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NBA - Die Gewinner und Verlierer der Trade Deadline: Attacke auf die Lakers, The Bulls Are Back und eine Menge Fragezeichen

Die Trade Deadline 2021 war wild - insgesamt 16 Trades gingen über die Bühne. Wer sind die Gewinner und Verlierer der Deadline?
© getty

NBA - Die Verlierer der Trade Deadline

Houston Rockets

Vor drei Monaten hatten die Houston Rockets den vielleicht besten Offensiv-Spieler der Liga in ihren Reihen, einen veritablen Superstar, der die Franchise in den Jahren zuvor teils im wahrsten Sinne des Wortes im Alleingang getragen hat. Diesen James Harden tauschte Houston ein für letztlich ... Dante Exum, Kelly Olynyk, Avery Bradley, immerhin vier, aber wahrscheinlich späte Erstrundenpicks und fünf Pick-Swaps, die möglicherweise gar nicht genutzt werden. Das war's?

Nach den vergangenen Wochen, in denen nicht nur Houston, sondern explizit auch Oladipo mit enormen Problemen zu kämpfen hatte, ist der Trade-Wert des Guards offenbar in den Keller gefallen. Viel mehr als das Heat-Angebot war wohl einfach nicht mehr drin. Insgesamt muss aber festgehalten werden, dass als Gegenwert für Harden am Ende einfach viel zu wenig in Houston landete. Die Rockets werden auf lange Zeit einen Platz im Tabellenkeller für sich reserviert haben.

Boston Celtics

Zugegeben, der Trade für Evan Fournier für Jeff Teague und zwei Zweitrundenpicks wird den Celtics rein sportlich gesehen helfen. Doch von dem angeblich anvisierten Blockbuster für Aaron Gordon fehlte jede Spur. Es ist fast schon ein Running Gag, wie GM Danny Ainge die ganz großen Fische anvisiert und dann am Ende doch wieder leer ausgeht.

Außerdem: Der zweite Trade um Daniel Theis zu den Bulls im Rahmen eines Drei-Team-Deals wird den Celtics rein sportlich gesehen schmerzen. Hinter dem Deal stecken finanzielle Gründe, Boston wollte die Luxussteuer vermeiden, doch auf dem Parkett ist es ein Downgrade.

Die Kelten hoffen wohl darauf, dass Robert Williams langfristig in die größere Rolle als Starting Center schlüpfen kann. Kurzfristig, also in dieser Saison, ist erstmal fraglich, ob Boston wirklich eine Antwort auf die aktuellen Probleme gefunden und sich zur Deadline verbessert hat.

Los Angeles Lakers

Faul waren die Lakers zur Deadline sicherlich nicht, offenbar war GM Rob Pelinka bis in die letzten Minuten in Verhandlungen mit den Raptors um Kyle Lowry verstrickt. Doch am Ende war ihnen der geforderte Preis wie offenbar allen Konkurrenten zu hoch, der Knackpunkt war angeblich Talen Horton-Tucker. Es lässt sich sicher streiten, ob der 20-Jährige der Knackpunkt in einem solchen Deal sein sollte.

Letztlich konnte sich L.A. also nicht verstärken, während von der Konkurrenz aus dem Westen vor allem Denver mit seinen Deadline-Deals den Druck verstärkte. Dass Shams Charania (The Athletic) am selben Abend auch vermeldete, dass LeBron James wohl vier bis sechs Wochen ausfallen wird, half der Gemütslage in Hollywood nur bedingt.

Da auch Anthony Davis vorerst weiterhin fehlen wird, könnten die Lakers in den kommenden Wochen Probleme bekommen. Positiv anzumerken ist aber immerhin, dass zum Beispiel Andre Drummond nicht getradet wurde. Auf dem Buyout-Markt bietet sich den Lakers also noch die Möglichkeit, Verstärkung an Land zu ziehen. Die sollten sie nutzen.

Toronto Raptors

Die Raptors kommen an dieser Stelle noch als "Mini-Verlierer" weg. Denn beim Trade von Norman Powell machte Raptors-Boss Masai Ujiri einen sehr guten Job. Gary Trent Jr. ist ein 22-jähriges Talent mit viel Potenzial, das gemeinsam mit Fred VanVleet und Pascal Siakam wachsen kann - sofern er im Sommer als Restricted Free Agent gehalten wird. Rodney Hoods Einfluss wird sich dagegen wohl in Grenzen halten.

Auch der Nicht-Trade von Kyle Lowry ist alles andere als ein Weltuntergang, in erster Linie aus sentimentaler Sicht. Doch ein später Playoff-Push und ein frühes Aus in der Postseason als höchstes der Gefühle (wenn überhaupt) macht auch mit Lowry im Raptors-Trikot die Situation langfristig nicht besser. Dazu wurden in Matt Thomas und Terrence Davis zwei Rotationsspieler quasi für nichts abgegeben.

Die Raptors müssen nun hoffen, dass sie per Sign-and-Trade im Sommer einen Gegenwert für den 35-Jährigen bekommen. Und dass Ujiri, dessen Vertrag ausläuft, weiterhin Lust hat, die Geschicke der Franchise zu leiten.

Terrence Ross

Während Orlando den Holzhammer rausholte und vier Fünftel der Starting Five verschiffte (Al-Farouq Aminu zieht gemeinsam mit Vooch nach Chicago um), verfolgte Terrence Ross das Geschehen mit einer Mischung aus Verzweiflung und Resignation. Solange die jungen Talente der Magic wie Markelle Fultz oder Jonathan Isaac noch verletzt fehlen, steht Ross allein auf weiter Flur.

Dankenswerterweise teilte der 30-Jährige seine Gefühlswelt mit der Twitter-Gemeinte - und einer fetten Portion Galgenhumor. Immerhin: Der Ball gehört künftig Ross. Und zwar nur Ross. Eine gewisse Vorfreude auf das nächste 50-Punkte-Spiel seiner Karriere war ihm anzumerken ...

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