Bundesliga: Mainz 05 stellt Stürmer Adam Szalai frei - Berater reagiert

Von SID/SPOX
Adam Szalai soll sich einen neuen Verein suchen.
© imago images / Martin Hofmann

Der FSV Mainz 05 hat den ungarischen Nationalspieler Adam Szalai aussortiert. Sein Berater wehrt sich gegen die Freistellung - und spricht von einem "fassungslosen" Vorgang.

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"Wir haben Adam mitgeteilt, dass er in unseren sportlichen Planungen keine Rolle mehr spielen wird", teilte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder auf SID-Anfrage mit: "Wir sind der Meinung, dass es daher für ihn Sinn macht, sich komplett neu zu orientieren und sich einen neuen Verein zu suchen."

Entgegen anderslautender Medienberichte seien alleine sportliche Gründe ausschlaggebend für die Entscheidung, erklärte der Verein.

Das will Szalais Berater so nicht stehenlassen. "Das Vorgehen von Mainz 05 macht fassungslos und kann nicht akzeptiert werden. Weder auf noch neben dem Platz hat sich Adam etwas zu schulden kommen lassen", erklärte Oliver Fischer am Montag in der Bild. Es sei "für jedermann offensichtlich, dass die ausgesprochene Freistellung keine reinen sportlichen Gründe haben kann."

Die Bild-Zeitung nannte als Grund für die Trennung, dass die Mainzer den Profis das im Frühjahr gekürzte Gehalt nicht zurückzahlen wollten. Szalai, Mitglied des Mannschaftsrats, soll dagegen "vehement interveniert" haben, so der Bericht. Den Profis soll die Nachzahlung angeblich vertraglich zugesichert worden sein. Szalai sei "bezüglich coronabedingter Gehaltsstundung jederzeit vorangegangen", widersprach Fischer. "Er hat die Wünsche des Vereins nicht nur mitgetragen, sondern andere Spieler, die sehr skeptisch waren, sogar überzeugt, den Weg mitzugehen."

Der 32-Jährige hatte bereits beim Saisonauftakt am vergangenen Sonntag bei RB Leipzig (1:3) nicht im Kader gestanden. Trainer Achim Beierlorzer hatte dies mit taktischen Gründen erklärt. Szalai war im Sommer 2019 nach Mainz zurückgekehrt.

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