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Fussball

Robert Lewandowski wechselt vom FC Bayern zum FC Barcelona

Von SPOX
© getty

Der Wechsel von Robert Lewandowski vom FC Bayern zum FC Barcelona ist in trockenen Tüchern. Das hat Oliver Kahn, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, bestätigt.

Auch der FC Barcelona vermeldete am Samstagabend eine "grundsätzliche Einigung" zwischen beiden Klubs. Lediglich die medizinischen Untersuchungen und die Vertragsunterschrift von Lewandowski stehen demnach noch aus.

"Der FC Barcelona hat am Ende eine Summe geboten, bei der ein Verkauf für uns absolut sinnvoll ist. Außerdem haben wir zuletzt sehr erfolgreich auf dem Transfermarkt agiert und in Sadio Mane einen absoluten Weltklassespieler für die Offensive verpflichtet. Daher haben wir uns nun mit dem FC Barcelona geeinigt. Bisher allerdings nur mündlich, das Vertragswerk steht noch aus", sagte Kahn der Bild.

Trainer Julian Nagelsmann ergänzte im BR: "Es ist immer gut, wenn bei Transferthemen Klarheit herrscht. Froh bin ich natürlich aber nicht, wenn ein Spieler mit dieser Qualität geht. Es wird eine große Herausforderung, ihn zu ersetzen. Aber ich freue mich auf diese Herausforderung."

Laut übereinstimmenden Medienberichten einigten sich die Münchner mit den Barca-Verantwortlichen auf eine Ablösesumme von 45 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro an möglichen Bonuszahlungen. Lewandowski soll bei den Katalanen einen Vierjahresvertrag bis 2026 erhalten. Andere Quellen berichten von einem Kontrakt bis 2025 plus Option auf ein weiteres Jahr. In München war ihm wohl nur eine Vertragsverlängerung bis 2024 angeboten worden.

Lewandowski-Abgang: Zahavi bedankt sich beim FC Bayern

"Diese acht Jahre waren besonders und das vergisst man nicht. Ich hatte eine tolle Zeit in München", sagte Lewandowski bei Sky. Er werde zeitnah nach Barcelona fliegen, "aber nach dem Trainingslager werde ich noch einmal kommen und mich richtig verabschieden und noch ein paar Dinge organisieren", meinte der Torjäger.

Lewandowskis Berater Pini Zahavi bestätigte gegenüber Sky die Verhandlungen am späten Freitagabend. "Mateu Alemany (Sportdirektor des FC Barcelona; Anm. d. Red.), Hasan Salihamidzic und ich waren am Freitag bis Mitternacht non-stop miteinander am Telefon, um eine gute Lösung für alle Seiten zu finden. Am Ende denke ich, dass jeder als Gewinner aus dieser Geschichte hervorgeht", sagte er.

Zahavi weiter: "Ich möchte dem FC Bayern - und besonders Oliver und Hasan - dafür danken, dass sie Roberts Traum von einer neuen Herausforderung in seiner Karriere letztendlich verstanden und respektiert haben. (...) Robert hat es verdient, nach so vielen tollen Jahren und treuen Diensten für den FC Bayern München mit erhobenem Haupt eine neue Herausforderung anzunehmen. Und die Bayern haben finanziell eine sehr gute Entschädigung bekommen. (...) Dieser tolle Verein wird immer einer der größten der Welt bleiben und ich wünsche ihnen viel Glück und Erfolg für die nächste Saison."

Lewandowski nahm trotz Wechsel an Training teil

Der 33-jährige Lewandowski, der beim deutschen Rekordmeister noch bis 2023 unter Vertrag stand, war am Samstag bei der Teampräsentation der Bayern in der Allianz Arena nicht mehr dabei sein. Am Mannschaftstraining nahm er am Samstagmorgen allerdings noch einmal teil.

Dem Bericht der Bild zufolge soll Barca auch 40 Millionen Euro plus zehn Millionen Euro Boni geboten haben. Die Bayern bestanden letztlich aber auf die höhere Sockelablöse.

Lewandowski wird am Wochenende den obligatorischen Medizincheck absolvieren, seinen Vertrag unterschreiben und dann mit Barca zur US-Tour nach Miami fliegen. Zahavi soll den Transfer übrigens als einen der schwierigsten und größten Deals seiner langen Laufbahn bezeichnet haben.

Lewandowski lustlos im Training

Damit ist der lange Poker um Lewandowski beendet. Der Weltfußballer hatte seit geraumer Zeit einen Wechsel nach Barcelona forciert. Die Bayern-Verantwortlichen um Sportvorstand Hasan Salihamidzic und dem Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn hatten zunächst einen vorzeitigen Wechsel des Polen kategorisch ausgeschlossen.

Seine "Basta"-Formulierung, mit der er einem Lewandowski-Wechsel eigentlich einen Riegel vorgeschoben hatte, bereut Kahn nicht.

"Zum damaligen Zeitpunkt war das aus meiner Sicht absolut richtig und notwendig. Meine Aufgabe ist einzig und allein, immer das Beste für den FC Bayern zu erreichen. Wir saßen immer im Driver's Seat und haben immer aus der Position der Stärke heraus agiert. Und am Ende war es unserer Meinung nach das Beste, Robert die Freigabe zu erteilen. Wir als FC Bayern können mit dieser Entwicklung sehr gut leben", so Kahn.

Auch einen Gesichtsverlust fürchtet der 53-Jährige nicht: "Aus übertriebener Sturheit oder wegen des eigenen Egos dogmatisch an etwas festzuhalten, obwohl sich die Rahmenbedingungen fundamental verändert haben, ist für mich eher ein Zeichen von Schwäche."

Lewandowski mit unglaublicher Ausbeute

Lewandowski musste unter der Woche in München zum Training erscheinen und präsentierte sich einigermaßen lustlos. Außerdem verspätete er sich mehrfach.

Der Pole wechselte 2014 von Borussia Dortmund zum FC Bayern. In acht Jahren gewann er mit den Münchnern acht Meisterschaften, die Champions League, den europäischen Supercup, die Klub-WM, dreimal den DFB-Pokal und fünfmal den deutschen Supercup.

Außerdem gelang ihm in der Saison 2020/2021 das nicht für möglich gehaltene Kunststück, 41 Tore in der Bundesliga zu erzielen. Damit brach der Mann aus Warschau den Rekord von Gerd Müller.

Insgesamt lief Lewandowski für die Bayern in 375 Pflichtspielen auf. Er erzielte sagenhafte 344 Tore und bereitete 72 Treffer vor.

Die Bayern dürften mit den Lewandowski-Millionen nun Geld für den neuen Abwehrchef frei sein. Medienberichten zufolge ist der FC Bayern an einer Verpflichtung des niederländischen Nationalspielers Matthijs de Ligt von Juventus Turin interessiert. Der 22-Jährige soll eine Ablöse in Höhe von bis zu 70 Millionen Euro kosten.

Robert Lewandowski: Seine Statistiken für den FC Bayern

WettbewerbSpieleToreVorlagen
Bundesliga25323845
Champions League786918
UEFA Super Cup101
DFB-Pokal33297
DFL-Supercup860
FIFA-Klub-WM221
GESAMT37534472
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