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Fussball

Bundestrainer Joachim Löw: Immer noch kein Kontakt zu Mesut Özil

Von SPOX
Jahrelang war Mesut Özil (l.) Stammspieler unter Jogi Löw. Gemeinsam wurden sie 2014 Weltmeister.

Bundestrainer Joachim Löw hat seit dem aprupten Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft nach der WM 2018 immer noch nicht mit seinem ehemaligen Spielmacher gesprochen. Das sagte der 59-Jährige gegenüber der Sport Bild.

"Nein, bislang nicht", antwortete Löw auf die Frage, ob sich Özil seit seinem Rücktritt aus dem DFB-Team bei ihm gemeldet habe. Özil war im Juli 2018 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten und hatte rassistische Anfeindungen als Grund angeführt: Er habe sich "nicht mehr geschützt, nicht mehr respektiert gefühlt", erklärte er später. Zuvor hatte es heftige Kritik an Özils Verbindungen zum türkischen Präsidenten Erdogan gegeben. Özil hatte nach seinem Rücktritt den Kontakt zum DFB vollständig abgebrochen.

Er rechne nicht mehr damit, dass sich Özil noch einmal melden werde, sagte Löw - "aber ich werde ihm ganz sicher nicht ausweichen, wenn sich unsere Wege kreuzen, ganz im Gegenteil." Özil hatte unter Löw im Februar 2009 debütiert und insgesamt 92 Länderspiele bestritten. 2014 gewannen sie gemeinsam den WM-Titel in Brasilien.

Löw lobt Gnabry - Tür für Hummels, Boateng und Müller nicht zu

Löw sprach auch über ein mögliches Comeback von Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller in der Nationalelf. "Grundsätzlich muss ich dazu heute nichts entscheiden", erklärte er. Er habe Vertrauen in die jungen Spieler und wolle ihnen Raum zur Entwicklung geben. "Was im April oder Mai ist, kann ich jetzt noch nicht beantworten." Das Trio sei "immer noch in der Lage, auf höchstem Niveau zu spielen."

Ein Sonderlob gab es für Bayern-Stürmer Serge Gnabry. "Gnabry hat dieses Jahr einen sehr, sehr großen Schritt gemacht", schwärmte Löw. "Er war vorher verletzungsanfällig, jetzt hat er viele Spiele gemacht. Er hat seine Qualität bei uns unter Beweis gestellt. Seine Fähigkeiten wünsche ich mir von einem Stürmer."

Bei der Kontinental-EM im kommenden Sommer sei Deutschland kein Titelfavorit, das bekräftigte Löw erneut. Das Team sei noch nicht zusammengewachsen, es fehlten die Automatismen: "So weit sind wir noch nicht." Das sei auch die Ursache der "vielen Verletzungen und ständigen Umstellungen" in den Länderspielen der letzten Monate. Er sei im Rückblick selbst überrascht gewesen, wie viele verschiedene Spieler er 2019 eingesetzt habe, gab Löw zu: "Das hätte ich mir anders gewünscht."

In der Gruppenphase der Europameisterschaft wird Deutschland auf Frankreich, Portugal und einen noch zu ermittelnden Playoff-Sieger treffen.

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