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Fussball

David Alaba über Wechsel vom FC Bayern zu Real Madrid: "Es gibt kein böses Blut"

Von Philipp Schmidt

Real-Neuzugang David Alaba sorgte bei seiner Vorstellung in Madrid für Verärgerung bei den Fans des FC Bayern, als er das Wappen der Königlichen küsste. Im Interview mit der Sport Bild hat der Österreicher unter anderem erklärt, wie es dazu kam.

"An diesem Tag haben wir eine ganze Strecke von Fotomotiven aufgenommen. Für mich war das ein aufregender, spannender und sehr emotionaler Tag. Ich war glücklich, endlich angekommen zu sein. Ich wollte zeigen, wie sehr ich mich freue, eine neue Herausforderung angehen zu können. Mit dem Küssen des Real-Wappens wollte ich niemanden provozieren, schon gar nicht den FC Bayern und die Fans", sagte Alaba, der auf "unglaublich schöne 13 Jahre, die sehr emotional, sehr positiv waren", zurückblickt. "Ich werde den Verein für immer respektieren und lieben. Daran ändert keine Aktion etwas."

Die Geschehnisse rund um das Scheitern der Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung in München, als Uli Hoeneß Alaba-Berater Pini Zahavi als "geldgierigen Piranha" bezeichnete, sind für den 29-Jährigen Schnee von gestern: "Es gibt kein böses Blut!" Zwar habe es zuletzt keinen Austausch mit den Vereinbossen gegeben, "aber mit ehemaligen Mitspielern, Physios, Köchen oder Zeugwarten habe ich weiterhin regelmäßigen Kontakt".

Zu einer Aussage des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge in einem kicker-Interview im Juni, wonach ihm ein Jahresgehalt von 19,5 Millionen Euro zu wenig gewesen sei, wollte er keine Stellung nehmen. Stattdessen erklärte er: "Ich hatte und habe noch immer ein sehr gutes Verhältnis zu Herrn Rummenigge. Als ich mich dafür entschieden habe, den FC Bayern zu verlassen und eine neue Herausforderung angehen zu wollen, habe ich ihm mitgeteilt, dass ich dies mache, um mich sportlich und als Person weiterzuentwickeln." Dies habe Rummenigge "verstanden und mir nur das Beste gewünscht".

Alaba: "Habe Zeit gebraucht, den Abschied zu verarbeiten"

Zu seiner Zeit in München, die bereits im Alter von 16 Jahren begann, sagte er: "Dort bin ich zum Mann geworden, München ist meine zweite Heimat geworden. Das sind Erinnerungen, Freundschaften fürs Leben. Ich habe Zeit gebraucht, den Abschied zu verarbeiten."

Nun gelte seine volle Konzentration den Madrilenen, wo er mit Toni Kroos und Trainer Carlo Ancelotti auf zwei bekannte Gesichter traf. Zum Coach habe er "schon bei Bayern ein Super-Verhältnis" gehabt. "Er ist als Person ein sehr ehrlicher und super Mensch, und als Trainer bringt er unglaublich viel Erfahrung und Erfolg mit. Lustig war, dass mich Carlo auf Deutsch begrüßt hat. Er meinte: 'David, wie geht es dir?'" Kroos sei "bei der Eingewöhnung ein wichtiger Faktor" gewesen, "seine Frau war auch für Shalimar (Alabas Partnerin, Anm. d. Red.) eine große Hilfe, das war wirklich lieb."

Bei Real wird Alaba nicht mit seiner gewohnten Rückennummer, sondern mit der 4 auflaufen, die er von Vereinslegende Sergio Ramos erbt: "Die Nummer 27 ist in der spanischen Liga nicht möglich, der Verein wollte, dass ich die Nummer 4 nehme. Sergio Ramos ist eine absolute Legende. Durch seine Leistungen auf und neben dem Platz ist er für viele ein Vorbild."

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