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NBA

NBA - Power Ranking der Western Conference nach der Free Agency: Top-Tier? Das bleibt ein Mavs-Wunschtraum

Die Dallas Mavericks haben es verpasst, in der Offseason einen weiteren Playmaker zur Entlastung von Luka Doncic zu verpflichten.
© getty

Platz 10: NEW ORLEANS PELICANS

Neuzugänge

  • Draft: Trey Murphy (Nr. 17), Herb Jones (Nr. 35)
  • Trade: Jonas Valanciunas (Grizzlies), Tomas Satoransky, Garrett Temple (beide Bulls), Devonte' Graham (Hornets)

Abgänge

  • Trade: Lonzo Ball (Bulls), Steven Adams (Grizzlies), Eric Bledsoe (Clippers), Wes Iwundu (Hornets)
  • Free Agency: James Johnson (Nets)

Die Offseason der Pelicans war alles andere als ein Erfolg. Mit einem schwachen Abschneiden in der kommenden Spielzeit könnte New Orleans seinen Franchise-Star Zion Williamson vergraulen. Doch statt einen klaren Angriff auf die Playoffs einzuleiten, sorgten die Pels mit ihren Entscheidungen in erster Linie für Verwunderung.

Valanciunas könnte im Vergleich zu Adams ein marginal besserer Fit an der Seite von Zion sein, da er außerhalb der Zone etwas mehr Gefahr ausstrahlt. Den Playoff-Kohl wird er aber nicht fett machen. Und den durch den Trade entstandene Cap Space konnte NOLA nicht gewinnbringend nutzen. Ball ließ das Front Office ziehen, an seiner statt wird künftig Graham das Playmaking übernehmen. Ob er ein Upgrade als Floor General ist, darf angezweifelt werden.

Gerade defensiv sind die ohnehin schon vorhandenen Lücken wohl eher größer geworden. Der neue Head Coach Willie Green findet sich in einer schwierigen Position wieder, auf dem Papier ist der Kader nicht wirklich besser geworden im Vergleich zur Vorsaison. Auch Zion und Brandon Ingram in Top-Form werden wohl nicht reichen. Keine guten Voraussetzungen, um Zion wirklich glücklich zu machen.

Platz 9: MEMPHIS GRIZZLIES

Neuzugänge

  • Draft: Ziaire Williams (Nr. 10), Santi Aldama (Nr. 30),
  • Trade: Steven Adams (Pelicans), Rajon Rondo, Daniel Oturu (beide Clippers), Sam Merrill (Bucks), Jarrett Culver, Juan Hernangomez (beide Timberwolves)

Abgänge

  • Trade: Jonas Valanciunas (Pelicans), Grayson Allen (Bucks)
  • Free Agency: Justise Winslow (Clippers), Tim Frazier

Die Offseason der Grizzlies war eine Investition in die Zukunft, anstatt kurzfristig das Playoff-Glück zu erzwingen. Die Trades mit den Pelicans und Clippers brachten einen besseren Pick im Draft (Ziaire Williams) sowie die Chance auf weitere Assets, sollte Rondo ebenfalls weiterverscherbelt werden. Für Beverley bekam Memphis in Culver und Hernangomez bereits zwei interessante Spieler zurück.

Doch ansonsten ist Adams ein Downgrade gegenüber Valanciunas, der vergangene Saison einer der Besten im Grizzlies-Trikot war. Allerdings baut Memphis ohnehin auf eine volle Saison von Jaren Jackson Jr., der für die Zukunft im Frontcourt steht und gemeinsam mit Ja Morant - sofern verletzungsfrei - ein dynamisches Duo bilden soll.

Das Potenzial dazu ist definitiv vorhanden. Allein die beiden Grizzlies-Eckpfeiler sollten dafür sorgen, dass Memphis im Rennen um das Play-In-Turnier mitmischt. Macht Morant vielleicht sogar schon in 2021/22 der Sprung zum All-Star?

Platz 8: PORTLAND TRAIL BLAZERS

Neuzugänge

  • Draft: Greg Brown (Nr. 43)
  • Free Agency: Ben McLemore (Lakers), Cody Zeller (Hornets), Tony Snell (Hawks)

Abgänge

  • Free Agency: Carmelo Anthony (Lakers), Enes Kanter (Celtics), Zach Collins (Spurs), Rondae Hollis-Jefferson, Harry Giles

Der Kader der Blazers kommt ohne größere Veränderungen daher, Damian Lillard und Co. sind also auch in der kommenden Saison höchstens ein Anwärter auf eins der letzten Playoff-Tickets beziehungsweise auf das Play-In-Turnier. Doch bei keinem Team außer den Sixers muss man wohl so stark betonen: Stand jetzt.

Eigentlich kann es das in der Offseason noch nicht gewesen sein für Blazers-GM Neil Olshey. Lillard hatte zwar öffentlich Abstand von angeblich nahenden Trade-Forderungen genommen, allerdings gleichzeitig den Druck auf das Front Office erhöht. Doch die getätigten Verpflichtungen reichen allemal als solide Ergänzungen und sicherlich nicht, um nach den Sternen im Westen zu greifen.

Deshalb werden die kommenden Wochen und Monate vor dem Saisonstart Mitte Oktober in Oregon sicherlich spannend werden. Versuchen die Blazers, Ben Simmons aus Philly loszeisen? Oder hat Lillard irgendwann doch die Nase voll? Die Blazers haben in ihrer aktuellen Konstellation ein klares Ceiling. Das fünfte Erstrunden-Aus in den vergangenen sechs Jahren ist für Big Game Dame keine reizvolle Aussicht.

Platz 7: L.A. CLIPPERS

Neuzugänge

  • Draft: Keon Johnson (Nr. 21), Jason Preston (Nr. 33), B.J. Boston (Nr. 51)
  • Trade: Eric Bledsoe (Grizzlies)
  • Free Agency: Justise Winslow (Grizzlies)

Abgänge

  • Trade: Patrick Beverley, Rajon Rondo, Daniel Oturu (alle Grizzlies)
  • Free Agency: DeMarcus Cousins, Patrick Patterson

Die Clippers können sich sicherlich zu den Gewinnern des Sommers zählen. Kawhi-Verlängerung: check. Mit Batum und Jackson wichtige Rollenspieler gehalten: check. In Person von Bledsoe ein kurzfristiges Upgrade auf der Point-Guard-Position geholt und tonnenweise Luxussteuer gespart: ebenfalls check.

Und dennoch rutschen die Clippers im Ranking ab. Das liegt natürlich allein an der Ungewissheit um Leonard. Mitte Juli musste er unters Messer, um sich am Kreuzband operieren zu lassen. Bezüglich einer möglichen Rückkehr hielten sich die Clippers bedeckt, alles zwischen sechs Monaten und einem kompletten Jahr Pause ist denkbar.

Mit Paul George am Steuer plus dem guten Supporting Cast sind die Clippers weiterhin ein Playoff-Team, allerdings kein Titelanwärter. Ohne die Klaue fehlt der zweite Superstar, um ins Top-Tier der Western Conference vorzustoßen.

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