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Fussball

Borussia Mönchengladbach - RB Leipzig 1:0: Leihgabe Wolf schießt Leipzig von der Tabellenspitze

Von SID
Gladbach-Trainer Marco Rose umarmt seinen Matchwinner Hannes Wolf.

Borussia Mönchengladbach kann auch Führungen über die Zeit bringen (die Highlights im Video). Der Matchwinner gegen RB Leipzig war ausgerechnet ein Leihspieler der Sachsen.

Nachdem Hannes Wolf seine Leipziger Ex-Kollegen von der Tabellenspitze geschossen hatte, konnte sich der völlig durchnässte, aber äußerst glückliche Gladbacher Matchwinner vor Gratulanten kaum retten. Trainer Marco Rose, die Borussia-Spieler und selbst der Zeugwart bedankten sich beim Österreicher. Ausgerechnet gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber gelang Wolf sein erstes Bundesligator - beim 1:0 (0:0) gegen RB Leipzig machte er den Unterschied.

"Es ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Ich habe jetzt eineinhalb Jahre auf so einen Moment warten müssen. Ich freue mich, dass heute der Knoten geplatzt ist", sagte Wolf bei Sky: "Das Spiel gibt sicherlich Selbstvertrauen. Ich sehe mich als Spieler von Borussia Mönchengladbach. Ich hoffe, dass ich längere Zeit hier bin als dieses Jahr."

Der lange verletzte Wolf beendete mit seinem Tor in der 60. Minute auch eine schwarze Serie: Zuvor hatte Gladbach in acht Versuchen noch nie gegen RB gewonnen und alle vier Heimspiele verloren.

Nun aber kassierte das Team von Julian Nagelsmann drei Tage nach der höchsten Pleite der Klubgeschichte (0:5 bei Manchester United) im Duell der Champions-League-Teilnehmer die erste Liga-Niederlage der Saison. Nach drei Wochen müssen die Sachsen den Platz an der Sonne Bayern München überlassen.

Borussia Mönchengladbach: Plea trifft die Latte gegen Leipzig

"Man weiß gegen Leipzig nie, was auf einen zukommt", hatte der gebürtige Leipziger Rose vor dem Spiel gesagt. Die Antwort war zu Beginn eine aggressiv pressende, mit einer Viererkette agierende RB-Mannschaft, gegen die Gladbach zumeist hinterherlief. Der laufstarke Yussuf Poulsen zwang Schlussmann Yann Sommer mit einer Direktabnahme zu einer ersten Glanzparade (10.).

Vier Tage nach dem unglücklichen 2:2 gegen Real Madrid fand Gladbach aber mit zunehmender Spieldauer besser in Spiel. Vor allem über links sorgten Rami Bensebaini und Wolf für Dampf. Vorne fehlte jedoch die Durchschlagskraft eines Marcus Thuram, der nach seinem Doppelpack gegen Real ebenso wie Kapitän Lars Stindl auf der Bank saß.

Letztlich blieb die Begegnung aber vor allem taktisch geprägt. Die Borussia verzeichnete erst in der 45. Minute ihren ersten Schuss aufs Tor. Alassane Plea traf zwar ins Netz, der Franzose stand zuvor aber klar im Abseits.

Plea hatte auch die erste Chance im zweiten Durchgang (49.), insgesamt ging das Rose-Team nun etwas zielstrebiger zur Sache. RB attackierte mit dem erst 18 Jahre alten Startelf-Debütanten Lazar Samardzic nun früher, die Folge war mehr Raum für beide Teams. Den nutzte Wolf, der nach schönem Zuspiel von Patrick Herrmann den Ball souverän im rechten Eck unterbrachte.

In der nun offenen und endlich auch spannenden Begegnung traf Plea noch das Lattenkreuz (67.). In der Schlussphase warf Leipzig noch einmal alles nach vorne.

Glabdach - Leipzig: Die Aufstellungen

Mönchengladbach: Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi (46. Wendt), Bensebaini - Hofmann, Neuhaus (73. Kramer) - Herrmann (80. Lazaro), Embolo (73. Thuram), Wolf - Plea (80. Stindl). - Trainer: Rose

Leipzig: Gulacsi - Henrichs, Orban, Upamecano, Angelino - Kampl (66. Haidara) - Sabitzer, Samardzic (69. Nkunku) - Dani Olmo (66. Forsberg) - Poulsen (66. Hwang), Sörloth. - Trainer: Nagelsmann

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