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NBA

NBA - Power Ranking der Western Conference nach der Free Agency: Top-Tier? Das bleibt ein Mavs-Wunschtraum

Die Dallas Mavericks haben es verpasst, in der Offseason einen weiteren Playmaker zur Entlastung von Luka Doncic zu verpflichten.
© getty

Platz 6: DALLAS MAVERICKS

Neuzugänge

  • Trade: Moses Brown (Celtics)
  • Free Agency: Reggie Bullock (Knicks), Sterling Brown (Rockets)

Abgänge

  • Trade: Josh Richardson (Celtics)
  • Free Agency: Nicolo Melli (Olimpia Milano), J.J. Redick

Zu diesem Top-Tier gehören auch die Mavs weiterhin nicht, dabei war der Vorstoß dorthin eigentlich das erklärte Ziel der Offseason. Doch prominente Hilfe für Luka Doncic blieb bisher nur ein Wunschtraum. Zwar ist der Kader durch das Upgrade von Bullock gegenüber Richardson besser einzuschätzen als im Vorjahr - aber eben nicht gut genug, um den ganz großen Angriff zu starten.

Doncic' Brillanz allein sollte Dallas eine gute Position im Playoff-Rennen garantieren - insbesondere, wenn Leonard den Clippers tatsächlich länger fehlt. Ein zweiter Star fehlt den Mavs aber, Kristaps Porzingis konnte diese Rolle in der Vergangenheit nicht zufriedenstellend ausfüllen, auch weil er nie wirklich fit blieb.

Sowohl um Porzingis als auch um den neuen Head Coach Jason Kidd, der bei seinen bisherigen Stationen jeweils scheiterte, geistern zu viele Fragezeichen, als dass die Mavs einen größeren Sprung im Ranking machen könnten.

Platz 5: DENVER NUGGETS

Neuzugänge

  • Draft: Nah'Shon Hyland (Nr. 26)
  • Free Agency: Jeff Green (Nets)

Abgänge

  • Free Agency: JaVale McGee (Suns), Paul Millsap, Shaquille Harrison

Eine ähnliche Ungewissheit wie bei den Clippers und dem Thema Kawhi herrscht auch in der Mile High City vor. Wann genau Jamal Murray von seinem Kreuzbandriss zurückkommen wird, ist offen. Der Nuggets-Guard zog sich seine Verletzung Mitte April zu, bis zu zwölf Monate könnte er für seine Rückkehr brauchen.

Sollte er rechtzeitig zu den Playoffs fit werden und er ansatzweise sein vorheriges Niveau erreichen, gehören die Nuggets zu den Favoriten im Westen. Doch auch ohne Murray ist mit Denver zu rechnen. Nikola Jokic ist immer noch der amtierende MVP, die letzten Saisonmonate 20/21 haben gezeigt, dass er das Team auch ohne den Star-Guard an seiner Seite tragen kann.

Neuzugang Green ist ein guter Backup für die großen Positionen, der wohl den weiterhin vertragslosen Millsap ersetzen wird. Zudem wurde mit Will Barton, Austin Rivers und JaMychal Green verlängert. Michael Porter Jr. und Aaron Gordon sind auch noch da. Dieses Grundgerüst plus MVP Jokic wird reichen, um auch ohne Murray am Heimvorteil im Westen zu kratzen.

Platz 4: GOLDEN STATE WARRIORS

Neuzugänge

  • Draft: Jonathan Kuminga (Nr. 7), Moses Moody (Nr. 14)
  • Free Agency: Andre Iguodala (Heat), Otto Porter (Magic), Nemanja Bjelica (Heat), Chris Chiozza (Nets)

Abgänge

  • Trade: Eric Paschall (Jazz)
  • Free Agency: Kelly Oubre Jr. (Hornets), Kent Bazemore (Lakers), Alen Smailagic (Partizan), Nico Mannion (Bologna), Jordan Bell

Endlich wieder "Strength in Numbers"? Der Kader der Dubs hat im Sommer insbesondere beim Thema Tiefe einen Feinschliff erhalten. Porter Jr. könnte sich als Steal erweisen, bei Iguodala muss man erst abwarten, wie viel er tatsächlich noch im Tank hat. Dazu die jungen Talente, die sich zwar erst noch beweisen müssen, aber zumindest über vielversprechende Anlagen verfügen.

Doch in der Bay Area steht und fällt natürlich alles mit der Big Three. Stephen Curry bewies in der vergangenen Saison auch im "hohen" Alter Topform, Draymond Green bleibt ein hervorragender Verteidiger. Von Klay Thompson sollte man nach seinem Achillessehnenriss keine Wunder erwarten, sollte der Splash Brother im Laufe der Saison aber in Form kommen, wird Golden State nach zwei Jahren Abstinenz ziemlich sicher wieder das Playoff-Ticket buchen können.

Wie weit nach oben es gehen kann, könnten am Ende die Youngster entscheiden. James Wiseman muss einen Schritt nach vorne machen, die Rookies einschlagen und Andrew Wiggins Konstanz in sein Spiel bringen. Und sollte das Konzept doch nicht aufgehen, wie gewünscht, besitzen die Dubs immer noch genügend Assets, um einen Blockbuster-Trade einzufädeln.

Platz 3: UTAH JAZZ

Neuzugänge

  • Draft: Jared Butler (Nr. 40)
  • Trade: Eric Paschall (Warriors)
  • Free Agency: Rudy Gay (Spurs), Hassan Whiteside (Kings)

Abgänge

  • Trade: Derrick Favors (Thunder)
  • Free Agency: Georges Niang (Sixers), Ersan Ilyasova, Matt Thomas

Der wichtigste Deal der Offseason war die Vertragsverlängerung mit Mike Conley. Die war relativ schnell unter Dach und Fach und so heißt es für die Jazz: Spielt den selben Song nochmal! Zwar hat das abermals enttäuschende Playoff-Aus in Runde zwei die Limitationen des Kaders wieder einmal zum Vorschein gebracht, doch in der regulären Saison sollten diese nicht so stark zum Tragen kommen.

Mit dem Kern aus Conley, der in der Postseason einige Spiele verletzt fehlte, Donovan Mitchell und dem dreifachen DPOY Rudy Gobert plus den eingespielten und hochklassigen Rollenspieler werden die Mannen vom Salzsee erneut ein hervorragendes Regular-Season-Team stellen. Der Verlust von Favors wurde durch Gay, Paschall und Whiteside adäquat aufgefangen.

Entscheidend ist aber mittlerweile nicht mehr die reguläre Saison, sondern was danach passiert. Gewisse Matchups stellen die Jazz in der Postseason vor enorme Probleme, finden sie endlich eine effektive Antwort? Der nächste Anlauf muss sitzen, ansonsten könnte Utah vor einem Umbruch stehen.

Platz 2: PHOENIX SUNS

Neuzugänge

  • Trade: Landry Shamet (Nets)
  • Free Agency: JaVale McGee (Nuggets), Elfrid Payton (Knicks)

Abgänge

  • Trade: Jevon Carter (Nets)
  • Free Agency: Torrey Craig (Pacers), E'Twaun Moore, Langston Galloway

Der Finals-Run hat der Franchise aus dem Wüstenstaat einen Vertrauensbonus beschert. Nun muss Phoenix allerdings beweisen, dass die vergangene Saison keine Eintagsfliege war, bedingt durch zahlreiche Verletzungen bei der Konkurrenz. Mit gelungenen Moves in der Offseason wurden dazu die Voraussetzungen geschaffen.

Die Vertragsverlängerung mit Chris Paul schwebt natürlich über allem, ohne den Point God wäre es für Phoenix schwierig geworden, den Erfolg zu wiederholen. Entsprechend ließ sich Teambesitzer Robert Sarver dessen Dienste einiges kosten. Damit aber noch nicht genug: McGee stellt ein Upgrade auf der Backup-Center-Position dar, Shamet liefert noch mehr Shooting, Payton weitere Tiefe im Backcourt.

Die beste Nachricht aus Suns-Sicht: Devin Booker und Deandre Ayton sind aller Voraussicht nach noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen. Wenn CP3 Gevatter Zeit noch ein weiteres Jahr hinhält, dann ist für Phoenix eine Menge möglich. Die Suns darf man nicht abschreiben!

Platz 1: LOS ANGELES LAKERS

Neuzugänge

  • Trade: Russell Westbrook (Wizards)
  • Free Agency: Carmelo Anthony (Trail Blazers), Trevor Ariza (Heat), Wayne Ellington (Pistons), Dwight Howard (Sixers), Kendrick Nunn (Heat), Kent Bazemore (Warriors), Malik Monk (Hornets)

Abgänge

  • Trade: Kyle Kuzma, Kentavious Caldwell-Pope, Montrezl Harrell (alle Wizards)
  • Free Agency: Dennis Schröder (Celtics), Alex Caruso (Bulls), Markieff Morris (Heat), Andre Drummond (Sixers), Ben McLemore (Trail Blazers), Kostas Antetokounmpo (ASVEL, Frankreich), Wesley Matthews, Jared Dudley

Keine Zweifel, es gibt noch einige Fragzeichen, die dieses Team umhüllen und die erst im Laufe der Regular Season beantwortet werden müssen. Namentlich zu nennen sind da in erster Linie die angreifbarere Defense, der Fit von Westbrook und das Alter des Kaders. Auch wenn darüber bereits viele Witze gemacht wurden, ist es dennoch eine ernstzunehmende Sorge.

Für die Spitzenposition in diesem Ranking reichen aber zwei Namen: LeBron James und Anthony Davis. Allein dieses Duo wird Sorge tragen, dass L.A. an der Spitze mitmischt und das enttäuschende Ende der von Verletzungen gebeulten Vorsaison vergessen macht. Der King ist durch die Zweifler topmotiviert und geht nach einer langen Sommerpause ausgeruht in die neue Spielzeit. Bleibt AD fit, ist dem ersten Problem zudem schon mal extrem geholfen.

Nach dem Westbrook-Trade haben die Lakers den Kader sehr gut aufgefüllt und eine Menge Talent zusammengesammelt, was das Starensemble aus Hollywood zum aktuellen Favoriten auf die West-Krone macht. Das beste Team der Liga sind sie aber nicht - in dieser Hinsicht haben zwei Konkurrenten aus dem Osten die Nase vorn.

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