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NFL

NFL Power Ranking nach Woche 8: Endlich Konkurrenz für die Patriots!

SPOX-Redakteur Adrian Franke ordnet alle 32 Teams zur Saison-Halbzeitmarke ein.

16. Buffalo Bills (5-2)

Platzierung nach Woche 4: 22.

Auch wenn die Bills hier einen ziemlichen Satz nach oben machen - ich vertraue Buffalo nach wie vor überhaupt nicht. Wenn die eigene Defense dominant spielt, und dazu ist sie definitiv in der Lage, dann haben die Bills in so ziemlich jedem Spiel eine Chance. Doch ist Buffalos Defense nicht auf dem konstanten, Woche für Woche sichtbaren ultra-dominanten Level, das die Patriots und die 49ers defensiv zeigen, und das ist der eine Grund für Buffalos Inkonstanz. Der andere ist die eigene Offense: Josh Allen hat sich im Underneath Passing Game merklich verbessert, ist insgesamt aber nach wie vor einer der inkonstantesten Quarterbacks, vor allem was Decision Making angeht. Die Bills bringt man vielleicht am ehesten so auf den Punkt: An einem guten Tag kann Buffalo jeden ärgern und die Playoffs sind, gerade in der AFC, absolut möglich. Trotzdem ist das ein Team, das eben selten wirklich überzeugt oder mal einen vermeintlich schlechten Gegner vom ersten bis zum letzten Snap dominiert.

15. Jacksonville Jaguars (4-4)

Platzierung nach Woche 4: 21.

Die Jaguars haben ein überaus unterhaltsames Team. Gardner Minshew hatte einen kleinen Durchhänger, konnte sich zuletzt aber wieder fangen und die Offense gefällt mir. Das ist ein weitestgehend mutiges und gleichzeitig effizientes Passing Game, mit einer echten Outside-Waffe in D.J. Chark und auch ansonsten soliden Receiving-Optionen wie Westbrook und Conley, sowie einem aktuell guten Play-Caller in John DeFilippo. Und auch die Defense spielt einfach - gut, und vielleicht ist das auch das beste Wort, um Jacksonville zu beschreiben. Angeführt von Calais Campbell haben die Jags einen starken Pass-Rush und eine gute Run-Defense. Die Secondary ist merklich anfälliger als in den vergangenen beiden Jahren, und das wird nach dem Trade von Jalen Ramsey natürlich eher nicht besser. Doch Jacksonville hat alle Möglichkeiten, um in sechs Wochen noch realistisch um ein Playoff-Ticket zu spielen.

14. Carolina Panthers (4-3)

Platzierung nach Woche 4: 16.

Kyle Allen wird in Woche 9 nochmals starten - sobald Cam Newton bei 100 Prozent ist, sollten die Panthers allerdings den Quarterback-Tausch vollziehen. Allen hat es in seiner Rolle als Vertreter sehr gut gemacht, doch die Defizite ganz besonders in seinem Pocket-Verhalten sind überdeutlich. Mit Newton in Topform haben die Panthers eine Chance im Playoff-Rennen der NFC. Denn: Die Secondary ist nach wie vor sehr gut, McCaffrey spielt eine herausragende Saison und Carolina hat auch einen starken und tiefen Pass-Rush. Doch in der Run-Defense wurden sie zuletzt von den 49ers aufgefressen, und hatten hier nicht zum ersten Mal in dieser Saison Schwierigkeiten. Carolina, Jacksonville, Buffalo - das ist für mich grob eine Kategorie: Teams, die ein die Playoffs schlupfen könnten, wo dann aber relativ schnell Feierabend sein sollte.

13. Philadelphia Eagles (4-4)

Platzierung nach Woche 4: 7.

Enorm wichtiger Sieg in Buffalo, nachdem die Eagles scheinbar im freien Fall waren. Endlich konnte man ein Spiel an der Line of Scrimmage mal wieder dominieren, wie wir es von den Eagles eigentlich viel häufiger erwartet hatten. Die Division ist nach wie vor komplett offen und die Eagles haben nach wie vor die individuelle Qualität, um in der zweiten Saisonhälfte sechs Spiele zu gewinnen und sich mit 10-6 die Division zu holen. Aber mein Vertrauen in Philly hat deutlich gelitten; Pedersons Play-Calling wirkt manchmal einfach komisch, die Defensive Line ist nicht so dominant wie erhofft, und die Secondary dagegen viel wackliger als prognostiziert und intern scheint es ebenfalls bereits seit Wochen zu rumoren. Das führt zu einem Team mit Potenzial, das aber zu häufig schon jetzt seine PS nicht auf die Straße bekommen hat. Der Offense fehlen Speed und Explosivität extrem, die Verletzung von DeSean Jackson hat das überdeutlich gezeigt.

12. Los Angeles Rams (5-3)

Platzierung nach Woche 4: 4.

Die Pflichtaufgaben bei den Falcons und in London gegen die Bengals haben die Rams problemlos gemeistert, aber ich bin nicht aus diesen beiden Spielen mit dem Eindruck gegangen, dass alle Probleme der Vergangenheit angehören. Vor allem Jared Goff wirkt weiterhin wacklig: Das vertikale Passspiel ist noch immer inkonstant, die schwache Offensive Line - definitiv das größte Problem in L.A. - hatte selbst gegen den zahnlosen Bengals-Pass-Rush ihre liebe Mühe. Das könnte nach der Bye Week in Pittsburgh etwa ein ernsthaftes Problem werden, oder natürlich auch in der eigenen Division gegen die 49ers. Die Rams sind gut genug - die Defense wird sich mit Jalen Ramsey noch weiter steigern - um eine Wildcard zu holen. Im Titelrennen sehe ich dieses Rams-Team aktuell allerdings nicht.

11. Houston Texans (5-3)

Platzierung nach Woche 4: 17.

Keine Frage, der Ausfall von J.J. Watt tut extrem weh. Nachdem Houston Jadeveon Clowney abgegeben hat, war die defensive Front noch stärker von Watt abhängig; er ist auch der einzige Texans-Spieler mit mehr als 25 Quarterback-Pressures: Watt hat 52. Jetzt wird Whitney Mercilus zu Houstons Nummer-1-Pass-Rusher, und dieses Team braucht eigentlich einen dominanten Pass-Rush, um die extrem anfällige Secondary zu schützen. Dieser Part wird ohne Watt mal mindestens deutlich schwieriger werden, weshalb man davon ausgehen muss, dass die Pass-Defense im weiteren Saisonverlauf eher noch mehr entblößt werden wird als ohnehin schon. Das bedeutet umgekehrt, dass der Druck auf die eigene Offense nochmals erhöht wird: Deshaun Watson ist ein fantastischer Spieler, Bill O'Brien ist zuletzt auffällig aggressiv in seinem Play-Calling und auch die Offensive Line hat sich definitiv stabilisiert. Doch haben wir schon über die erste Saisonhälfte gesehen, dass Houstons Offense anfällig für gelegentliche Durchhänger ist und generell nicht die Konstanz hat, dass sie die Defense durch die gesamte Saison tragen kann. Sie ist gut genug, um Houston in die Playoffs zu befördern - doch darüber hinaus?

10. Indianapolis Colts (5-2)

Platzierung nach Woche 4: 18.

Colts und Texans sind ein interessanter Vergleich - im Ranking, und natürlich auch innerhalb der eigenen Division, wo sie den Division-Titel eigentlich unter sich ausmachen sollten. Am ehesten kann man es vielleicht so zusammenfassen: Houston hat das höhere Potenzial nach oben - die Colts aber eine der stabilsten Base-Lines in der NFL. Die starke Offensive Line, einer der besten Play-Caller der Liga in Frank Reich, T.Y. Hilton und auch Jacoby Brissett, der weiter am besten als "Game Manager Plus" beschrieben werden kann, geben Indy viel Stabilität. Indy ist eines der besten Teams, wenn es darum geht, mit den Tight Ends Matchups zu kreieren und auch die Defense hat sich zuletzt merklich verbessert, beginnend mit dem Pass-Rush. Die Frage wird letztlich sein: Können die Colts mit der absoluten Liga-Spitze mithalten? Oder sind sie, wie dieser zehnte Platz nahelegt, eben einfach ein sehr gutes, aber kein Elite-Team?

9. Seattle Seahawks (6-2)

Platzierung nach Woche 4: 8.

Das Team der Gegensätze. Die Seahawks haben den MVP-Favoriten auf Quarterback sowie zwei sehr gefährliche Wide Receiver und kein gutes Run Game - und wollen Run-lastig spielen. Sie haben eine unterdurchschnittliche Secondary - und wollen auf eine Defense setzen, die gerade von Matt Schaub zerpflückt wurde. Wir leben in einer Liga, in der nahezu alle Offenses drei Wide Receiver als ihre Base-Formation haben - und Seattle spielt regelmäßig fast durchgehend mit drei Linebackern, statt einen davon durch einen Cornerback zu ersetzen. Anders gesagt: Seattle könnte noch viel besser sein, wenn der Coaching Staff besser wäre; und diese Kritik beinhaltet längst Pete Carroll, dessen Sturheit bei In-Game-Entscheidungen zunehmend in Richtung beratungsresistent gehen. Es wird also spannend sein zu sehen, wo die Reise für die Seahawks hingeht und welche Schlüsse man daraus zieht. Wilson, Lockett, Metcalf, Wagner und Clowney sind gut genug, dass die Playoffs trotz allem das absolute Mindestziel sein sollten.

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