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NBA

NBA - MVP-Ranking im Februar: Ein Schulterzucken, das alles sagt

Nikola Jokic und Joel Embiid sind aktuell die Topfavoriten auf den MVP-Award.

Der Februar brachte vor allem eine Erkenntnis im MVP-Rennen: Die Top 3 ist unanfechtbar! Einer hat eigentlich keine Makel, ein anderer könnte das schaffen, was Shaquille O'Neal vor 22 Jahren zuletzt gelang - und der dritte zuckt bei all dem nur müde mit den Schultern. Das MVP-Ranking von SPOX.

Wie erwartet mussten wir uns in diesem Monat von einem Spieler aus dem MVP-Ranking verabschieden, der sich zu Saisonbeginn noch um die Spitzenposition gebalgt hatte. Seine Knieverletzung macht es Kevin Durant, der die vergangenen 19 Spiele verpasst hat, wohl unmöglich, in dieser Spielzeit nochmal in das MVP-Rennen einzugreifen. Dafür ist die Konkurrenz einfach zu weit enteilt.

Ein ähnliches Problem verfolgt auch Chris Paul, der in den vergangenen Monaten immer mal wieder mit einem Sprung in die Top 5 geliebäugelt hat, nun jedoch aller Voraussicht nach die restliche Regular Season vom Fernseher aus verfolgen muss. Eröffnen sich dadurch Möglichkeiten für Devin Booker, an der Top 5 anzuklopfen?

Bislang hat es für den Suns-Guard nicht gereicht, das kann sich in den letzten Saisonmonaten aber natürlich noch ändern. Das wollen auch der zuletzt aufstrebende Luka Doncic, der immer spektakuläre Ja Morant oder der bei den Heat tonangebende Jimmy Butler unter Beweis stellen. Für die Top 3 wird es aber für keinen von den genannten mehr reichen, die ist eigentlich schon jetzt kaum mehr anzufechten. Außer der einzige Februar-Neuling im SPOX-Ranking hört gar nicht mehr auf, Wilt-Rekorde zu brechen. Hier kommt unsere Top 5!

PLATZ 5: STEPHEN CURRY (Golden State Warriors)

  • Platzierung im Vormonat: 5
  • Teambilanz: 43-18, Platz 2 in der Western Conference
  • Stats 2021/22: 25,7 Punkte, 5,3 Rebounds und 6,5 Assists bei 42,8 Prozent aus dem Feld und 37,6 Prozent von Downtown (in 56 von 61 Spielen)

Wenn doch nur immer All-Star Game wäre ... Ist es aber nicht und so erwachte Stephen Curry nach dem Dreierregen in Cleveland recht unsanft aus seinen gülden glänzenden All-Star-MVP-Träumen. Zum Auftakt des Saisonendspurts gegen Portland fuhr Golden State zwar einen Blowout-Sieg ein, doch Curry netzte 14 Dreier weniger als im Spaß-Event am vorigen Wochenende. Immerhin 14 Assists, aber nur 2/7 Triples für 18 Punkte lautete die Ausbeute. Bei der anschließenden Pleite gegen die Mavs stand er bei 3/10 Dreiern.

Zwar hat der 33-Jährige seinen historischen Shooting-Slump aus dem Januar überwunden, das brandheiße Niveau vom Saisonstart sucht er aber weiterhin vergebens. Kurz vor der Reise nach Cleveland packte Curry immerhin eine 8/13-Dreier-Performance bei der Niederlage gegen die Clippers aus, doch davor (1/8 Dreier gegen LAL) und danach (1/7 Dreier gegen DEN) haderte er wieder mit seinem Wurf.

Seit Jahresbeginn steht der Splash Brother damit bei 23,0 Punkten im Schnitt (dazu gute 7,4 Assists) und einer für seine Verhältnisse überschaubaren True-Shooting-Percentage von 56,9 Prozent. Das sind natürlich gute, aber nicht unbedingt MVP-Zahlen. Dass Golden State vor der Pause auch noch vier von fünf Spiele abgab, half Currys Argumentationskette ebenfalls nicht.

Dabei sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass die Dubs Ende Januar und Anfang Februar auch eine Serie von neun Siegen am Stück hinlegten. Golden State nennt dadurch weiterhin die zweitbeste Bilanz der Association sein Eigen. Das in Verbindung mit Currys spektakulärem Saisonstart hält ihn weiterhin auf dem fünften Rang.

PLATZ 4: DEMAR DEROZAN (Chicago Bulls)

  • Platzierung im Vormonat: nicht gerankt
  • Teambilanz: 39-22, Platz 2 in der Eastern Conference
  • Stats 2021/22: 28,3 Punkte, 5,3 Rebounds und 5,1 Assists bei 51,7 Prozent aus dem Feld und 36,5 Prozent von Downtown (in 57 von 61 Spielen)

Eat. Sleep. Drop 35 points on 50 percent shooting. Repeat. So sah der Februar von DeMar DeRozan aus. Acht Spiele in Folge mit mindestens 35 Zählern und über 50 Prozent Trefferquote aus dem Feld schüttelte der 32-Jährige zuletzt aus dem Handgelenk, das schaffte noch nicht einmal Wilt Chamberlain! Gegen Memphis riss die Serie schließlich. Die Grizzlies hielten DeRozan bei "nur" 31 Zählern (10/29 FG).

Bei DeRozan stimmen auch alle Parameter abseits dieses Hot Streaks. Da ist der historische Aspekt seiner Leistungen: Er ist erst der achte Spieler in der Geschichte der NBA, der eine 28/5/5-Saison bei mindestens 60 Prozent True-Shooting auflegt. Da ist der Teamaspekt: Trotz Verletzungen von Zach LaVine, Lonzo Ball oder Alex Caruso hält er die Bulls im Rennen um die Spitzenposition im Osten.

Clutch-König DeRozan liefert auch dann ab, wenn es am wichtigsten ist. Keiner hat mehr Punkte im vierten Viertel erzielt als der Bulls-Star (468), pro Spiel gerechnet legen nur Giannis Antetokounmpo und Kyrie Irving knapp mehr Zähler auf (jeweils 8,8 zu 8,5). Mit seinem eiskalten Midrange-Game hat DeRozan den Bulls in entscheidenden Phasen schon einige Siege geschenkt.

Das umstrittene Offseason-Signing hat Chicago überraschend in die Ost-Elite geführt. Allein dafür gebührt DeRozan eine Menge Respekt. Und wer im Jahr 2022 auch noch einen Wilt-Rekord bricht, der muss fast automatisch im MVP-Ranking auftauchen. Um in die Top 3 vorzudringen, müssten allerdings noch ein paar mehr Bestmarken fallen.

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