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NBA

NBA - Power Ranking der Eastern Conference in der Offseason: Wenn das Wörtchen wenn nicht wär' …

Wo geht die Reise von Kyrie Irving und den Brooklyn Nets hin?

Die Free Agency ist weitestgehend rum, das NBA-Sommerloch droht - Zeit für ein Zwischenfazit: Wo stehen die Teams nach Draft und Free Agency? SPOX blickt auf die 15 Teams aus der Eastern Conference und wagt ein viel zu frühes Power Ranking.

Der Poker um Kevin Durant und Donovan Mitchell hielt die NBA auch lange nach dem Start der Free Agency auf Trapp, doch aktuell scheint es an der Trade-Front ruhiger zu werden. Geht KD womöglich sogar mit den Nets ins Training Camp?

Diese ungewisse Situation mit mehreren Kandidaten im Rennen um Superstar Durant macht ein Power Ranking natürlich nicht einfacher. Wir wagen uns dennoch an dieses Experiment und orientieren uns bei der Bewertung der Teams natürlich am aktuellen Kader: also mit Durant bei den Nets und ohne Mitchell bei den Knicks. Los geht's!

Platz 15: DETROIT PISTONS

Neuzugänge

  • Draft: Jaden Ivey (#5), Jalen Duren (#13)
  • Trade: Kemba Walker, Alec Burks, Nerlens Noel (alle Knicks)
  • Free Agency: Kevin Knox (Atlanta)

Abgänge

  • Trade: Jerami Grant (Blazers)
  • Free Agency: Carsen Edwards (Fenerbahce), Luka Garza, Frank Jackson (alle Free Agents)

Der teaminterne Topscorer der vergangenen Saison ist weg, die 19,2 Punkte pro Spiel von Grant müssen vor allem von Youngstern ersetzt werden. Davon gibt es im Pistons-Kader natürlich mehr als genug. Allen voran Cade Cunningham, der in seiner Rookie-Saison bereits sein Star-Potenzial andeutete, dazu die vielversprechenden Lottery-Picks Ivey sowie Duren und weitere Talente wie Saddiq Bey und Isaiah Stewart.

Die neuen Veteranen von den Knicks werden langfristig keine Rolle in Detroit spielen, Walker könnte noch aus seinem Vertrag herausgekauft werden. Spannend ist aber, was auf den großen Positionen passiert. Die Pistons haben dort ein Überangebot, sodass Stewart auf die Vier ausweichen könnte - im Sommer hat er bereits an seinem Dreier gearbeitet.

Da sind wir aber bereits bei einem großen Problem der Pistons: das Shooting. Arg viel besser als der 29. Platz bei der Dreierquote (32,6 Prozent) aus der Vorsaison wird es wohl auch 2022/23 nicht, das könnte Spacing-Sorgen für Cunningham und die Guards bedeuten, vor allem mit mehreren Bigs im Lineup. Der junge Kern wird sicherlich Spaß machen, in Siege ummünzen wird sich das Talent aber eher selten. Spannend wird sein, ob die ehemaligen Top-10-Picks Marvin Bagley und Knox ihre zweite Chance nutzen können.

Platz 14: INDIANA PACERS

Neuzugänge

  • Draft: Bennedict Mathurin (#6), Andrew Nembhard (#31), Kendall Brown (#48)
  • Trade: Daniel Theis, Aaron Nesmith (beide Celtics)

Abgänge

  • Trade: Malcolm Brogdon (Celtics)
  • Free Agency: T.J. Warren (Nets), Ricky Rubio (Cavs), Duane Washington (Suns), Lance Stephenson, Nate Hinton (beide Free Agents)

Wie eingangs erwähnt, für diese Übung berücksichtigen wir den Status Quo. Für die Pacers heißt das, Buddy Hield und Myles Turner sind noch im Team - das kann sich aber natürlich schnell ändern. In Indiana ist erstmals richtiger Rebuild angesagt, der wurde mit dem Trade von Domantas Sabonis zu den Kings vergangene Saison eingeleitet.

Im Sommer folgte der Abgang des nächsten ehemaligen Pacers-Eckpfeilers, ohne Brogdon hat nun der neue Hoffnungsträger Tyrese Haliburton (22 Jahre) komplett die Schlüssel in der Hand. Die gute Idee hinter dem Offer Sheet für Deandre Ayton wurde von den Suns zunichtegemacht. Dafür sollen nun eben Haliburton und Nr.6-Pick Mathurin Begeisterungsstürme entfachen. Zumindest in Bezug auf zu erwartende Highlight-Plays des Duos.

Chris Duarte, der verletzungsbedingt den Endspurt seiner Rookie-Saison verpasste, sollte ebenfalls ein gutes Puzzleteil für die Zukunft sein. Ob Theis eine Rolle in Indiana spielt oder wieder auf dem Trade-Block landet, bleibt abzuwarten. Denn das entscheidende Stichwort bei den Pacers ist eben die Zukunft. Gut möglich, dass die Franchise in der Gegenwart die schlechteste Bilanz seit 37 Jahren aus der Vorsaison (25-57) noch unterbietet. Spätestens nach einem Turner/Hield-Trade wird Indiana im Power Ranking wohl auf den letzten Rang im Osten abrutschen.

Platz 13: ORLANDO MAGIC

Neuzugänge

  • Draft: Paolo Banchero (#1), Caleb Houstan (#32)

Abgänge

  • Free Agency: Robin Lopez (Cavs), Ignas Brazdeikis (Zalgiris Kaunas)

Shaq, Dwight, Paolo ... die Magic-Historie spricht eigentlich für ein glückliches Händchen, was den Nr.1-Pick im Draft angeht. Banchero soll nun an diese Legenden anknüpfen und zum Franchise-Star werden. Aber hey, nur kein Druck. Immerhin findet der 19-Jährige bereits eine Menge vielversprechendes Talent an seiner Seite.

Vor allem der Frontcourt mit Franz Wagner (20), Banchero und Wendell Carter Jr. (23) sollte die Magic-Fans auf Jahre hinaus glücklich machen. Dahinter buhlen der überraschend gehaltene Mo Bamba, der nach zwei Jahren Pause hoffentlich genesene Jonathan Isaac und Moritz Wagner um Minuten. Fragezeichen gibt es vor allem im Backcourt. Jalen Suggs muss nach einer enttäuschenden Rookie-Saison Fortschritte zeigen, Cole Anthony muss akzeptieren, dass er nicht mehr der Chef im Laden ist.

Ein Jumper für Markelle Fultz wäre ebenfalls nicht schlecht, immerhin geht der 24-Jährige endlich mal gesund in eine Offseason. Die Hoffnungen auf Besserung der zweitschlechtesten Offense der Vorsaison (103,9 Punkte pro 100 Possessions) stützen sich aber vor allem auf das vielseitige Offensiv-Arsenal und die Kreation von Banchero. Kleiner Fun Fact von John Schuhmann (nba.com): Die Magic landeten nun zum zehnten Mal in Folge unter den letzten zehn im Offensiv-Rating. Den Rekord (Charlotte Hornets mit elf solcher Spielzeiten) wollen Banchero und Co. sicherlich vermeiden.

Platz 12: CHARLOTTE HORNETS

Neuzugänge

  • Draft: Mark Williams (#15), Bryce McGowens (#40)

Abgänge

  • Free Agency: Miles Bridges (Restricted Free Agent), Montrezl Harrell, Isaiah Thomas (beide Free Agents)

Eigentlich sollte der Basketball-Aspekt der Miles-Bridges-Situation zweitrangig sein, doch leider kommt man nicht darum herum, den 24-Jährigen als großen sportlichen Verlust anführen zu müssen. Es ist nur schwer vorstellbar, dass der Restricted Free Agent nach der Anklage wegen häuslicher Gewalt und Kindesmisshandlung bald wieder professionellen Basketball spielen wird. Und damit fehlt den Hornets der zweitbeste Spieler der Vorsaison und das Lieblingslobziel von LaMelo Ball.

Wirklich Ersatz gibt es nicht, abgesehen von Big Man Williams im Draft und der Hoffnung auf einen gesunden Gordon Hayward. Ansonsten verlief der Hornets-Sommer aus sportlicher Sicht ziemlich ruhig bis ereignislos (Cody Martin wurde immerhin gehalten). Entsprechend sollte man in Charlotte einen Rückschritt erwarten, mit einer erneuten Teilnahme am Play-In-Turnier wird es schwer.

Das größte Problem der Vorsaison, die Verteidigung, soll der neue, alte Mann an der Seitenlinie anpacken. Steve Clifford war bereits von 2013 bis 2018 in Charlotte tätig und hat in dieser Phase eine weitestgehend sehr respektable Defense aufgebaut. Mit diesem Kader steht er in dieser Hinsicht aber vor einer großen Herausforderung.

Platz 11: WASHINGTON WIZARDS

Neuzugänge

  • Draft: Johnny Davis (#10), Yannick Nzosa (#58)
  • Trade: Will Barton, Monte Morris (beide Nuggets)
  • Free Agency: Delon Wright (Hawks), Taj Gibson (Knicks)

Abgänge

  • Trade: Kentavious Caldwell-Pope, Ish Smith (beide Nuggets)
  • Free Agency: Thomas Bryant (Lakers), Raul Neto (Cavs), Tomas Satoransky (Barcalona), Cassius Winston (Bayern München)

Letztlich blieb das große Drama um Bradley Beal aus. Es hatte sich ja schon im Vorfeld der Free Agency angedeutet, dass der Franchise-Star die 251 Millionen Dollar über fünf Jahre nicht einfach so ignorieren wird. Es bleiben aber zwei große Fragen: Kann Beal die Rolle des Franchise-Stars in einem Top-Team ausfüllen? Und kommt früher oder später nicht doch noch das Trade-Drama um den 29-Jährigen?

Mit der Antwort auf beide Fragen werden wir uns wohl noch etwas gedulden müssen. Einerseits wird Beal im ersten Jahr seines Monster-Vertrags noch keinen Trade fordern (geschweige denn bekommen), noch lässt sich die erste Frage belegen. Denn: Die Wizards sind nun mal kein Top-Team. Selbst im Kampf um das Play-In-Turnier wird es eng werden.

In Person von Kristaps Porzingis hat Beal einen neuen Co-Star an seiner Seite, das Zusammenspiel könnte dank der Spacing-Qualitäten des Letten funktionieren. Lässt sich praktisch aber noch nicht abschließend sagen, da die beiden seit dem Porzingis-Trade noch keine gemeinsame Minute absolviert haben. Und beide müssen auch nächste Saison erstmal fit bleiben. Um dieses Duo herum wurde der Backcourt mit Morris und Barton gut verstärkt, auch Wright ist eine sinnvolle Verpflichtung. Allerdings macht die Defense Sorgen, da wird Washington KCP vermissen. Die Fragezeichen sind hinter diesem Team noch zu groß.

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