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Fussball

Italien - Wales 1:0: Roberto Mancinis Rekordjäger stürmen als Gruppensieger ins Achtelfinale

Von SID
Rekordjäger Italien hat die EM-Euphorie der Tifosi weiter befeuert.
© getty

Rekordjäger Italien hat die EM-Euphorie der Tifosi weiter befeuert. Die Suqadra Azzura geht nach dem 1:0 (0:0) gegen Wales als Gruppensieger ins EM-Achtelfinale. Aber auch der Verlierer steht in der K.o.-Runde.

Italiens Seriensieger machten mit den begeisterten Tifosi die Welle, aus den Lautsprechern besang Gianna Nannini die "Notte Magiche". Kurz feierte die Squadra Azzurra im Stadio Olimpico nach dem 1:0 (1:0) gegen Wales den perfekten Abschluss der EM-Vorrunde, dann hatte der viermalige Weltmeister auf seiner historischen Rekordjagd auch schon Wembley im Visier.

London ist am Samstag mit dem Achtelfinale gegen Österreich oder die Ukraine die nächste Station auf dem Weg zum ersten EM-Titel nach 53 Jahren. "Besser hätte es nicht laufen können", stellte Trainer Roberto Mancini zufrieden fest: "Wir wollten unbedingt gewinnen, das ist die Mentalität dieser Jungs."

Sein Team, das er zum Vorrundenfinale komplett umkrempelte, mausert sich immer mehr zum Favoriten: Elf Siege in Serie ohne Gegentor sind schon beeindruckend, mit 30 Spielen in Folge ohne Niederlage aber stellten die Azzurri auch noch ihren Rekord aus den 30er-Jahren unter der Trainer-Legende Vittorio Pozzo ein.

Jubeln durften aber auch die Waliser um Superstar Gareth Bale. Trotz der Niederlage zogen die "Drachen" als Tabellenzweiter ebenfalls in die K.o.-Runde ein und können von einem ähnlichen Coup wie bei der EM 2016 träumen, als sie sensationell ins Halbfinale vorgestoßen waren.

Italien: Verratti feiert Verletzungs-Comeback

"Wir sind müde, aber stolz. Wir sind Zweiter, das ist richtig klasse", sagte Bale, der seit 20 Monaten oder 1005 Minuten ohne Länderspieltor ist. Auch die Rote Karte für Ethan Ampadu wegen groben Foulspiels (55.) warf die Waliser nicht mehr auf den dritten Platz in der Gruppe A zurück, der bei weiteren Gegentoren gedroht hätte.

So blieb es beim Treffer von Matteo Pessina (39.), aber auch einer weiteren bemerkenswerten Serie: Italien ist seit 1055 Minuten ohne Gegentor - und damit nur noch 88 Minuten vom Rekord der Torwartlegende Dino Zoff zwischen 1972 und 1974 entfernt.

Sein Comeback gab Mittelfeldchef Marco Verratti nach nach seiner Bänderverletzung im Knie, die er sich Anfang Mai zugezogen hatte. Nach der Pause übernahm er nach der Auswechslung von Leonardo Bonucci die Kapitänsbinde. Vom 3:0 gegen die Schweiz standen nur noch Torwart Gianluigi Donnarumma, Abwehrchef Bonucci und Mittelfeldspieler Jorginho in der Startelf.

Trotz der zahlreichen Umstellungen dominierten die Gastgeber von Beginn an mit langen Ballstafetten, Verratti übernahm neben Jorginho gleich die Chefrolle im Mittelfeld. Die Briten konzentrierten sich meist auf die Defensive.

Die Offensivbemühungen von Bale und Co. waren sehr überschaubar, meist verloren sie schon im Aufbauspiel den Ball. "Safety first" hieß die Devise. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis Neco Williams mit einem Kopfball nach einer Ecke erstmals das italienische Tor in Gefahr brachte (27.).

EM 2021: Pessina nutzt Freistoß - Ampadu fliegt

Auf der Gegenseite sorgte Federico Chiesa für erste Aufregung im Strafraum (29.). Zehn Minuten später lenkte Pessina den Ball nach einem Freistoß von Verratti zur verdienten Führung ins Tor.

Zur Halbzeit nahm Mancini auch noch Kapitän Bonucci aus, um ihn für die K.o.-Runde zu schonen. Ein weiterer Freistoß brachte beinahe das 2:0. Federico Bernadeschi traf aus 20 Metern den Pfosten (53.). Im Gegenzug vertändelte Aaron Ramsey am italienischen Fünfmeterraum leichtfertig den Ball (54.).

Nach einer Attacke gegen Bernadeschi sah Ampadu Rot - eine harte Entscheidung von Schiedsrichter Ovidiu Hategan (Rumänien). Den Ausgleich verpasste Bale, der den Ball freistehend über das Tor drosch (75.).

EM 2021: Die Abschlusstabelle der Gruppe A

PlatzLandSp.SUNTorePunkte
1Italien33007:09
2Wales31113:24
3Schweiz31114:54
4Türkei30031:80

Italien - Wales: Die Aufstellungen

Italien: Donnarumma/AC Mailand (22 Jahre/29 Länderspiele) ab 90. Sirigu/FC Turin (35/27) - Toloi/Atalanta Bergamo (30/5), Bonucci/Juventus Turin (34/105) ab 46. Acerbi/Lazio Rom (33/16), Bastoni/Inter Mailand (22/6), Emerson/FC Chelsea (26/16) - Pessina/Atalanta Bergamo (24/7) ab 87. Castrovilli/AC Florenz (24/3), Jorginho/FC Chelsea (29/31) ab 74. Cristante/AS Rom (26/14), Verratti/Paris St.Germain (28/41) - Chiesa/Juventus Turin (23/28), Belotti/FC Turin (27/35), Bernardeschi/Juventus Turin (27/32) ab 75. Raspadori/Sassuolo Calcio (21/2). - Trainer: Mancini

Wales: Ward/Leicester City (27 Jahre/16 Länderspiele) - Gunter/Charlton Athletic (31/102), Rodon/Tottenham Hotspur (23/17), Ampadu/FC Chelsea (20/26) - Connor Roberts/Swansea City (25/29), Allen/Stoke City (31/62) ab 86. Levitt/NK Istra (20/9), Morrell/Luton Town (24/18) ab 60. Moore/Cardiff City (28/20), Neco Williams/FC Liverpool (20/13) ab 86. Davies/Tottenham Hotspur (29/63) - Bale/Tottenham Hotspur (31/95) ab 86. Brooks/AFC Bournemouth (23/20), Ramsey/Juventus Turin (30/66), James/Manchester United (23/23) ab 74. Wilson/FC Liverpool (24/28). - Teammanager: Page

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