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Fussball

Ferdinand Feldhofer bleibt SK-Rapid-Trainer: "Der innere Kreis ist eingeschworen"

Von SPOX Österreich
Ferdinand Feldhofer

Das Unentschieden bei Red Bull Salzburg stellte für den SK Rapid ein Erfolgserlebnis in turbulenten Monaten dar. Trainer Ferdinand Feldhofer, über dessen Rauswurf in der abgelaufenen Woche intensiv spekuliert wurde, wird den Klub vorerst weiterhin betreuen.

Nach sieben Siegen in Folge lässt Red Bull Salzburg erstmals wieder Punkte liegen, bleibt aber natürlich an der Tabellenspitze. Dabei ging der Serienmeister bereits nach 17 Sekunden durch Benjamin Sesko in Führung, doch Rapid reagierte gut und verdiente sich im Anschluss den Ausgleich durch Leopold Querfeld (21.).

Nach der Pause spielte fast nur noch Salzburg, besonders Sesko hatte zahlreiche Möglichkeiten, die erneute Führung zu erzielen. Martin Koscelnik, Niklas Hedl, Michael Sollbauer und sogar die Latte retteten den Hütteldorfern das 1:1.

Feldhofer: "Die Mannschaft hat fantastisch reagiert"

Trotz einer guten ersten Hälfte ist der Punkt für Rapid schmeichelhaft, zeigte aber, dass in der Mannschaft noch Moral vorhanden ist. "Das war ein Charaktertest, nur wenige Mannschaften nehmen hier noch einen Punkt mit, wenn sie nach Sekunden in Rückstand geraten. Die Reaktion war großartig, wir haben uns gar nicht beirren lassen und haben Chancen erspielt und den Ausgleich verdient erzielt“, analysierte Feldhofer nach Schlusspfiff bei Sky die Partie. "Zum Schluss haben wir das nötige Glück gehabt, um etwas mitzunehmen."

Bei Salzburgs Führungstor wurden bei Feldhofer Erinnerungen an sein Rapid-Trainerdebüt im Wiener Derby wach, als es ebenfalls noch vor Ende der ersten Minute klingelte. "Dass es noch schneller gehen kann, habe ich nicht gedacht. Aber die Mannschaft hat fantastisch reagiert, das war nicht immer so nach einem Gegentor", so Feldhofer. "Die Mannschaft funktioniert, ich habe auch nie etwas anderes gesagt. Wir wachsen täglich zusammen, haben mehr Zeit zu trainieren und Dinge anzusprechen. Jetzt haben wir 14 Tage Zeit, hart zu arbeiten.“

In den vergangenen Tagen kursierten Medienberichte, Feldhofers Rauswurf sei bereits beschlossene Sache, nach dem Duell mit Salzburg sollte dieser offiziell gemacht werden. Sportdirektor Zoran Barisic soll gar bis zur Präsidentenwahl den Interimstrainer geben. „Intern habe ich wenig gemerkt, das war viel von außen. Das wollen wir nicht in den inneren Kreis hineinlassen. Wir fokussieren uns auf die Dinge, die wir beeinflussen können“, kommentierte Feldhofer Gerüchte um seine Person.

Barisic: "Beziehung zwischen Mannschaft und Trainer stimmt"

Von einem unmittelbaren Abschied war rund um das Spiel wenig zu spüren. Abwehrspieler Sollbauer sprach seinem Trainer sogar Extralob aus: „Es wird bei Rapid immer sehr viel auf die Waagschale geworfen, aber der innere Kreis funktioniert sehr gut, ist eingeschworen. Er hat uns super eingestellt, die Mannschaft funktioniert.“

Und von Barisic kam gar eine vorläufige Jobgarantie. Auf die Frage, ob es einen Trainerwechsel geben wird, antwortete Barisic trocken: „Nein.“

Man sei natürlich mit einigen Ergebnissen unzufrieden gewesen, dem neuen Präsidium würde man aber keine Entscheidung vorweg nehmen, so der Sportchef: „Bei uns passiert momentan rundherum viel. Wenn es ein neues Präsidium gibt, werden Entscheidungen getroffen. Nach dem heutigen Spiel gibt es etwas mehr Ruhe, wir gehen in die Länderspielpause und der Trainer wird die Mannschaft vorbereiten. Es war ersichtlich, dass die Beziehung zwischen der Mannschaft und dem Trainer stimmt. Wir wissen, in welcher Situation wir stecken. Es herrscht nicht wirklich Ruhe im Klub. Wir müssen den Glauben wieder finden und über mannschaftliche Erfolge aufzeigen.“

Beide Teams können nun etwas durchatmen, am kommenden Wochenende gibt es die erste Länderspielpause der Saison. Am 1. Oktober empfängt Salzburg den LASK, Rapid ist bei der WSG Tirol zu Gast.

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