Wegen Aleksandar Pavlovic vom FC Bayern München: Serbischer Verband veröffentlicht offizielle Stellungnahme

Von Nino Duit
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© getty

Der serbische Fußballverband kämpft intensiv um Aleksandar Pavlovic vom FC Bayern München. Wie Direktor Steven Stojanovic in einer auf der Verbands-Website veröffentlichten Stellungnahme bestätigte, ist es am vergangenen Wochenende sogar zu einem Treffen zwischen einer Delegation des serbischen Verbandes und Pavlovics Eltern gekommen.

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"Das Gespräch verlief für beide Seiten konstruktiv und direkt", sagte Stojanovic und betonte, mit Pavlovics Eltern schon "seit mehreren Monaten" in Kontakt zu stehen. Die Familie des 19-Jährigen stammt aus Serbien, er verfügt aktuell über beide Pässe. Bei dem persönlichen Treffen wurde Pavlovic eine Kadernominierung für die kommenden beiden Länderspiele der A-Nationalmannschaft gegen Russland und Zypern Ende März angeboten, Pavlovic habe aber abgelehnt.

"Es besteht kein Zweifel, dass wir ihn in der A-Mannschaft sehen und es der Plan war, ihn im März einzuberufen", wird Stojanovic zitiert. "Wie uns mitgeteilt wurde, will Aleksandar vor der EM in Deutschland aber noch keine Entscheidung treffen. Wir verstehen dieses Vorgehen absolut. Wir werden ihn weiterhin verfolgen und in Kontakt bleiben. Wir wünschen Aleksandar für den Rest der Saison viel Erfolg und hoffen, dass er ab Herbst das serbische Trikot tragen wird."

Hier geht es zu einem ausführlichen Porträt über Aleksandar Pavlovic.

Statt für die serbische A-Nationalmannschaft kommt Pavlovic laut Sky im März für die deutsche U21 zum Einsatz. Erst im Herbst hatte er bei der U20 seine ersten Länderspiele für eine deutsche Auswahl bestritten. Seitdem etablierte er sich als Stammspieler des FC Bayern, beim Rückspiel gegen Lazio Rom zählte er am Dienstag einmal mehr zu den besten Münchnern.

Mit Can Uzun und Kenan Yildiz verlor der DFB zuletzt den Kampf um zwei türkisch-stämmige Talente. Der 18-jährige Torjäger des 1. FC Nürnberg soll bei der kommenden Länderspielphase sein Debüt feiern, sein gleichaltriger Freund von Juventus Turin absolvierte bereits drei Länderspiele für die Türkei und erzielte beim Test gegen Deutschland im Herbst sogar ein Tor.