Skispringen WM: Deutsche Skispringer holen WM-Gold mit der Mannschaft

Von SPOX/SID
Karl Geiger holte sich im Einzelspringen bei der WM die Bronze-Medaille.
© getty

Die deutschen Skispringer haben in Oberstdorf wie vor zwei Jahren WM-Gold im Teamwettbewerb gewonnen. Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Severin Freund und Pius Paschke siegten mit 1046,6 Punkten vor Österreich (1035,5) und Polen (1031,2). Zum insgesamt vierten Mal nach 1999, 2001, und 2019 ging der Titel nach Deutschland.

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Für Geiger, der zuvor schon Gold im Mixed, Silber von der kleinen und Bronze von der großen Schanze geholt hatte, war es beim vierten Start die vierte Medaille. Erstmals seit 2001 in Lahti standen die deutschen Skispringer somit in jedem WM-Wettkampf auf dem Podest.

Skispringen WM: Teamwettbewerb der Herren von der Großschanze im Liveticker zum Nachlesen

Skispringen - Der Endstand:

Pos.NationPunkte gesamt
1.Deutschland1046.6
2.Österreich1035.5
3.Polen1031.2
4.Japan1017.5
5.Slowenien1010.0
6.Norwegen974.1
7.Schweiz856.6
8.Russland778.2

Österreich darf Silber bejubeln:

Die Österreicher haben zwar Gold nicht mitnehmen können, nach einer wirklich schweren Saison mit vielen Rückschlägen, ist aber auch Silber ein richtig gutes Ergebnis. Das Team hatte im ersten Durchgang stark losgelegt, dann aber kamen die Konkurrenten immer näher und konnten Österreich schließlich zum Ende von Durchgang eins abfangen. Danach aber ließ das Team nicht locker und konnte im Finale noch einmal durchweg starke Sprünge abliefern. Einzig gegen die deutschen Schlussspringer war kein Kraut gewachsen.

Deutschland fliegt zu Gold!

Im deutschen Team gibt es kein Halten mehr, als das Ergebnis aufleuchtet. Man liegt sich in den Armen und bei einigen fließen die Tränen. Für Karl Geiger und Markus Eisenbichler, die auch vor zwei Jahre in Seefeld gewannen, ist es das zweite WM-Gold im Team, für Severin Freund und Pius Paschke das erste. Die Mannschaft hatte sich über den ganzen Wettkampf in der Nähe der Medaillen aufgehalten, hatte in keiner Gruppe ausgelassen und konnte in einer hochspannenden, finalen Gruppe die Polen noch abfangen und im abschließenden Wettkampf Gold mitnehmen! Die WM war vor allem für Geiger erfolgreich. Er holte auf seiner heimischen Schanze in allen Wettkämpfen eine Medaille.

Polen:

Kann Polen hier mit Gold nach Hause gehen oder darf Deutschland über den WM-Titel jubeln? Dawid Kubacki ist am Schanzentisch zu spät dran und muss bei 127,5 Metern seine Landung hinsetzen. Damit ist klar, dass Deutschland bei der Heim-WM Gold mitnimmt! Für die Polen geht es auf den Bronzerang zurück.

Deutschland:

Karl Geiger schreit seine Freude frei heraus und schließt Severin Freund in die Arme! Mit 136 Metern knallt der Oberstdorfer auf seiner Heimschanze einen richtig weiten Sprung hinunter und nimmt ebenfalls Topwerte in der Haltung mit. Es geht an Österreich vorbei und Silber ist Deutschland sicher, aber vielleicht wird es ja sogar noch Gold? Darüber entscheidet jetzt Dawid Kubacki.

Österreich:

Die Spannungskurve steht an und nur noch drei Nationen stehen um. Was kann Stefan Kraft jetzt bringen? Für die Medaillen müsste er nur 124,5 Meter springen, aber Kraft will natürlich um Gold kämpfen. Und das tut er mit diesem Sprung! Obwohl Rückenwind herrscht, kann er die 133 Meter hinunterziehen und nimmt dreimal die 19.0 für die Haltung mit. Österreich setzt sich an die Eins, nun wird es spannend, was Deutschland und Polen dagegensetzen.

Japan:

Jetzt sind die Japaner gefordert. Wenn in Richtung Medaillen noch was gehen soll, braucht Ryoyu Kobayshi einen richtig starken Sprung. Auspacken kann er den allerdings nicht und nach 128,5 Metern wird es trotz guter Haltungsnoten wohl nichts mit der Medaille für Japan werden.

Slowenien:

Der letzte Springer der Slowenen ist bereits in der Luft und auch bei ihm endet der Wettkampf noch einmal mit einem richtig guten Sprung, mit dem er ein positives Fazit unter seine WM ziehen kann. Nach 134 Metern im ersten Durchgang, legt er jetzt die 133,5 Meter nach.

Norwegen:

Die Norweger wollten heute um die Medaillen mitspringen, im Wettkampf aber blieben die großen Weiten aus. Bei Robert Johansson allerdings nicht. Der hat heute seinen Soll erfüllt und auch im Abschlusssprung kann er mit 134 Metern noch einmal richtig weit hinuntersegeln.

Schweiz:

Den Abschluss für die Schweizer, die heute Platz sieben belegen werden, wird Gregor Deschwanden machen. Bei einem leichten Rückenwind bringt er noch einmal einen soliden Versuch auf die 122,5 Meter hinunter.

Russland:

In der letzten Gruppe wird in der umgekehrten Reihenfolge des derzeitigen Ergebnisses gesprungen. Daran, dass Russland beginnen muss, ändert das aber nicht. Denis Kornilov schließt den Wettbewerb für sein Team mit 118,5 Metern ab.

Spannung vor der letzten Gruppe:

Spannender könnte ein WM-Finale nicht ausfallen! Vor der letzten Gruppe liegt Polen hauchdünn mit einem Punkt Vorsprung vor der deutschen Mannschaft. Sieben Punkte fehlen den Österreichern, die damit auch noch alle Chancen haben. Die Japaner liegen auf Platz vier und könnten bei einer Schwäche der anderen Teams noch einmal eingreifen!

Norwegen:

Johann Andre Forfang ist für die Norweger unterwegs, die ja schon aus dem WM-Kampf raus sind. Er macht seine Sache mit 128 Metern noch einmal ordentlich, von Platz sechs aber wird man sich nicht mehr wegbewegen können.

Polen:

Kamil Stoch ist für die Polen jetzt auch gefordert. Er müsste über die 130 Meter springen, damit sich sein Team vorne halten kann. Kann er das leisten? Und wie! Mit 132,5 Metern geht es für ihn zwar nicht in den Bereich von Eisenbichler, es reicht aber, um mit einem Punkt in Führung zu bleiben.

Deutschland:

Markus Eisenbichler schreit seine Erleichterung frei heraus! Der dritte Springer im DSV-Team setzt zum Angriff an und brennt die 138,5 Meter souverän in den Schnee. Die Noten sind richtig hoch und bringen weitere wichtige Punkte. Um sechs Punkte geht es an Österreich vorbei.

Österreich:

Daniel Huber muss im Kampf mit Japan jetzt nachlegen. Absetzen kann sich Huber mit seinen 130,5 Metern gegen Sato nicht und es bleibt bei einem geringen Vorsprung von 6,8 Punkten zu dem japanischen Quartett.

Slowenien:

Domen Prevc zeigt, dass er die Hoffnung auf die Medaillen noch nicht verlorengegeben hat. Mit einem richtig weiten Sprung kann er den Abstand wieder verkürzen, es bleiben aber 17,8 Punkte Rückstand. Da wird im Finale normal nicht mehr viel gehen.

Japan:

Kann sich Japan im Kampf um die Medaillen halten? Keiichi Sato muss jetzt vorlegen. Der Wind hat zu Ammann nachgelassen und so sind seine 130 Meter gar nicht so übel. Die Noten sind ebenfalls gut und so lässt Japan auch dort nichts liegen. Nun wird es spannend, was da die Konkurrenz dagegensetzt.

Schweiz:

Simon Ammann reißt die Arme in die Luft und feiert einen richtig starken Finalsprung! Der Schweizer setzt seinen Sprung top an, sieht besonders in den ersten Flugteilen richtig gut aus und es geht auf 129 Meter hinunter.

Russland:

Es geht in die vorletzte Gruppe im Finaldurchgang. Ilya Mankov eröffnet diese für die russische Mannschaft. Der Wind ist weiter gering und so gibt es jetzt mehr Anlauf. Mit 110,5 Metern zeigt er aus diesem exakt die gleiche Weite wie im ersten Sprung.

Norwegen:

Daniel-Andre Tande indes ist nach seiner Landung mehr als frustriert. Mit 124,5 Metern schließt er den Wettkampf mit keinem guten Gefühl ab und es verdichtet sich, dass Norwegen die WM jenseits der Medaillenränge abschließen wird. Noch im Kampf um die Top 3 sind Polen, Österreich, Japan und Deutschland.

Polen:

Jetzt nimmt der Wettkampf aber mal richtig an Geschwindigkeit auf! Andrzej Stekala lässt dieses Mal nicht aus und mit 127 Metern liefert der junge Pole den bisher besten Sprung in dieser Gruppe ab. Die polnische Mannschaft setzt sich mit einem hauchdünnen Vorsprung vor die Österreicher. Japan liegt 7,1 Punkte zurück.

Deutschland:

Auch Severin Freund muss sich jetzt strecken, um in diesen Weitenbereich hineinzukommen. Am Schanzentisch greift der Routinier in seinen Sprung ein, lässt dadurch dann an Weite liegen und es geht nach 123 Metern wieder ein bisschen nach hinten. Mit 9,9 Punkten Rückstand aber ist noch alles drin!

Österreich:

Nun muss sich auch Jan Hörl bei weniger Wind beweisen. 123,5 Meter bräuchte es, um an Japan vorbeizugehen. Die bringt er, aber mit 126,5 Metern wird man sich nicht absetzen können. Um 6,2 Punkte bleibt Österreich vor den Japanern.

Slowenien:

Für die Slowenen ist Peter Prevc bereits in der Spur. Er muss jetzt unbedingt aufholen, wenn noch was für Slowenien drin sein soll. Gelingen aber tut ihm das nicht und mit 126 Metern bleibt er hinter der Weite des Japaners zurück.

Japan:

Naoki Nakamura hat es jetzt nicht leicht von den Bedingungen. Der Japaner hat kaum noch Luftunterstützung und so muss jetzt alles zusammenpassen. Er macht seine Sache ordentlich und mit 126,5 Metern hat er seine Aufgabe heute sicherlich erfüllt.

Schweiz:

Schade! Andreas Schuler ist am Schanzentisch viel zu spät dran, kann die Energie so nicht mit in seinen Sprung hineinnehmen und kommt mit 108 Metern nicht an die Weite heran, die er im ersten Sprung hingebracht hat. Es reicht aber locker, um vor Russland zu bleiben.

Russland:

Nach der hochspannenden ersten Gruppe, steht die zweite Gruppe bereits in den Startlöchern. Den Anfang macht einmal mehr Russland. Mikhail Nazarov kommt nach dem Tisch allerdings nicht so recht auf Höhe und als er dann nur wenig Aufwind hat, geht es nur auf 122 Meter hinunter.

Norwegen:

Im ersten Sprung hatte Marius Lindvik Pech mit dem Wind, jetzt hat er etwas mehr Glück und bringt auch seinen Flug sauber hinunter. Der Rückstand aber bleibt bei mehr als 50 Punkten. Da wird Norwegen wohl nichts mehr ausrichten können in Richtung der Medaillenränge. Im Kampf um die Medaillen noch dabei sind Österreich, Polen, Deutschland und Japan, die nur 7,3 Punkte auseinanderliegen. Slowenien ist um 30 Punkte abgefallen.

Polen:

Piort Zyla ist für die polnische Mannschaft unterwegs und auch der knallt hier noch einmal richtig einen raus! Nach 139 Metern kommt Zyla aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus. Die Noten sind mit dreimal der 19.0 hoch und Polen ist mittendrin im Geschäft. Nur 0,2 Punkte fehlen noch zu Österreich.

Deutschland:

Pius Paschke müsste jetzt auch schon in diesen Bereich kommen, damit das deutsche Team vor Österreich bleibt. Der Sprung ist technisch sauber und auch wenn es nicht die Weite gibt, die reichen würde, um vor dem ÖSV-Team zu bleiben, sind seine 132 Meter ganz wichtig. Nur 2,8 Punkte fehlen zu Österreich, da ist noch viel drin!

Österreich:

Philipp Aschenwald ist für die Österreicher an der Reihe und der zeigt einmal mehr mit einem Topsprung auf! Von oben bis unten gestaltet er seinen Versuch flüssig und stark und knallt die 136 Meter in den Schnee. Für die Haltung gibt es dreimal die 18.5, womit man sich um 7,3 Punkte vor Japan setzen kann.

Slowenien:

Puh! Schon im ersten Sprung lief es bei Cene Prevc nicht so richtig und auch in seinem Finalsprung hadert der 24-Jährige. Am Schanzentisch ist er viel zu spät dran, dann schlagen ihm die Skier entgegen und er verliert sofort an Speed. Mit 126,5 Metern gehen wichtige Punkte verloren.

Japan:

Jetzt geht es bereits um die Medaillen, denn Japan hat da durchaus noch Chancen, eine der drei Medaillen mitzunehmen. Yukiya Sato zeigt, dass Japan dafür bereit ist! Am Schanzentisch läuft nicht alles sauber durch, er bleibt aber voll drauf und segelt bis auf 137 Meter hinunter.

Schweiz:

Dominik Peter hatte im ersten Sprung mit einem guten Versuch vorgelegt. Was kann er uns jetzt abliefern? Er setzt seinen Sprung wieder gut an und dieses Mal geht es für ihn auf 123,5 Meter hinunter. Für die Noten geht zweimal die 17.5 und einmal die 18.0 in die Wertung ein. Mit einem großen Vorsprung von mehr als 50 Punkten geht es an Russland vorbei.

Skispringen WM: Der 2. Durchgang geht los

Russland:

Es ist alles angerichtet für das Finale der besten acht Nationen. Den Anfang macht Evgeniy Klimov für die russische Mannschaft. In der ersten Gruppe geht es aus Luke 13 über den Bakken. Daraus gelingt es Klimov dann auch, sich noch einmal zum ersten Sprung zu steigern. 121 Meter legt er für Russland vor.

Finale um 18:16 Uhr:

Nach einer kleinen Pause geht es ab 18:16 Uhr für die Skispringer in das große Finale. Wir melden uns pünktlich zum ersten Sprung zurück.

Schweizer auf Platz sieben:

Für die vier Athleten aus der Schweiz reicht es mit guten Sprüngen, um sich auf den siebten Platz für das Finale zu qualifizieren. Ausgeschieden sind Finnland, die USA, Tschechien, Rumänien, die Ukraine und Kasachstan.

Deutschland führt zur Halbzeit:

Was für ein erster Durchgang! Es hatte sich im Probedurchgang angedeutet, dass es eng werden könnte und genau so kam es dann. Zur Halbzeit in Führung liegt das deutsche Quartett, welches sich aber nur hauchdünn vor der österreichischen Mannschaft wiederfindet. 3,7 Punkte liegen nur zwischen den beiden Teams. Dritte sind nach vier Sprüngen die Polen mit 11,1 Punkten Rückstand. Die Japaner mischen mit 12,8 Punkten Abstand nach vorne ebenfalls noch mit und auch Slowenien sollte man mit 18,6 Punkten Rückstand noch nicht abschreiben, wenn es später um die Medaillen geht. Abgeschlagen sind die Norweger mit 51,2 Punkten Rückstand zu Deutschland.

Norwegen:

Die Norweger haben heute keinen Vertrag mit dem Wind geschlossen. Nachdem es schon Lindvik schwierig hatte, hat auch Robert Johansson in seiner Gruppe die schlechtesten Bedingungen. Und da kann auch der Silbermedaillen-Gewinner nicht zaubern. Mit 129,5 Metern bleibt der Rückstand deutlich.

Polen:

Dawid Kubacki ballt die Faust im Auslauf und zeigt sich mit einer Weite von 131 Metern zufrieden. Die Polen mischen mit 11,1 Punkten Rückstand zu Deutschland ebenfalls mit, wenn es ins Finale geht.

Deutschland:

Karl Geiger lässt sich die Chance nicht entgehen und setzt Österreich mit einem starken Satz auf die 133,5 Meter unter Druck. Von oben bis unten hat da alles gepasst und so gibt es auch in der Haltung richtig gute Werte. Wo kommt Deutschland raus? Auf Platz eins mit 3,7 Punkten Vorsprung!

Österreich:

Jetzt scheint sich hier wieder alles zusammenzuschieben! Stefan Kraft kommt nicht optimal in seinen Sprung hinein, ist auf den ersten Metern ein wenig schief und muss bei 130 Metern zur Landung kommen. Nur noch 9,1 Punkte liegt Österreich vor der japanischen Mannschaft.

Slowenien:

Anze Lanisek sorgt dafür, dass auch die Slowenien im Kampf um die Medaillen im Geschäft bleiben. Mit 134 Metern und guten Noten im 18er-Bereich sind es nun nur noch 5,8 Zähler, die zum Team aus Japan fehlen. Drei Mannschaften stehen noch oben.

Japan:

Jetzt geht es wieder um die Medaillen. Was kann Ryoyu Kobayshi für das japanische Team runterbringen? So einiges. Er kann den leichten Aufwind für einen guten Versuch nutzen und segelt bis auf 135,5 Meter hinunter. Die Noten sind ebenfalls ordentlich. Mal schauen, was jetzt die anderen Teams zeigen.

Schweiz:

Klasse Satz von Gregor Deschwanden! Der Schweizer gestaltet seinen Sprung gut, findet schön in seine Position und lässt sich vom Aufwind bis auf die 129 Meter tragen. Es geht mit 47 Punkten an Russland vorbei und damit auch für Russland sicher ins Finale der besten acht Nationen!

Russland:

Denis Kornilov muss vor seinem Sprung warten, da der Wind derzeit außerhalb des Korridors ist. Als er die Freigabe bekommt, ist es weiterhin ordentlich und er trifft auf einen schönen Aufwind. Richtig nutzen kann er denn dann nicht und als das Timing und der Schwerpunkt am Tisch nicht passt, landet er bei 119,5 Metern. Für das Finale reicht es aber locker.

Finnland:

Können die Finnen noch einmal in Richtung Finale angreifen oder werden auch sie sich schon nach einem Durchgang vom finalen Wettkampf der WM verabschieden müssen. In der Hand hat es Eetu Nousiainen. Mit 120,5 Metern ist er mit seiner Weite zufrieden, aber reicht das auch, um Russland noch abzufangen?

Tschechien:

Für Cestmir Kozisek bleibt das positive Ergebnis hingegen aus. Er kommt so gar nicht in seinen Sprung hinein, findet keine Höhe und muss bei 107,5 Metern seinen Telemark hinbringen. Tschechien wird ebenfalls ausscheiden!

USA:

Bei Decker Dean gibt es in seinem letzten WM-Sprung noch ein gutes Ergebnis, mit dem er ein positives Fazit unter den heutigen Tag setzen kann. 120 Meter, mehr werden es nicht.

Kasachstan:

Sergey Tkachenko vermasselt seinen Sprung hingegen. Am Schanzentisch ist er etwas zu übermütig, muss dann immer wieder eingreifen, hat ein viel zu offenes System und kann nicht mehr als 95,5 Meter hinbringen.

Ukraine:

Vitaliy Kalinichenko kann im letzten Sprung der Ukraine noch einmal für ihn persönlich ein tolles Ergebnis abliefern. Er liegt solide in der Luft und nimmt die 115 Meter mit.

Rumänien:

Daniel Cacina macht den letzten Sprung der Rumänen im heutigen Wettkampf, denn schon jetzt liegen sie über 100 Punkte hinter dem achten Platz. Das wird schwer aufzuholen sein. 103 Meter werden es für den letzten Mann der kleinen Skination.

Norwegen:

Johann Andre Forfang zeigt, dass die Norweger sich so leicht nicht geschlagen geben! Mit 136 Metern und Noten im 19er-Bereich bringt er sein Team wieder etwas näher nach vorne, wenn auch der Rückstand mit 50 Punkten natürlich weiterhin groß bleibt.

Polen:

Kamil Stoch kann für die Polen auch einen richtig guten Satz abliefern und legt die 133 Meter in den Schnee. Die Haltung ist wie üblich hoch und bringt ihm weitere wichtige Punkte ein. Wo kommt Polen raus? Platz drei, knapp vor Japan.

Deutschland:

Markus Eisenbichler ballt die Faust im Auslauf! Mit 135 Metern bringt er das deutsche Team aber mal so was von zurück ins Geschäft. Nur noch 3,5 Punkte liegt Österreich vor der deutschen Mannschaft. Es ist weiterhin alles offen im Kampf um Gold.

Österreich:

Daniel Huber kann auch nicht viel mehr drauflegen, hält mit seinem 129 Metern die Österreicher aber souverän an der Spitze des Feldes. Noch kommen aber drei Nationen!

Slowenien:

135 Meter bräuchte Domen Prevc jetzt, um die Slowenen an Japan vorbeizubringen. Mit 129,5 Metern gelingt ihm das aber nicht ganz und der große Sprung in Richtung Japan bleibt aus. Sieben Punkte liegen nun zwischen Japan und Slowenien.

Japan:

Japan lässt Tür offen! Am Schanzentisch lässt Keiichi Sato ein wenig was liegen, kann nicht den besten seiner Versuche hinbringen und muss schon bei 128,5 Metern landen. Wenn die Konkurrenz da jetzt nachlegt, ist wieder viel offen!

Schweiz:

Klasse! Gestern war Simon Ammann nicht ganz zufrieden mit seinen Sprüngen, heute läuft es bei dem Routinier deutlich besser und er haut bei wenig Aufwind die 127,5 Meter raus. Mit 24,4 Punkten Vorsprung geht es an Russland vorbei.

Russland:

Der 17-Jährige Ilya Mankov ist für die Russen in der dritten Gruppe dran. Für seine Verhältnisse erfüllt er seine Aufgabe solide und kann mit 110 Metern einen ordentlichen Versuch runterbringen. Denn aktuell sind die Bedingungen hier wirklich richtig schwer.

Finnland:

Bei den Finnen soll Arttu Pohjola es richten. Mit 104 Metern schafft auch der junge Athlet nicht den Topsprung, es reicht aber, um sich locker vor den bisherigen Startern zu setzen. Noch ist das Finale für die Finnen drin.

Tschechien:

Filip Sakala schlägt die Hände vor das Gesicht. Der Tscheche ist natürlich mit einer Weite von 95 Metern alles andere als glücklich. Dem gebeuteltem Team droht die nächste große Niederlage.

USA:

Casey Larson kann bei den Verhältnissen auch nicht viel ausrichten. Er hat in der Luft viel zu tun und muss nach 95,5 Metern seine Landung hinstellen. Auch für die USA wird es wohl nichts mit dem Finale der besten acht Nationen werden.

Kasachstan:

Die ersten Nationen haben es bei jetzt doch wenig Aufwind richtig schwer und es geht bisher kein Sprung über die 100 Meter. Auch Danil Vassilyev scheitert für Kasachstan an dieser Weite.

Ukraine:

Andrii Vaskul kann auch nicht dafür sorgen, dass seine Team hier vielleicht wichtige Punkte in Richtung Finale holt. Mit 96,5 Metern sind die Ukrainer trotz eines Springes mehr in der Wertung nur auf Platz zwölf.

Rumänien:

Die dritte Gruppe steht schon in den Startlöchern. Eröffnet wird diese durch Nicolae Sorin Mitrofan aus der rumänischen Mannschaft. Er stellt den Sprung etwas steil an, mit 97 Metern aber kommt er natürlich nicht an die Topathleten heran.

Norwegen:

Die Verhältnisse sind auch bei Daniel-Andre Tande nicht leicht. Dann vermasselt er auch noch seinen Absprung. So geht dann nicht mehr viel und für Tande geht es nicht viel weiter als 119,5 Meter. Die Norweger verlieren weiter und liegen jetzt schon 60 Punkte hinter der Spitze!

Polen:

Und auch Polen lässt aus! Andrzej Stekala kommt so gar nicht in seinen Sprung hinein, hat dann nicht die Windunterstützung und landet nur bei 122,5 Metern. Die gute Ausgangslage aus der ersten Gruppe ist dahin und es geht auf Platz vier nach hinten.

Deutschland:

Mit Severin Freund ist jetzt der schwächste Athlet aus dem deutschen Team an der Reihe. Kann er hier mithalten oder geht es für das deutsche Team nach hinten? Freund versucht, viel rauszuholen, über die 130 Meter aber kann er nicht segeln und so geht es für das deutsche Team jetzt erst einmal hinter Slowenien zurück. 15,6 Punkte fehlen zu Österreich.

Österreich:

Die Österreicher wollen es heute wissen! Nach Aschenwald liefert auch Jan Hörl einen richtig starken Satz ab und ballert die 136 Meter raus. Für die Haltung gibt es dreimal die 18.5, womit man dann in der Summe um 10,6 Punkte an Japan vorbeigehen kann.

Slowenien:

Peter Prevc sorgt dafür, dass Slowenien sich wieder etwas nach vorne hieven könne. Mit 135,5 Metern überfliegt er die Weite von Nakamura deutlich und man ist wieder um 11,6 Punkte am Team aus Japan dran.

Japan:

Naoki Nakamura ballt die Fäuste bei der Ausfahrt! Nachdem Nakamura gestern zusehen musste, erhält er heute wieder das Vertrauen des Trainers und das zahlt er mit einem richtig guten Sprung zurück. Er liegt richtig gut über seinem Latten, macht dadurch ein gutes Luftpolster und erst nach 129,5 Metern kommt der Telemark.

Schweiz:

Andreas Schuler versucht alles, um nach dem tollen Sprung von Peter nachzulegen. Mit 109 Metern kommt er nicht an den K-Punkt heran, hält aber die Chancen der Schweiz auf das Finale der besten Acht aufrecht.

Russland:

Lange wird sich Finnland dort aber nicht halten können. Mikhail Nazarov legt auf die Weite von Aalto noch einmal etwas drauf und mit einem ruhigen Flug stellt er die 122,5 Meter hin.

Finnland:

Antti Aalto kann aus den aktuellen Verhältnissen etwas mehr machen. In der Übergangsphase läuft es bei dem Finnen nicht optimal, mit 118 Metern aber kann er sich zumindest noch ein bisschen retten. Für Finnland geht es erst einmal an die Spitze.

Tschechien:

Viktor Polasek muss sich auch bei schwierigen Bedingungen beweisen. Gelingen aber tut ihm das nicht. Er setzt den Sprung zu steil an, es bremst ihn dahin und nach 99 Metern verlässt er frustriert den Auslauf.

USA:

Andrew Urlaub hat es jetzt richtig schwer und der US-Amerikaner wird bei leichtem Rückenwind abgelassen. Damit kann er dann nicht viel ausrichten und muss schon bei 90 Metern landen. Die USA sortiert sich hinter Kasachstan ein.

Kasachstan:

Auch die Kasachen können bisher noch keinen Druck in Richtung Finale ausüben, in dem ja dann nur noch acht Nationen dabei sein werden. Nach 107 Metern bleibt man hinter Rumänien, aber vor der Ukraine.

Ukraine:

Anton Korchuk hat für die Ukraine auch so seine Schwierigkeiten den Sprung stabil zu halten. Nach 82 Metern bleibt sein Team damit hinter Rumänien zurück.

Rumänien:

Mihnea Spulber eröffnet die zweite Gruppe. Da der Wind nachgelassen hat, hat sich die Jury für drei Luken mehr Anlauf entschieden. Spulber aber nutzt das auch nicht und mit 79,5 Metern ist die gute Ausgangslage von Rumänien nach der erste Gruppe auch schon wieder dahin.

Norwegen:

Jetzt sind die Norweger an der Reihe. Marius Lindvik hatte in der Probe auch so seine Probleme und jetzt trifft der auch noch auf die schwierigsten Bedingungen dieses Durchgangs. Was kann er damit noch ausrichten? Nicht viel! Mit 117 Metern liegen die Norweger 35,8 Punkte hinter Polen!

Polen:

Der Probedurchgang ging bei Piotr Zyla noch daneben. Jetzt lässt er sich nicht lumpen und ballert die 139 Meter hin. Die Noten sind gut, die Abzüge für den Wind geringer als bei den Konkurrenten. Damit ist Polen jetzt in Führung, wenn auch nur knapp.

Deutschland:

Starker Auftakt auch bei der deutschen Mannschaft! Pius Paschke hält dagegen, legt seinerseits mit 136,5 Metern nach und damit ist auch das deutsche Team derzeit mittendrin im Geschäft. Nur 4,8 Punkte fehlen zu Japan.

Österreich:

Die Österreicher sind an der Reihe und die nehmen es mit Japan auf! Philipp Aschenwald erwischt seinen Sprung am Schanzentisch optimal, kann sich gut auf das Luftpolster legen und geht bis auf 138,5 Meter hinunter. Nur ganz knapp liegt das ÖSV-Team damit hinter Österreich.

Slowenien:

Die Jury bleibt trotz des Überspringens des Hillsize weiter in diesem Gate. Bei Cene Prevc geht das gut und nach 129 Metern kann der Slowene heute keinen Sprung der Güte abliefern, die man gestern von ihm gesehen hat. Erst einmal bleiben die Slowenen hinter Japan zurück.

Japan:

Die Japaner aber legen da noch einen drauf! Mit 141 Metern schickt Yukiya Sato gleich einmal eine Kampfansage in Richtung der Konkurrenz. Da werden sich auch die noch kommenden Athleten in dieser Gruppe strecken müssen, um da ranzukommen.

Schweiz:

Was für ein Auftakt für die Schweiz! Dominik Peter hat im Juniorenbereich in dieser Saison schon abräumen können und das Ergebnis nimmt er heute mit in den Wettkampf. Er liegt richtig gut in der Luft und stellt die 129 Meter in den Schnee.

Russland:

Diesen Augenblick wird sich das Quartett aus Rumänien einrahmen! Denn auch der Russe kann nicht mitmischen Evgeniy Klimov, der im Weltcup schon Erfolge feiern konnte, landet gerade mal bei 117 Metern.

Finnland:

Und auch Niko Kytösaho beißt sich an der zum Anfang hingelegten Weite die Zähne aus! Mit 118 Metern aber kommt er zumindest schon einmal in einen ähnlichen Bereich hinein. Trotzdem, wer hätte gedacht, dass sich Rumänien so lange vorne halten kann.

Tschechien:

Und auch Tschechien kann die guten Verhältnisse nicht nutzen, um zum Auftakt einen weiten Sprung hinzustellen. Mit 102,5 Meter, mehr werden es bei Vojtech Stursa nicht.

USA:

Der erste Starter der US-Amerikaner hat es am Schanzentisch zu eilig und nimmt sich dadurch schon früh die Geschwindigkeit. So geht es dann auch für sein Team nicht an den Rumänen vorbei, dessen Auftaktssprung immer mehr Wert ist. 99,5 Meter hatte Andrew Urlaub hinbringen können.

Kasachstan:

Nurshat Tursunzhanov ist erst 17 Jahre alt und hat auf der großen Schanze noch viel zu tun, um seine Technik stabil zu halten. Mit 82,5 Metern kann auch er keinen Sprung hinstellen, der Rumänien gefährdet.

Ukraine:

Yevhen Marusiak hat es zwar nicht schlecht, aber doch deutlich weniger Aufwind als der Rumäne vor ihm. Als dann die Technik auch nicht so ganz passt, ist schon vor den 100 Metern Schluss.

Rumänien:

Es ist angerichtet für das große Finale der Skispringer bei der WM in Oberstdorf. Den Anfang macht Rumänien, bei denen Andrei Feldorean in der ersten Gruppe springt. Bei richtig viel Aufwind kann der junge Athlet schon mal einen schönen Sprung hinbringen und stellt erst bei 119,5 Metern seine Landung hin.

So lief der Probedurchgang:

Vor dem Wettkampf ging es für die Athleten bereits im Probedurchgang über die Schanze. In der Summe hatten darin die österreichischen Springer ihre Favoritenrolle bestätigt und die meisten Punkte ersprungen. Nicht weit dahinter hatten sich die deutschen Skispringer eingefunden. Dicht beisammen lagen Slowenien und Japan. Norwegen war das fünftbeste Team, nachdem Lindvik ausgelassen hatte.

Schweizer nur Außenseiter:

Für das Team aus der Schweiz hingegen wird es heute sicherlich nur darum gehen, ins Finale zu kommen, um dort vielleicht um den siebten Platz zu fighten. Gestellt wird das Team durch Andreas Schuler, Dominik Peter, Simon Ammann und Gregor Deschwanden.

Auf wen gilt es noch zu achten?

Der Kampf um die Medaillen ist relativ offen. Die Norweger müssen zwar auf Halvor Egner Granerud verzichten, sind aber dafür bekannt in einem Teamwettkampf über sich hinauswachsen zu können und haben mit Robert Johansson den Silbermedaillen-Sieger von gestern in ihren Reihen. Auch die Polen sind sicherlich in den engen Kreis der Medaillenanwärter einzubeziehen. Nicht vergessen heißt es die Slowenen. Die starten heute gleich mit allen drei Prevc-Brüdern. Hinten drauf wird Anze Lanisek das Ganze abschließen. An einem guten Tag können sicherlich auch die Japaner mitmischen.

DSV-Team möchte mitmischen:

Das deutsche Team wird heute sicherlich auch mitmischen wollen im Kampf um die Medaillen. Eröffnen wird für die DSV-Mannschaft Pius Paschke. Ihm folgt Severin Freund, der sich intern gegen Hamann und Schmid durchgesetzt hatte. Markus Eisenbichler und Karl Geiger werden an der dritten und vierten Position springen.

Österreicher in Favoritenrolle:

Mit starken Einzelleistungen in die Favoritenrolle gesprungen haben sich die österreichischen Skispringer. Sie platzierten im gestrigen Einzel alle ihre Starter im vorderen Feld und waren auch in den Trainings vorne dabei. Den Auftakt für das ÖSV-Team wird Philipp Aschenwald machen. Ihm folgt dann Jan Hörl. Daniel Huber wurde in die dritte Gruppe gesetzt. Schlussmann ist der frischgebackene Weltmeister von der Großschanze, Stefan Kraft.

Vor Beginn:

Mitmischen werden heute insgesamt 14 Nationen. Für die Medaillen in Frage kommen davon aber nur eine Handvoll von Teams. In den zweiten Durchgang werden es acht der 14 Teilnehmer schaffen.

Vor Beginn:

Im gestrigen Einzelspringen holte sich Karl Geiger mit seinem dritten Platz die vierte deutsche Medaille bei der WM. Kann er den Schwung von gestern mitnehmen und mit seinen Landsmännern das nächste Edelmetall einsacken?

Vor Beginn:

Der Medaillenkampf von der Großschanze geht um 17 Uhr über die Bühne. Davor gibt es noch den Probelauf zu absolvieren. Es ist der letzte Skisprung-Wettbewerb bei der WM im Allgäu.

Vor Beginn:

Herzlich willkommen zum Teamspringen der Herren bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Oberstdorf.

Skispringen WM: Teamwettbewerb der Herren von der Großschanze im TV und Livestream

Beim ZDF seht Ihr das Teamspringen live und in voller Länge ab 16.50 Uhr - sowohl im Free-TV als auch im Gratis-Livestream. Stefan Bier ist als Kommentator und Rudi Cerne als Moderator im Einsatz. Als Experte mit von der Partie ist Toni Innauer.

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Nordische Ski WM: Der Medaillenspeigel im Überblick

PlatzLandGoldSilberBronzeGesamt
1Norwegen119626
2Schweden2226
3Österreich3025
4Deutschland1214
5Russland1214
6Slowenien1146
7Polen1001
8Finnland0213
9Japan0123
10Schweiz0101
11Frankreich0011
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