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NBA

NBA Playoffs: Ausgleich! Dallas Mavericks schießen Phoenix Suns aus der Halle - Bizarrer Auftritt von Chris Paul

Luka Doncic sucht in Spiel 4 gegen die Phoenix Suns nach einer Anspielstation.

Die Dallas Mavericks haben den Ausgleich in der Serie gegen die Phoenix Suns geschafft. In Spiel 4 der Conference Semifinals läuft fast das gesamte Team von Downtown heiß. Chris Paul legt auf der Gegenseite einen bizarren Auftritt hin.

Die Mavericks trafen als Team 20 Dreier, acht davon kamen alleine von Dorian Finney-Smith (Career-High 24 Punkte, 8/12 3FG, 8 Rebounds). Luka Doncic erzielte 26 Zähler (9/25 FG, 7 Rebounds, 11 Assists), Jalen Brunson lieferte 18 Zähler. Maxi Kleber legte von der Bank kommend 11 und 7 Rebounds auf.

Auf der Gegenseite war Devin Booker mit 35 Punkten und 7 Assists klar der beste Mann, er wurde jedoch von seinem Backcourt-Kollegen mehr oder weniger im Stich gelassen. Chris Paul kam nur auf 5 Punkte und 7 Assists, da er in 23 Minuten ausfoulte. Jae Crowder (15) und Deandre Ayton (14 und 11 Rebounds) lieferten noch etwas Unterstützung, es reichte jedoch nicht.

Beide Teams starteten mit den gewohnten Starting Fives. Und beide Teams begannen mit guten Quoten, nach nicht einmal vier Minuten lag Dallas schon mit 13:8 vorne. Grund zur Sorge gab es dennoch, da sich Doncic schon nach zweieinhalb Minuten so vehement über einen ausbleibenden Pfiff aufregte, dass er mit dem ersten Technical des Spiels belegt wurde.

Ansonsten lief es jedoch zunächst sehr gut für Dallas. Doncic machte, was er wollte, zudem trafen die Mavs ihre Dreier. Finney-Smith netzte zum 24:13, dann humpelte Crowder angeschlagen in die Kabine, konnte jedoch schnell wieder zurückkehren. Phoenix wirkte dennoch seltsam unorganisiert. Bertans erhöhte aus der Ecke auf +13, Booker (schon 13 Punkte) sorgte für Schadensbegrenzung. 37:25 Mavs nach einem Viertel.

Chris Paul steht in Halbzeit zwei kaum auf dem Court

Bertans schenkte den Suns gleich die nächsten beiden Triples ein, Dinwiddie legte nach, auf der Gegenseite fing Crowder etwas Feuer. Nach über sechs Minuten auf der Bank kehrte Doncic bei +9 für sein Team zurück, Phoenix war mittlerweile auch besser im Spiel. Doncic hängte Paul und Bridges deren jeweils drittes Foul an, es wurde wieder hitziger. Direkt zum Viertelende kassierte Paul dann auch noch ein Loose-Ball-Foul - sein viertes! 68:56 Dallas zur Pause.

Phoenix kam eigentlich mit Dampf aus der Kabine, Paul nahm seinem Team jedoch den Wind aus den Segeln, indem er sich sofort sein fünftes Foul abholte. Die Mavs eröffneten das Viertel mit 0/7, ehe Brunson einen schwierigen Jumper traf, dann wurde es prompt ein 7:0-Lauf. Doncic pickte sich mehrfach Payne heraus und punktete, dafür wachte auf der Gegenseite Johnson auf und gab Booker zumindest einen Spielpartner. Das reichte, um dranzubleiben. 87:78 nach drei Vierteln.

Kaum zu glauben: Paul kehrte zurück und kassierte fast sofort auch sein sechstes Foul, zum vierten Mal in seiner Karriere flog er somit aus einem Playoff-Spiel. Booker hielt sein Team dennoch zunächst im Rennen, knapp vier Minuten vor Schluss stellte er per Dreier auf -8, doch die Mavs antworteten wieder mit zwei Triples. 1:34 vor dem Ende legte Doncic den Ball nach Post-Up gegen Johnson zum 109:95 rein und grinste - es war endgültig die Entscheidung.

Die wichtigsten Statistiken

Dallas Mavericks (4) - Phoenix Suns (1) 111:101 (BOXSCORE), Serie: 2-2

  • Die Mavs starteten insbesondere von Downtown unheimlich heiß in die Partie und versenkten im ersten Viertel direkt 8/13 Dreier, zur Pause waren es 14/24 - womit sie den Franchise-Rekord für Dreier in einer Halbzeit einstellten. Die 68 Punkte, die Dallas den Suns bis zur Pause einschenkte, waren die zweitmeisten, die Phoenix in dieser Saison in einer Halbzeit kassierte.
  • Bemerkenswert: Phoenix hatte im selben Zeitraum lediglich zehn Dreier versucht (fünf Treffer). Auch in der zweiten Hälfte waren die Mavs deutlich schusswütiger, auch wenn sie im dritten Viertel bei weitem nicht mehr so gut trafen. Am Ende standen sie dennoch bei bärenstarken 20/43, die Suns bei 9/25. Phoenix hatte deutlich mehr Zweier (30 zu 18), aber diese Diskrepanz war dennoch schwer auszugleichen.
  • Der vielleicht größte Unterschied in Halbzeit eins neben den Dreiern: Die Produktion von der Bank. Dallas wirkte wie das wesentlich tiefere Team, weil Bertans, Dinwiddie und Kleber allesamt ablieferten - im Gegensatz zu den Cams auf der Gegenseite. Es stand 29:8 bei den Bankpunkten. In Halbzeit zwei erwachte die Suns-Bank zwar etwas, es blieb trotzdem recht deutlich (36:26).
  • Die Suns sind eigentlich berühmt dafür, Fehler zu vermeiden. Doch schon zum zweiten Mal in Folge war davon wenig zu sehen. Unzählige dumme Fouls wurden zu einem großen Problem, zudem leistete sich Phoenix wie in Spiel 3 wieder 17 Ballverluste. Dallas trug dazu mit erneut guter Defense bei, aber es war auch schlichtweg kein so sauberes Spiel, wie man es von den Suns erwarten kann.

Mavs vs. Suns: Die Stimmen zum Spiel

Jason Kidd (Coach Mavs) über das Ziehen von Fouls: "Uns wird das von einem der besten Point Guards aller Zeiten auf der Gegenseite beigebracht. Das ist ziemlich cool."

Chris Paul (Suns): "Ich muss mir das nochmal ansehen. Ich meine, ich kann mich selbst nicht in diese Situation bringen, in der sie so etwas tun können."

Der Star des Spiels: Dorian Finney-Smith

Ein guter Zeitpunkt für das wohl beste Spiel seiner Karriere. Finney-Smith lieferte die gewohnt starke Defense, war überall und hatte zudem vorne die enorm heiße Hand. Großartige Leistung!

Der Flop des Spiels: Chris Paul

Zum zweiten Mal in Folge agierte Paul in Dallas einfach nur merkwürdig. Mehrere Calls waren diskutabel, insbesondere der letzte, allerdings ist CP wohl nicht derjenige, der sich über so etwas beschweren kann. Und in mehreren Aktion agierte er auch schlichtweg ungestüm. Abgesehen davon: Mikal Bridges und Cameron Payne sahen ebenfalls überhaupt nicht gut aus.

Die Szene des Spiels

Schwer, bei einem so hitzigen Spiel nicht bei einem Call zu landen. Paul hatte, nachdem er erstmals in seiner Karriere (!) vier Fouls in einer Halbzeit begangen hatte, noch nicht genug und schob sich mit Ball in der Hand vollkommen ohne Not in den Weg von Brunson. Es wurde ein Offensivfoul gepfiffen, auch die Challenge von Monty Williams änderte nichts daran. Was hat sich der Point God dabei nur gedacht?

NBA Playoffs - Suns vs. Mavs: Die Serie im Überblick

SpielDatumUhrzeitHeimAuswärtsErgebnis
13. Mai4 UhrPhoenix SunsDallas Mavericks121:114
25. Mai4 UhrPhoenix SunsDallas Mavericks129:109
37. Mai3.30 UhrDallas MavericksPhoenix Suns103:94
48. Mai21.30 UhrDallas MavericksPhoenix Suns111:101
511. Mai4 UhrPhoenix SunsDallas Mavericks-
613. Mai3.30 UhrDallas MavericksPhoenix Suns-
7*16. MaiTBDPhoenix SunsDallas Mavericks-

*falls nötig

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