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Fussball

1. FSV Mainz 05 - FC Augsburg 0:1: Zentner-Blackout bremst Mainzer Aufholjagd

SID
Robin Zentner leistete sich gegen den FCA einen folgenschweren Patzer.

Ein folgenschwerer Blackout von Torhüter Robin Zentner hat die Aufholjagd des FSV Mainz 05 ins Stocken gebracht.

Robin Zentner lehnte völlig geistesabwesend am Pfosten, dann biss er frustriert in seinen Handschuh. Nach dem Abpfiff war der Torhüter des FSV Mainz 05 auch von Betreuern und Kollegen kaum zu trösten, denn sein folgenschwerer "Sekundenschlaf" hatte die rot-weiße Aufholjagd im Abstiegskampf vorerst gestoppt. Das 0:1 (0:1) gegen den FC Augsburg am Sonntag war für den Tabellen-17. eine riesige Enttäuschung.

Zentner hatte mit seinem Blackout daran großen Anteil. Der zuletzt starke Torwart spielte dem Augsburger Stürmer Florian Niederlechner den Ball in der 25. Minute unbedrängt genau in den Fuß - Niederlechners folgenden Querpass schob Andre Hahn zum FCA-Siegtor ein. "Wer keinen Druck macht, löst auch keine Fehler aus", sagte Niederlechner: Angesichts von nun 26 Punkten werde auf der Heimfahrt "sicherlich ein Bier getrunken".

Für die Mainzer ist nichts verloren: Der Rückstand auf Arminia Bielefeld und Hertha BSC (beide 18 Punkte) beträgt weiter einen Zähler. "Robin ist alt genug, um das zu verarbeiten. Er hat uns oft genug gerettet", sagte Trainer Bo Svensson bei Sky. "Er kommt zurück. Ja. Er kommt zurück."

Mit dem Rücken zur Wand hatte der Mainzer Sportdirektor Martin Schmidt vorab den "geilsten Abstiegskampf, den es je gab" ausgerufen - mit Leidenschaft und Laufstärke wollten sie diesen auch gegen Augsburg befeuern.

Mainz setzte die Gäste in einem kampfbetonten Spiel früh unter Druck und war tonangebend, Kapitän Danny Latza gab nach einer Viertelstunde den ersten gefährlichen Torschuss ab. Die Augsburger Führung fiel dann aus dem Nichts - und unter gütiger Mithilfe Zentners.

Kevin Stöger rückt in Mainzer Startelf

Svensson hatte zuletzt dreimal in Folge der identischen Startelf vertraut, gegen Augsburg musste er einmal tauschen. Für Dominik Kohr, der mit einem grippalen Infekt ausfiel, rückte Kevin Stöger ins Team. Der Österreicher hatte mit zwei späten Jokertoren sowohl den Sieg bei Borussia Mönchengladbach (2:1) als auch das Remis bei Bayer Leverkusen (2:2) klargemacht.

Am Sonntag strahlten Stöger und Co. selten Torgefahr aus. Auch nach der Gäste-Führung gab es wenige spielerische Glanzpunkte, Mainz blieb aber bissig. Einen Distanzschuss von Latza (39.) parierte Rafal Gikiewicz stark.

Nach dem Seitenwechsel konnte sich Augsburg öfter befreien und wurde mutiger - und prompt wurde es durch den Ex-Mainzer Niederlechner (50./51.) zweimal brenzlig. Den 05ern war der Wille weiter nicht abzusprechen, aber auch in der hitzigen Schlussphase fehlte es an der nötigen Durchschlagskraft gegen leidenschaftlich verteidigende Augsburger.

Mainz 05 - FC Augsburg: Die Reaktionen der Trainer

Bo Svensson (Trainer FSV Mainz 05): "Ich finde, wir haben das erwartete Spiel bekommen. Auf dem Platz war es schwer zu spielen, wir haben es trotzdem ordentlich gemacht. Wenn ein Torwart Fehler macht, entscheidet das oft auch Spiele. Robin hat uns schon oft genug gerettet. Das ist der Job, es ist manchmal nicht so angenehm, Torhüter zu sein. Die Mannschaft hat danach gut agiert, um das 0:1 zu drehen. Der Geist ist auf jeden Fall intakt."

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): "Wir haben heute zwei Mannschaften gesehen, die leidenschaftlich um die Punkte gekämpft haben. Wir hatten das Glück, durch einen Fehler in Führung zu gehen, natürlich hat uns das in die Karten gespielt. Wir haben weiter gut dagegengehalten und hätten in der einen oder anderen Situation sicher das 2:0 machen können. In der entscheidenden Situation hatte Rafal Gikiewicz die Fingerspitzen dran. Wir sind natürlich glücklich, dass wir drei Punkte mitnehmen können."

1. FSV Mainz 05 - FC Augsburg: Die Aufstellungen

Mainz: Zentner - St. Juste, Bell (64. Boetius), Niakhate - da Costa (84. Öztunali), Barreiro, Mwene - Stöger, Latza (80. Burkardt) - Szalai (64. Glatzel), Onisiwo. - Trainer: Svensson

Augsburg: Gikiewicz - Framberger (68. Gumny), Gouweleeuw, Uduokhai, Pedersen - Strobl, Khedira - Caligiuri (90.+3 Richter), Benes (68. Oxford), Hahn - Niederlechner (84. Gregoritsch). - Trainer: Herrlich

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