams jedoch, diese Kapitänsbinden zu tragen und verwies auf ihre Statuten, die vorschreiben, dass nur die von der FIFA genehmigten Binden getragen werden dürfen.

Als Reaktion auf das Verbot hatte am Mittwoch mit Rewe ein erster großer Sponsor die Zusammenarbeit mit dem DFB beendet. Hier gibt es alle Informationen.

 

 

 

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