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NFL Preseason Week 1 Previews: Highlights, Ergebnisse und alle Infos zu Woche 1

Von Jan Dafeld
© getty

Die NFL ist zurück! Beim ersten Preseason-Wochenende zeigte Justin Fields in seinem NFL-Debüt eine starke Leistung. Trevor Lawrence erwischt derweil einen Horrorstart, Trey Lance zeigt Licht und Schatten. Die Broncos zerlegen die Vikings. Und: Gibt es einen Quarterback-Zweikampf in Indianapolis?

NFL: Preseason Week 1

New England Patriots (1-0) - Washington Football Team (0-1) 22:13 (3:0, 3:7, 3:0, 13:6) BOXSCORE

  • Mac Jones' Debüt für die Patriots war mit Spannung erwartet worden. Würde der Rookie Cam Newton (4/7, 49 YDS) weiter Druck machen können? Nach dem ersten Auftritt lässt sich festhalten: Jones (13/19, 87 YDS) könnte dem Starterplatz näher sein als gedacht. Seine nackten Statistiken gegen Washington ragten mit 4,6 Yards pro Pass zwar nicht heraus, Jones zeigte sich als Game-Manager an der Line of Scrimmage allerdings bereits komfortabel und attackierte im Passspiel bereits deutlich aggressiver als Newton. Als nächster Schritt sollte Jones in der Preseason Snaps mit den Startern sehen, dort wird er den ersten Eindruck bestätigen müssen.
  • Damien Harris (4 ATT, 17 YDS) erhielt bei den Patriots zwar fast alle Snaps mit den Startern, angesichts des herausragenden Auftritts von Rookie Rhamondre Stevenson (10 ATT, 127 YDS, 2 TD) muss sein Status als Lead Back jedoch nicht in Stein gemeißelt sein. Stevenson trug einen 91-Yard-Run in die Endzone und erzielte noch einen weiteren Touchdown. Ebenfalls überzeugend bei New England: Kicker Quinn Nordin, der alle drei Field-Goal-Versuche traf, darunter einen Kick aus 50 Yards Entfernung. Nordin setzte allerdings auch einen Extrapunkt daneben.
  • Auf der Gegenseite feierte Ryan Fitzpatrick (5/8, 58 YDS) sein Debüt für Washington und spielte dabei solide. Das Football Team ließ seine Starter ran, auch Antonio Gibson, Terry McLaurin und Logan Thomas spielten mehr als einen Drive. Gibson war bei den Startern der klare Lead Back, ging allerdings - wie schon in der Vorsaison - bei Third Downs vom Feld. Dyami Brown scheint noch kein Kandidat für eine große Rolle zu sein. Gegen die Patriots spielte er ausschließlich mit den Backups. Kicker Dustin Hopkins verschoss seine beiden Field-Goal-Versuche.
  • Chase Young spielte nicht lange, unterstrich in seiner limitierten Spielzeit allerdings erneut, wieso er der vielleicht beste junge Pass-Rusher der Liga ist. Bei nur sieben Pass-Rush-Snaps verbuchte der 22-Jährige zwei Pressures, erwischte Newton einmal mit einem harten Hit und war auch im Run-Game mit Tackles zur Stelle. Rookie Jamin Davis kam in seinem NFL-Debüt auf vier Tackles.

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Philadelphia Eagles (0-1) - Pittsburgh Steelers (2-0) 16:24 (10:0, 6:7, 0:14, 0:3) BOXSCORE

  • Eine klar aufs Laufspiel fokussierte Offense rund um Jalen Hurts (3/7, 54 YDS, ATT, 4 YDS) bekamen wir im ersten Preseason-Spiel der Eagles nicht zu sehen. Hurts agierte vor allem als Pocket-Passer und lief nur einmal für vier Yards. Der 23-Jährige überzeugte mit gutem Rhythmus im Passspiel und hatte gleich zweimal Pech mit Drops. Einmal überwarf er allerdings auch einen offenen Quez Watkins (REC, 79 YDS, TD).
  • A propos Watkins: Der Wide Receiver soll im Training Camp bereits überzeugt haben, diesen Eindruck bestätigte er gegen die Steelers. Bei einem möglichen Touchdown-Catch wurde er von Hurts zwar überworfen, kurz darauf trug er einen kurzen Screen-Pass von Joe Flacco (10/17, 178 YDS, TD) jedoch über 79 Yards in die gegnerische Endzone. Nick Mullens (1/5, 4 YDS, 2 INT) durfte als dritter Quarterback ran und spielte schrecklich.
  • Etwas enttäuschende Spielanteile erhielten bei Philly Dallas Goedert (REC, 34 YDS) und Kenneth Gainwell (2 ATT, 14 YDS, 2 REC, 16 YDS). Goedert spielte weniger Snaps als Zach Ertz und sah nicht wie der Nummer-eins-Tight-End des Teams aus. Gainwell spielte auch in Abwesenheit von Miles Sanders ausschließlich mit den Backups.
  • Auf Seiten der Steelers konnte Dwayne Haskins (16/22, 161 YDS, TD) nach seinem eher enttäuschenden Auftritt im Hall-of-Fame-Game Punkte sammeln. Der Quarterback brachte 16 seiner 22 Pässe an den Mann und führte Pittsburgh nach einem 0:10-Rückstand nach dem ersten Viertel noch zum Sieg. Mason Rudolph (8/9, 77 YDS) spielte solide, hatte jedoch Probleme bei Third Down. Die einzige Interception der QBs warf Joshua Dobbs (5/6, 30 YDS, INT). Ben Roethlisberger kam noch nicht zum Einsatz.
  • Najee Harris (2 ATT, 10 YDS, REC, 9 YDS) spielte wieder mit den Startern, lief allerdings erneut hinter einer wenig überzeugenden Line. Das Run-Blocking könnte für die Steelers zu einem Problem werden. Diontae Johnson (3 REC, 41 YDS) war der aktivste der drei Starting Receiver, Pat Freiermuth (REC, 6 YDS) fing einen Pass, kassierte allerdings auch eine Holding-Strafe.

Atlanta Falcons (0-1) - Tennessee Titans (1-0) 3:23 (0:3, 0:10, 3:3, 0:7) BOXSCORE

  • Es war nicht das Debüt, das sich Falcons-Coach Arthur Smith ausgemalt haben dürfte. Die Offense der Falcons, in der allerdings auch nahezu ausschließlich Backups spielten, hatte noch ordentlich Sand im Getriebe. Backup-Quarterback A.J. McCarron (5/12, 36 YDS, INT, 2 ATT, 11 YDS) spielte furchtbar, Konkurrent Feleipe Franks (2/9, 16 YDS, 4 ATT, 76 YDS) präsentierte sich durch die Luft allerdings kaum besser. Mit vier Carries für 76 Yards (darunter ein 52-Yard-Run) sorgte Franks aber zumindest am Boden für Gefahr und war der Rushing-Leader der Falcons.
  • Kyle Pitts sollte eigentlich im Fokus vieler Beobachter stehen - doch der Tight End kam gar nicht zum Einsatz. Pitts sei bereits so weit, dass er nicht viel Einsatzzeit in der Preseason benötige, erklärte Smith nach dem Spiel. Auch Matt Ryan, Calvin Ridley und Mike Davis spielten nicht einen Snap mit der Offense.
  • Auf Seiten der Titans gibt es einen Kampf um den Posten des Backup-Quarterbacks, gegen die Falcons präsentierten sich sowohl Logan Woodside (10/15, 84 YDS, TD) als auch Matt Barkley (5/8, 54 YDS, TD) solide, wenn auch nicht spektakulär. Beide vermieden größere Fehler, Woodside steckte allerdings drei Sacks ein. Ryan Tannehill kam wie auch Derrick Henry, Julio Jones und A.J. Brown nicht zum Einsatz.
  • Anthony Firkser sollte in dieser Saison Jonnu Smith ersetzen, zumindest glaubten viele Beobachter, dass es so kommen könnte. Nach dem ersten Preseason-Spiel ist diesbezüglich jedoch etwas Skepsis angesagt: Firkser hatte die gleiche Rolle wie noch in der Vorsaison inne und spielte keine Early Downs, bei diesen waren Tommy Hudson oder Luke Stocker (REC, 7 YDS) als Tight Ends auf dem Feld. Darrynton Evans (4 ATT, 26 YDS, REC, 2 YDS) verletzte sich zwar leicht, der Running Back spielte jedoch ausschließlich mit den Startern. Evans sollte der klare Backup von Derrick Henry in der Regular Season sein.

Detroit Lions (0-1) - Buffalo Bills (1-0) 15:16 (3:3, 0:10, 0:0, 12:3) BOXSCORE

  • Gleich zwei Starting Quarterbacks der Vorsaison kamen in Detroit zum Einsatz: Mitchell Trubisky (1/2, 10 YDS) durfte ganz kurz raus auf den Rasen, Jared Goff (7/9, 56 YDS) spielte sogar etwas länger. Im Kampf um den Posten des dritten Quarterbacks bei den Bills hinterließ Davis Webb (11/16, 90 YDS, TD, 2 ATT, 26 YDS)) einen guten Eindruck. Jake Fromm (8/13, 65 YDS) muss wohl wirklich um seinen Kaderplatz zittern. Auf Seiten der Lions überzeugte derweil David Blough (5/6, 76 YDS), er dürfte die Nase im Duell mit Tim Boyle (8/15, 38 YDS) vorne haben.
  • Devin Singletary (8 ATT, 42 YDS, 1 REC, 6 YDS) erhielt auf Seiten der Bills alle Snaps mit den Startern, Matt Breida (10 ATT, 27 YDS, 2 REC, 15 YDS) kam nahezu ausschließlich mit den Backups zum Einsatz. Zack Moss, Singletarys Konkurrent im Backfield, kam nicht zum Einsatz. Definitiv Punkte sammeln konnte zudem Erstrundenpick Gregory Rousseau. Der Rookie verbuchte drei Pressures und einen Sack. Bestätigt er diese Leistung in den nächsten Spielen, könnte er auch in der Regular Season viel spielen.
  • Auf Seiten der Lions erhielt Jamaal Williams (9 ATT, 15 YDS) nahezu alle Snaps mit den Startern. Siebtrundenpick Jermar Jefferson (4 ATT, 7 YDS, REC, 1 YDS) spielte erst als die Backups auf dem Feld waren. D'Andre Swift kam noch nicht zum Einsatz.
  • Bei den Wide Receivern spielte derweil Tyrell Williams (2 REC, 30 YDS) alle Snaps mit den Startern, er scheint bei den Starting Receivern der Lions gesetzt zu sein. Amon-Ra St. Brown (2 REC, 12 YDS) durfte ebenfalls mit den Startern spielen, der Deutsch-Amerikaner kam allerdings ausschließlich im Slot zum Einsatz, außen wurde er nicht aufgestellt. T.J. Hockenson spielte noch nicht.

Arizona Cardinals (0-0) - Dallas Cowboys (0-1) 19:16 (3:0, 7:6, 3:3, 6:7) BOXSCORE

  • Ein Preseason-Krimi! Mit einem 47-Yard-Field-Goal schoss Matt Prater (4/4 FG, 1/1 XP) sein neues Team in seinem ersten Spiel für die Cardinals in letzter Sekunde zum Sieg. Chris Streveler hatte Arizona zuvor mit einem soliden Drive in Field-Goal-Range gebracht.
  • Rondale-Moore-Time in Arizona? Das erste Preseason-Spiel der Cardinals scheint auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung zu sein. Mit drei Receptions für 23 Yards verbuchte Moore (3 REC, 23 YDS) die meisten Catches aller Spieler der Gastgeber. Ermutigend war jedoch vor allem, wie Moore eingesetzt wurde: Der Rookie spielte in Abwesenheit von DeAndre Hopkins mit den Startern, vor allem im Slot, teilweise jedoch auch außen. Christian Kirk (REC, 34 YDS), der eigentlich als Slot-Receiver gehandelt worden war, kam derweil ausschließlich außen zum Einsatz und erhielt keinen einzigen Snap im Slot.
  • Colt McCoy (6/7, 69 YDS) hinterließ in seinem Auftritt einen soliden Eindruck, musste allerdings auch drei Sacks schlucken. Chris Streveler (12/24, 107 YDS, 10 ATT, 55 YDS) zeigte Licht und Schatten, seine Qualitäten als Dual-Threat-Quarterback waren jedoch nicht zu übersehen. Eno Benjamin (5 ATT, 50 YDS, TD) scheint derweil weiterhin weit von einer Regular-Season-Rolle entfernt zu sein. In Abwesenheit von James Conner erhielt Chase Edmonds (3 ATT, 10 YDS, REC, 10 YDS) die Snaps mit den Startern, Benjamin spielte ausschließlich mit den Backups und musste sich sogar noch hinter Jonathan Ward einreihen (6 ATT, 21 YDS, 3 REC, 13 YDS). Immerhin konnte Benjamin seine Spielzeit für Eigenwerbung nutzen.
  • Auf Seiten der Cowboys bleibt der Dreierkampf um den Posten des Backup-Quarterbacks weiter undurchsichtig. Garrett Gilbert (7/16, 80 YDS) konnte diesmal nicht wirklich überzeugen, Cooper Rush (7/13, 89 YDS) und Ben DiNucci (6/14, 46 YDS, TD) glänzten jedoch auch nicht wirklich. Dak Prescott kam erneut nicht zum Einsatz und wird wohl die gesamte Preseason geschont werden. Tony Pollard durfte erneut starten, wurde jedoch schon früh vom Feld genommen. Ezekiel Elliott sah so wie auch Amari Cooper nur zu.
  • Interessant war die Rollenverteilung der Receiver bei Dallas: CeeDee Lamb, im Vorjahr fast ausschließlich im Slot eingesetzt, spielte nahezu ausschließlich außen, dafür wurde Michael Gallup (2 REC, 23 YDS) vor allem im Slot eingesetzt. Die Cowboys verfügen über sehr viel Variabilität in ihrem Receiver-Trio und könnten ihre Spieler enorm viel in der Formation umherschieben. Die Startersnaps als Tight End sah diesmal Blake Jarwin, Dalton Schultz fiel allerdings auch verletzt aus. Dieses Duell bleibt spannend. Defensiv verletzte sich Defensive Lineman Neville Gallimore. Sollte der 24-Jährige länger ausfallen, wäre das herber ein Schlag für die D-Line der Cowboys.
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