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Fussball

FC Schalke 04 - Sportchef Peter Knäbel wettert gegen VAR: "Lauter Kaufhaus-Detektive"

Von Philipp Jakob
Schalke-Sportvorstand Peter Knäbel mit deutlichen Worten den VAR kritisiert.

Bei Schalke 04 bleibt der VAR-Frust nach der Auftaktniederlage in der Bundesliga gegen Köln groß. Nun hat auch Sportvorstand Peter Knäbel mit deutlichen Worten den VAR kritisiert. Der 55-Jährige fordert Veränderungen.

"Wenn da im Keller lauter Kaufhaus-Detektive sitzen und nach einem Bild suchen, in dem man irgendeine Schuld beweisen kann, dann werden die Werte des Spiels nicht respektiert", beschwerte sich Knäbel in der Süddeutschen Zeitung.

Die Schiedsrichter müssten sich wieder mehr vom Video-Assistenten "emanzipieren", forderte er. "Das Rollenverständnis im Zusammenwirken zwischen dem VAR und dem Schiedsrichter vor Ort stimmt oft nicht mehr. Ich meine: Die Schiedsrichter müssen wieder die Entscheider sein, sie dürfen sich nicht so beeinflussen lassen", führte er weiter aus.

Grund für die Kritik sind mehrere Entscheidungen des Video-Assistenten bei der 1:3-Pleite gegen den 1. FC Köln. Unter anderem wurde das Tor der Königsblauen zum vermeintlichen 1:0 aberkannt und nach Ansicht der Videobilder bekam Dominick Drexler von Schiedsrichter Robert Schröder eine umstrittene Rote Karte.

"Das war ganz offensichtlich nicht Rot", meinte Knäbel. "Alle Aussagen von Herrn Schröder gehen in diese Richtung: 'Ich komme an den Bildern nicht vorbei', sagte er. Uns ist aber immer verkauft worden, der VAR sei lediglich eine Unterstützung des Schiedsrichters - ein Assistent. [...] Wenn aber die Zukunft des Spiels ist, dass einzelne Szenen anhand von Standbildern analysiert werden, dann ist es nicht mehr mein Spiel."

Knäbel: "Wahrheitsanspruch des VAR ist das Problem"

"Der Hergang und der Kontext des Spiels sind wichtiger als das einzelne Bild, das einen bestimmten Moment wiedergibt. Wenn der Schiedsrichter erklärt, er kommt an dem Bild nicht vorbei, dann ist das eine Technik-Hörigkeit, die dem Fußball schadet", so Knäbel weiter. "Der Wahrheitsanspruch des VAR ist das Problem."

Bereits kurz nach dem Spiel hatte auch Sportvorstand Rouven Schröder deutliche Kritik am VAR geäußert. "Wir wurden benachteiligt", sagte Schröder. "Wir brauchen einen Video-Assistant und keinen Ober-Schiedsrichter, der nicht eingreift, wenn es keine Fehlentscheidung gibt."

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