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NBA - Die Gewinner und Verlierer der Offseason: Spiel mit dem Zion-Feuer

Die Brooklyn Nets zählen zu den Gewinnern der Offseason.
© getty / SPOX

GEWINNER - MIAMI HEAT

Die Heat wurden schon an anderer Stelle ausführlich besprochen, deswegen hier nur in aller Kürze. Auch wenn der Blick in die Zukunft auf lange Sicht hin problematisch aussehen könnte - Thema Alter und Finanzen -, für einen Angriff in der kommenden Saison ist Miami gut gerüstet und der Kader deutlich stärker als im Vorjahr.

Sollten die Konkurrenten im Osten - aus welchen Gründen auch immer - schwächeln, werden Kyle Lowry, Jimmy Butler und Co. zur Stelle sein. Verlierer sind wohl zudem alle Teams, die sich auf einen entspannten Regular-Season-Abend am South Beach freuen - den wird es bei diesem Team sicherlich nicht geben.

GEWINNER - DIE ALTE GUARD-GARDE

Und wo wir gerade beim Thema Lowry sind: 3 Jahre und 85 Millionen Dollar. Geht schlimmer. Vor allem im fast schon biblischen Sportleralter von 35 Jahren. Ganz generell hat diese Offseason gezeigt: Mitte 30 ist für einen Floor General kein Alter mehr.

Neben Lowry und Mike Conley (33 Jahre, 3 Jahre und 68 Mio.) - der in der Gewinnerkategorie Bonuspunkte für kreative Ankündigungsvideos erhält - sahnte vor allem Chris Paul (36) auf seine alten Tage nochmal ab. Nach dem "schlechtesten Vertrag", den Rockets-Besitzer Tilman Fertitta jemals gesehen habe, bekam CP3 gleich nochmal 120 Mio. über vier Jahre hinterher (die letzten beiden Jahre sind nur teilweise garantiert).

Gut für die Suns, dass Robert Sarver endlich das Sparschwein geöffnet hat, um dem Finals-Team zumindest die Chance auf eine Revanche zu ermöglichen. Bei "älteren" Herren, die abkassiert haben, sollte auch DeMar DeRozan (32) nicht unerwähnt bleiben, dessen Akquisition und Vertrag über drei Jahre und 85 Mio. Dollar die Bulls trotz einer guten Offseason knapp wieder aus den Gewinnern geschmissen hat.

VERLIERER - DENNIS SCHRÖDER

Es sind noch ein paar andere Spieler zu nennen, die sich mit ihren neuen Verträgen durchaus glücklich schätzen dürfen. Jarrett Allen (5 Jahre und 100 Mio.) zum Beispiel. Am anderen Ende dieses Spektrums ist aus deutscher Sicht leider Dennis Schröder gelandet.

Seine Wette auf sich selbst ist gewaltig schiefgegangen. In Boston findet er nun immerhin eine Situation vor, die es ihm ermöglichen könnte, sich für einen neuen Zahltag im Sommer 2022 zu bewerben. Möglicherweise bekommt er so einen Teil des verloren geglaubten Geldes zurück.

Das Risiko einer Verletzung oder eines Formtiefs zur ungünstigsten Zeit schwingt dabei aber immer mit. Deshalb ist Schröder ganz klar einer der Verlierer dieser Offseason.

GEWINNER - DETROIT PISTONS

Der Draft ist schon ein paar Wochen alt und bei Rookies ist natürlich Geduld gefragt, bevor eine ansatzweise sinnvolle Evaluation eines Draft-Picks möglich ist. Doch der erste Eindruck von Cade Cunningham lässt die Herzen der Pistons-Fans höherschlagen - generell dürfte sich die Top 5 des Drafts aktuell als Gewinner fühlen.

In der Motor City ist womöglich der neue Franchise-Eckpfeiler angekommen, doch auch das überraschende Signing von Kelly Olynyk soll hier positiv vermerkt werden. Drei Jahre und 37 Mio. klingen viel, vor allem für ein Team im Rebuild.

Doch das letzte Jahr ist nur teilweise garantiert, als Stretch-Big kann er Räume für die jungen Talente öffnen und er könnte sich als wertvoller Trade-Chip erweisen. Sinnvoller als die Big-Man-Einkaufsorgie in der vergangenen Offseason war das allemal. Dazu am Rande: Um Mason Plumlee (2020 für 3 Jahre und 24,7 Mio. geholt) nun direkt wieder zu verscherbeln, mussten die Pistons auch noch einen hohen Zweitrundenpick drauflegen.

VERLIERER - PORTLAND TRAIL BLAZERS

"Ich weiß nicht, wie man sich unser Team anschauen und sagen kann, dass das ein Championship-Team ist und wir einfach nur einen neuen Coach bräuchten." Das ist ein Original-Zitat von Damian Lillard, das er Mitte Juli getätigt hat. Die Trade-Spekulationen um den Blazers-Star waren da fast an ihrem Siedepunkt angekommen, Lillard dementierte zwar, dass er einen Trade fordern wolle, machte aber Druck aufs Front Office: Verstärkung muss her. Am besten schnell.

Die (bisherige) Antwort von General Manager Neil Olshey? Ben McLemore, Cody Zeller und Tony Snell. Drei solide Spieler, jeweils zum Minimum geholt. Doch Portland braucht mehr als nur solide Neuzugänge, wenn wirklich ein Angriff auf den Titel erfolgen soll. Das weiß niemand besser als Lillard. Doch von dieser Dringlichkeit war bei den Blazers bisher nichts zu spüren.

Wie Zach Lowe (ESPN) vor wenigen Tagen berichtete, hat Lillard zum aktuellen Zeitpunkt noch keinen Trade gefordert. Von Seiten der Blazers sei er nicht verfügbar. Das könnte sich aber natürlich ändern, wenn sich in Portland nichts tut. Nach dem Ende der Free Agency birgt der Trade-Markt um möglicherweise Lillard oder Ben Simmons (Philadelphia 76ers) noch einiges an Spannung. Für mindestens diese beiden Teams ist die Offseason noch lange nicht vorbei.

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