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Weigl: Schweinsteiger bot mir die Binde an

Von SPOX
Weigl: Schweinsteiger bot mir die Binde an

Julian Weigls Entwicklung führte ihn innerhalb eines Jahres vom Abstiegskampf in der 2 Liga mit 1860 München über Stammspieler bei Borussia Dortmund bis hin zum Debüt in der deutschen Nationalmannschaft. Dabei hat er vor allem von Bastian Schweinsteiger einiges mitgenommen.

"Er hat mich von Anfang an an die Hand genommen", so Weigl im Interview mit der Sport Bild. "Vielleicht, weil wir dieselbe Position spielen und die gleiche Herkunft haben. Er hat mir viele Tipps gegeben und schreibt mir auch jetzt noch häufig SMS. Dafür bin ich ihm total dankbar, da ich denke, dass ich von so einer Persönlichkeit noch sehr, sehr viel lernen kann."

Zudem gibt Weigl Einblicke in das Abschiedsspiel Schweinsteigers Ende August gegen Finnland, als er für den Ex-Kapitän eingewechselt wurde: "Er hat mich gefragt, ob ich die Kapitänsbinde nehmen will, aber ich habe gesagt: Lass mal lieber."

"Muss den Mund aufmachen"

Sein steiler Aufstieg innerhalb nur eines Jahres kam auch für den Youngster überraschend. "Es ist schon krass, was in so kurzer Zeit alles passiert ist. Das hätte ich mir nicht mal so erträumen können. Vor einem Jahr konnte ich noch unerkannt durch die Stadt gehen, das ist heute nicht mehr der Fall", so Weigl. Trotzdem würde er das "nicht mehr tauschen wollen".

Seine Rolle bei Borussia Dortmund beschreibt er, angesprochen auf Tuchels "Orchester" folgendermaßen: "Ich würde sagen, dass ich so etwas wie ein Lieferant bin, Ich spiele vor der Abwehr, hole die Bälle ab und versuche, unsere kreativen, schnellen Leute zu bedienen."

Trotz seiner erst 21 Jahre hat er auch mit einer gewissen Führungsrolle im Verein kein Problem. "Meine zentrale Position bringt es mit sich, dass ich den Mund aufmachen muss, wenn ich das Spiel steuern will, sonst funktioniert es nicht. Ich bin froh, dass das Team keinen Unterschied macht, ob ich 20 oder 30 bin."

Bastian Schweinsteiger im Steckbrief

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