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Fussball

Beim BVB chancenlos - heute Real-Star! Dortmunds größter Transfer-Fehler?

Von SPOX
BVB, Borussia Dortmund, Bundesliga, Jugendspieler, Eigengewächse, ohne Einsatz, Antonio Rüdiger, Thorsten Fink, Kerem Demirbay, Amos Pieper

Borussia Dortmund zählt bei jungen Spielern zu den beliebtesten Klubs Europas. Durch hervorragendes Scouting und dementsprechende Transfers ist die Konkurrenz in der Jugend des BVB aber groß. SPOX zeigt Ex-Talente, die kein einziges Pflichtspiel für die Schwarz-Gelben absolviert haben.

Die Liste an Talenten, die nie für den BVB spielten, ist lang. Darunter befinden sich einige bekannte Namen und sogar Champions-League-Sieger. Auf geht's!

Helmut Kapitulski (Jahrgang 1934)

Der gebürtige Dortmunder spielte über zehn Jahre für die BVB-Junioren, ehe er 1957 zum FK Pirmasens wechselte. In der Bundesliga fasste er beim 1. FC Kaiserslautern Fuß. 1958 absolvierte er sein einziges Länderspiel.

Armin Görtz (Jahrgang 1959)

Auch er ist in Dortmund geboren. Über die beiden Frankfurter Klubs (Eintracht und FSV) ging Görtz nach Belgien und 1986 zum 1. FC Köln, wo er 112 Bundesligaspiele absolvierte. Seine Laufbahn beendete er anschließend bei der Hertha.

Peter Knäbel (Jahrgang 1966)

Er war nur kurz in der BVB-Jugend, zum Profi wurde er in Bochum. 1988 wechselte er zum FC St. Pauli. Nach seinem Karriereende begann seine Laufbahn als Funktionär. Heute ist er Sportvorstand bei Schalke 04.

Thorsten Fink (Jahrgang 1967)

Spielte noch für den BVB II in der Oberliga, über Wattenscheid ging es zunächst zum KSC, später zum FC Bayern, mit dem Fink 13 Titel holte, darunter die Champions League. Zuletzt durch seine irre Vorstellung als Riga-Trainer im Januar 2022 im Fokus, wo seine Zeit aber schon im Mai wieder abgelaufen war. Aktuell coacht er den Al-Nasr SC in Dubai.

Michael Melka (Jahrgang 1978)

Verließ den BVB nach der U19 und ging zum Hasper SV. Im Alter von 23 Jahren holte ihn Gladbachs Zweite. Durch verletzungsbedingte Ausfälle kam der Keeper bei den Fohlen sogar auf acht Bundesligaeinsätze.

Michael Kügler (Jahrgang 1981)

Dem rechten Mittelfeldspieler blieb die große Karriere ebenfalls verwehrt. Immerhin kam der ehemalige U17-Nationalspieler beim 1. FC Nürnberg auf zwei Bundesligaspiele.

Christofer Heimeroth (Jahrgang 1981)

Der Torhüter verließ Dortmunds U17 in Richtung Oestrich. In der U19 ging er ausgerechnet zum FC Schalke. 2006 wechselte er zu Gladbach, wo er zwölf Jahre lang spielte und dann als Team-Manager anfing. Im Oktober 2020 begann Heimeroth als Mitglied des ersten Jahrgangs mit dem Manager-Lehrgang von DFB und DFL, den er 2022 erfolgreich abschloss.

Felix Bastians (Jahrgang 1988)

Kam aus Bochum in die Dortmunder Jugend. Mit 16 wechselte er nach England zu Nottingham. Nach vier Jahren auf der Insel und einem Jahr in Bern kam Bastians zurück nach Deutschland. Nun bei Rot-Weiss Essen.

Fabian Götze (Jahrgang 1990)

Der Bruder von Mario und Felix spielte neun Jahre in BVB-Nachwuchsmannschaften, heuerte erst in Mainz, dann in Bochum an. Zwei Jahre lang spielte er noch für Unterhaching, ehe 2015 Schluss war. Heute ist er als Unternehmensberater tätig.

Sven Michel (Jahrgang 1990)

Eigengewächs ist in seinem Fall ein großes Wort, war er doch nur ein Jahr beim BVB. Über vier Stationen im Amateurbereich kam er zum SC Paderborn. Dort schoss er die 2. Liga in Grund und Boden. Das brachte ihm im Winter 2022 einen Vertrag bei Union Berlin in der Bundesliga.

Tolgay Arslan (Jahrgang 1990)

Der in Paderborn geborene Deutsch-Türke zog 2003 im Alter von 13 Jahren das Interesse des BVB auf sich. Mit 19 wechselte er zum HSV, für den er 83 Bundesligaspiele absolvierte. Steht heute bei Udinese Calcio unter Vertrag.

Ivan Paurevic (Jahrgang 1991)

Der Defensiv-Allrounder aus Essen durchlief alle Dortmunder Jugendmannschaften. Neben Intermezzi in Düsseldorf und Huddersfield spielte er 133-mal für den FK Ufa und dann beim SV Sandhausen. Wechselte im Anschluss zum FC Riga, ist aber seit diesem Jahr vereinslos.

Christopher Buchtmann (Jahrgang 1992)

Wurde mit dem BVB U17-Meister und gewann auch mit Deutschland die U17-EM. Versuchte sich in der U18 des FC Liverpool, wechselte später zum FC Fulham, ehe es 2010 zurück nach Deutschland ging. Aktuell bei St. Pauli unter Vertrag.

Daniel Heuer Fernandes (Jahrgang 1992)

Auch der heutige HSV-Keeper spielte nur ein Jahr beim BVB - in der U19 war das. Er kam aus Bochum und wechselte im Anschluss wieder dorthin zurück. Über Osnabrück, Paderborn und Darmstadt landete er beim HSV.

Antonio Rüdiger (Jahrgang 1993)

Machte den BVB 2008 auf sich aufmerksam. Nach drei Jahren bei der Borussia warb ihn der VfB Stuttgart ab, wo er zum internationalen Profi reifte. Über die Roma ging es 2017 zum FC Chelsea, wo er die Champions League 2021 gewann. Ist mittlerweile bei Real Madrid gesetzt - mit Blick auf die Abwehrprobleme des BVB doppelt ärgerlich. Vielleicht der größte Transfer-Fehler der jüngeren Klubgeschichte?

Kerem Demirbay (Jahrgang 1993)

Schon mit 14 beging er die Sünde und wechselte von Schalke zum BVB. 2013 folgte der im Nachhinein betrachtet wenig erfolgreiche Wechsel zum HSV. Über mehrere Leihen kam er nach Hoffenheim, wo er sich zu einem sehr guten Bundesliga-Spieler entwickelte. Nun zählt er in Leverkusen zu den Führungsspielern des Teams.

Chris Führich (Jahrgang 1998)

Auch er wechselte direkt von S04 in die BVB-Jugend. Allerdings verbrachte er nur zwei Jahre dort und wurde stets verliehen: erst Bochum, dann Oberhausen, dann Köln. Bei Paderborn war er absoluter Leistungsträger, jetzt spielt er in Stuttgart.

Felix Götze (Jahrgang 1998)

Folgte seinem Bruder Mario ein Jahr später, 2014, zum FCB. Zuvor genoss er seine Ausbildung wie seine Brüder beim BVB. 2018 wechselte er vom FC Bayern zum FC Augsburg. Von dort wurde er zuletzt erst nach Kaiserslautern und jetzt nach Essen verliehen.

Orel Mangala (Jahrgang 1998)

Er ist im Grunde ein Anderlecht-Eigengewächs. 2016 bekam er beim BVB eine Chance, sich in Dortmunds Jugend zu etablieren. Nach dem Ende seiner Leihe kehrte er aber zurück nach Belgien. War Leistungsträger in Stuttgart und wechselte dann für 13 Millionen Euro zu Nottingham Forest in die Premier League.

Amos Pieper (Jahrgang 1998)

Kam als Zwölfjähriger zum BVB und durchlief alle Jugendmannschaften bis zur Reserve. Machte dort sogar 34-Regionalligaspiele, ehe er 2019 zur Arminia nach Bielefeld ging. Dort war er unumstrittener Stammspieler und wurde sogar U21-Europameister. Seit dieser Saison ist Pieper bei Werder Bremen unter Vertrag.

Miguel Blanco-Lopez (Jahrgang 1999)

Der zentrale Mittelfeldspieler verließ Dortmund mit 17 in Richtung Eintracht Frankfurt. Der Bonner war zwischendurch vereinslos, landete anschließend bei Fortuna Köln und ist nun wieder vereinslos. Er arbeitet derzeit als Co-Trainer bei der U17 des FC Hennef.

David Kopacz (Jahrgang 1999)

Der polnische Spielmacher spielte elf Jahre lang in den Nachwuchsmannschaften der Borussia. 2018 warb ihn der VfB Stuttgart ab. Stieg mit Würzburg in die 3. Liga ab, wechselte diese Saison zum FC Ingolstadt.

Luca Kilian (Jahrgang 1999)

Der 1,90 Meter große Innenverteidiger ist erst 23 Jahre alt, der Traum vom Signal Iduna Park ist für den gebürtigen Dortmunder daher längst nicht begraben. 2019 stieg er mit Paderborn auf, wurde anschließend von Mainz an Köln ausgeliehen, wohin er letzten Sommer fix wechselte.

Reda Khadra (Jahrgang 2001)

Kam 2016 zum BVB und wandelt nun auf Rüdigers Spuren: Nach vier Jahren und knapp 70 Spielen verschlug es ihn nach England zu Brighton & Hove, das ihn zunächst an Blackburn verlieh, wo er auf sich aufmerksam machen konnte. Aktuell ebenfalls auf Leihbasis bei Sheffield United. Dort spielt er aber eher sporadisch.

Die Trennung vom BVB verlief nach Angaben einer anonymen Quelle aus dem Umfeld Khadras laut The Athletic nicht reibungslos: "Der BVB wollte weiter mit ihm arbeiten und bot ihm einen Vertrag für die Reserve an."

Khadra habe in Erwägung gezogen, das Angebot anzunehmen, ließ aber wohl zu viel Zeit verstreichen. "Der BVB hat das Vertragsangebot zurückgezogen und Reda musste für lange Zeit individuell trainieren."

Adrian Oeynhausen (Jahrgang 2002)

Der 20-Jährige versuchte sich ein Jahr lang in der U16 von Borussia Dortmund, kehrte unmittelbar danach aber wieder zum SC Paderborn zurück. Seit diesem Jahr ist der Mittelfeldspieler vereinslos.

Bradley Fink (Jahrgang 2003)

Dem Schweizer wird viel Talent nachgesagt. Für die U17 und die U19 des BVB knipste er in 44 Partien 43-mal. Für die Zweitvertretung war er mit drei Toren in 14 Einsätzen nicht ganz so erfolgreich.

Obwohl der 19-Jährige im Sommer noch im Trainingslager der Profis in Bad Ragaz dabei war, wechselte er in die Heimat zum FC Basel. Dem Blick erklärte er, dass ihn das Telefonat mit Trainer Alex Frei "total überzeugt" habe.

Und tatsächlich: Statt 3. Liga für den BVB zu spielen, kommt Fink in 17 Einsätzen für Basel immerhin schon auf fünf Tore und zwei Vorlagen.

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