Wintersport

Schlechtwetter in Val d'Isere könnte ÖSV-Herren in die Karten spielen

Von APA
Brennsteiner

Das Wetter verschlechterte sich am Freitag so sehr, dass wegen Schneefall und Sturm sogar die abendliche und öffentliche Startnummern-Auslosung für den Slalom abgesagt wurde. In Val d'Isere herrschte große Skepsis, ob beim Auftakt der 64. Auflage des "Kriterium des ersten Schnees" das Rennen am Samstag (9.30 Uhr, live auf DAZN) programmgemäß durchgeführt werden kann. Am Sonntag soll sich die Lage beruhigen.

"Wenn man aus dem Fenster raus schaut, ist die Chance nicht so groß", hatte auch ÖSV-Herrenchef Andreas Puelacher Zweifel. Sonntag soll es wieder deutlich besser sein. Obwohl der Riesentorlauf am Sonntag schon um 9.30 Uhr beginnt, hatte man wegen des Wetters sogar eine Verlegung des Slaloms auf Samstagabend unter Flutlicht überlegt.

Trainer Puelacher glaubt an Team

Den ÖSV-Herren käme wohl eher eine Verschiebung des Riesentorlaufs gelegen, befindet man sich in dieser Disziplin doch in einer ziemlichen Krise. "In unserer Situation täten uns einige zusätzliche Trainingstage sicher gut. Wir haben aber auch die Tage seit Beaver Creek gut genutzt", sagte Puelacher. "Ich glaube trotzdem an unsere Herren. Ich bin überzeugt, sie werden schon beim nächsten Rennen viel besser dastehen", sagte Puelacher. "Wir glauben an diese Athleten, sonst hätten wir sie nicht in den Kader genommen. Man muss warten, bis der Knopf aufgeht. Und hoffen, dass es sobald wie möglich gelingt."

Speziell ging Puelacher auf den hochgelobten aber zuletzt fehleranfälligen Brennsteiner ein. "In Alta Badia ist er aber im Training sechs Mal Bestzeit gefahren, ohne Wackler", berichtete Puelacher. "Wir schrauben an allen Schräubchen, damit man das Loch schließt und im Riesentorlauf erfolgreich ist." Er bleibe dabei, dass es bis Mitte Saison dauern würde, bis man wieder konkurrenzfähig ist. In Platzierungen heiße das, ein Läufer in den Top-Fünf oder auf dem Podium, der Rest zwischen 5 und 15.

Matt und Hirschbühl im Training stark

Im Slalom, so Puelacher, sei die Ausgangslage alleine von den Startnummern her schon besser. "Michi Matt und Christian Hirschbühl haben sehr gute Trainings hinter sich und ihr Setup zusammen, es sollte keine Ausreden und einen Angriff auf das Podium geben."

Matt hat vor, in Frankreich nach langer Zeit auch im Riesentorlauf zu starten. Hinsichtlich Slalom gab sich der Tiroler zuversichtlich, obwohl in Finnland auch die Ski-Abstimmung nicht gepasst hatte. "Levi hat nicht ganz so funktioniert. Deshalb habe ich zu Hause in St. Anton intensivst trainiert und auch punkto Abstimmung mit Extraschichten einiges weitergebracht." Dafür habe man speziell auf sehr harten Pisten trainiert.

Marco Schwarz möchte den nächsten Comeback-Schritt nach Kreuzbandriss machen. "Ab und zu spüre ich es. Das Knie muss sich erst an die Umfänge gewöhnen, es wird aber immer besser", versicherte der Kärntner. Levi war nicht das, was wir alle drauf haben", glaubt Schwarz an einen Top-Fünf-Platz.

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