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NFL Recap: Kansas City Chiefs vs. Denver Broncos 22:9 - Chiefs-Defense nutzt jeden Fehler der Broncos eiskalt aus

Die Defense der Kansas City Chiefs zeigte sich erneut sehr effizient.

Die Kansas City Chiefs haben durch einen 22:9-Erfolg gegen die Denver Broncos in Woche 13 ihre Siegesserie ausgebaut und sind mit den Topteams der AFC gleichgezogen. Spielentscheidend war dabei einmal mehr die bärenstarke Defense der Hausherren, die jeden Fehler ausnutzte.

Die Broncos begannen dieses Spiel mit zwei 3-and-Outs, wobei sie in ihrem ersten Drive nach einem 2nd and 1 sogar rückwärts marschierten. Die Chiefs wiederum machten es besser und erzielten direkt in ihrem ersten Drive einen Touchdown - nach 12 Spielzügen fand Patrick Mahomes per Scramble selbst die Endzone aus 10 Yards.

Und ehe die Broncos selbst ins Spiel fanden, stand es schon 10:0 für Kansas City, da Kicker Harrison Butker per 56-Yard-Field-Goal erhöht hatte. Die Broncos legten im Anschluss zwei lange Drives hin. Der erste ging über zehn Spielzüge und brachte ihnen ein 42-Yard-Field-Goal durch Brandon McManus ein, der zweite nahm immerhin 11 Minuten von der Uhr. Doch nach 20 Spielzügen stoppten die Chiefs die Gäste an der eigenen 8-Yard-Linie bei 4th and 2. Pausenstand: 10:3 Chiefs.

Nach dem Break witterten die Broncos nach einer von Tyreek Hill abgefälschten Interception von Mahomes Morgenluft, mussten jedoch zügig punten. Butker legte wenig später ein weiteres Field Goal (45 YDS) nach und dann erlebten die Broncos den nächsten Rückschlag: Bridgewater versuchte einen Deep Shot Richtung Jerry Jeudy, übersah jedoch den lauernden Safety Juan Thornhill, der sich die Interception schnappte.

Die Broncos-Defense erzwang zwar schnell den nächsten Punt, doch das resultierte in einen Muff, den KC zum Ende des dritten Viertels in der gegnerischen Red Zone eroberte - ein Broncos-Spieler wurde in Returner Diontae Spencer rein geblockt und jener hatte dann keine Chance, den Ball zu fangen. Voran ging es danach jedoch erneut nicht für die Chiefs, Butker erhöhte aber dennoch die Führung mit einem lockeren 26-Yard-Field-Goal zum Start des vierten Viertels.

Chiefs vs. Broncos: Pick-Six sorgt für Entscheidung

Die Broncos machten sich im Anschluss daran nochmal auf zu einem weiteren Drive tief in die gegnerische Hälfte, doch Bridgewater warf unter Druck eine abgefälschte Interception zu Safety Daniel Sorensen, der schließlich freie Bahn für einen 75-Yard-Return-Touchdown zur Entscheidung hatte.

Ein Touchdown gelang den Broncos allerdings doch noch - nach elf Spielzügen fand Bridgewater Running Back Javonte Williams per Screen für einen 13-Yard-Score.

Am Ende stand der fünfte Erfolg in Serie für KC, das nun vorübergehend mit den Topteams an der Spitze der AFC-Playoff-Setzliste gleichgezogen ist - wie die Patriots, Bills (spielen am Montag gegeneinander), Ravens und Titans stehen sie nun bei 8-4 und haben noch alle Chancen auf den Top-Seed der Conference.

Kansas City Chiefs (8-4) - Denver Broncos (6-6)

Ergebnis: 22:9 (10:0, 0:3, 3:0, 9:6) BOXSCORE

Chiefs vs. Broncos - die wichtigsten Statistiken

  • Mahomes hat mit seiner Interception nach der Pause sein Career-High mit 12 (2018) eingestellt. 5 davon kamen nach Drops seiner Receiver und 3 - eine in diesem Spiel - gingen dabei durch die Hände von Tyreek Hill. Beides sind Höchstwerte in der NFL in dieser Saison.
  • Die Defense der Chiefs hat in diesem Spiel erstmals seit Woche 10 gegen die Raiders wieder einen Touchdown zugelassen.

  • Dazwischen lag allerdings eine Bye-Week in Woche 12. Und durch diesen Sieg verbesserte Head Coach Andy Reid seine persönliche Bilanz nach einer Bye-Week auf 20-3.

  • Durch diesen Sieg haben die Chiefs nun ihre letzten zwölf Spiele gegen die Broncos allesamt gewonnen.

Der Star des Spiels: Melvin Ingram (Edge Rusher, Chiefs)

Ingram steht hier stellvertretend für die gute Front der Chiefs, die zwar gerade gegen den Run nicht immer felsenfest stand, aber dafür Plays gegen den Pass machte, die letztlich das Spiel entschieden. Ingram war der Beste der Gruppe mit 3 Pressures, 2 Stuffs und einem halben Sack. Insgesamt kamen die Chiefs auf 12 Pressures und erzwangen damit auch besonders die zweite Interception Bridgewaters.

Der Flop des Spiels: Courtland Sutton (Wide Receiver, Broncos)

Sutton führte sein Team zwar lange in Targets an, leistete sich aber auch ein paar unnötige Drops. Insgesamt fiel er öfter mit scheinbar vorzeitig abgebrochenen Routes auf und - und das gilt für seine Kollegen genauso wie für ihn selbst - schaffte er es nie, seine Duelle outside zu gewinnen. Bridgewater versuchte zwar gelegentlich Deep Shots, doch war es gerade Sutton, der dann die Routes nicht zu Ende lief oder gar nicht erst in Position kam, weil es ihm nicht gelang, per Outside-Release auf eine Go-Route zu gehen, die sonst ein wichtiges Stilmittel für diese Offense ist.

Analyse: Chiefs vs. Broncos - die Taktiktafel

  • Die Broncos spielten etwas überraschend meist mit Single-High-Safety-Looks, was die Chiefs aber nicht sofort für ihre geliebten Shot Plays nutzten. Vielmehr setzten sie wie zuletzt üblich auf kurze Crosser und hofften auf Yards nach dem Catch.

  • Zudem wurden immer mal wieder die Running Backs im Passspiel gesucht. Darüber hinaus wurde das Run Game mehr als üblich eingesetzt.

  • Die Broncos wiederum verzichteten auf übermäßig viele Blitzes und vertrauten darauf, mit leichten Boxes im Sub-Package die Tackles im offenen Feld zu machen. Und das funktionierte nicht immer zuverlässig.

  • Hatten die Broncos den Ball, waren sie vor der Pause darauf erpicht, den Ball zu laufen und damit das Spiel zu kontrollieren. Allerdings scheute Bridgwater auch nicht vor dem einen oder anderen Deep Shot zurück. Nach der Pause suchte Bridgewater dann vermehrt seine Tight Ends und Running Back Javonte Williams durch die Luft. Die Chiefs versuchten ihrerseits 2-High-Looks zu zeigen, zogen einen der Safety aber häufig für den Run-Support vor.

  • Was dem Broncos-Spiel ein wenig fehlte, waren gezielte Pässe nach außen zu den Receivern in Single-Coverage. Hier wurde meist Courtland Sutton gesucht, der aber teils fragwürdige Routes lief und sich damit das Leben selbst schwer machte. So verpuffte dieser theoretische Matchup-Vorteil recht schnell aus Sicht der Gäste.

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