Fussball

Ex-PSG-Star Dani Alves über Leben in Paris: "Viele sind scheiß Rassisten"

Von SPOX
War mit seinem Leben in Paris unzufrieden: Ex-PSG-Star Dani Alves.

Dani Alves hat in einem Interview mit der brasilianischen Ausgabe der GQ erklärt, das Leben in Paris nicht gemocht zu haben. "Es ist eine sehr stressige Stadt", sagte Alves. Doch seine Abneigung gegen die französische Hauptstadt hat noch einen anderen, erschreckenden Grund.

"Wenn du für eine Woche in Paris bist, wird das der Trip deines Lebens. Aber wenn du länger bleibst, ist die Stadt ermüdend", sagte der 36-Jährige, der von 2017 bis 2019 für Paris Saint-Germain gespielt hatte und im Sommer ablösefrei zum FC Sao Paulo gewechselt war.

Die größte Stadt Brasiliens erinnere ihn an Paris. In der französischen Hauptstadt gebe es "aber viele scheiß Rassisten", erklärte Alves. Zwar habe in Paris niemand zu ihm direkt etwas gesagt, "auch weil ich ihnen gesagt hätte, dass sie sich verpissen sollen", aber Alves habe diesen Rassismus durch seine Freunde mitbekommen.

Dani Alves im Kampf gegen Rassismus: "TodosSomosMacacos"

Alves selbst war 2014, damals noch in Diensten des FC Barcelona, Opfer von rassistischen Anfeindungen geworden, als er mit Barca beim FC Villarreal spielte. Fans von Villarreal bewarfen den Brasilianer mit einer Banane, die Alves vom Boden aufhob und aß. Die Szene ging um die Welt und war offenbar von langer Hand geplant, wie die AS wenig später berichtete.

Nachdem Teamkollege Neymar im Ligaspiel gegen Espanyol Barcelona mit Affenlauten beleidigt wurde, kontaktierten beide Profis die brasilianische Werbeagentur Loducca, um eine Kampagne gegen Rassismus im Fußball starten. Der Hashtag "TodosSomosMacacos" (dt. "Wir sind alle Affen") machte anschließend in den Sozialen Netzwerken die Runde.

"Man muss es mit einer Prise Humor nehmen. Es wird nicht leicht werden, diese Dinge zu ändern. Wenn man den Leuten, die so etwas tun, keine Bedeutung gibt, erreichen sie ihr Ziel nicht", sagte Alves damals nach der Aktion.

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